Reisetagebuch

6. Tag: Carmel - Santa Barbara

 31.08.99: Auf nach Santa Barbara
 Wetter: sonnig
 Temperatur: 27° C
 Autor: Thomas Flinspach

Früh um acht werden wir vom starken Wind geweckt. Wenigstens ist unser Zelt dadurch trocken geblieben. Wir hüpfen beide erst mal unter die sehr sauberen Duschen (es ist ja schließlich auch ein privater Campground) und kaufen am Office die neueste "USA Today", die größte Boulevard-Zeitung Amerikas. Doch dann der große Schock - Philipp findet den Autoschlüssel nicht! Wir suchen also alles ab - Wiese, Duschen, Auto. Leider können wir den Schlüssel partout nicht finden.

Als wir uns eigentlich schon damit abgefunden haben, weiterhin mit einem Schlüssel auszukommen, findet Philipp den Schlüssel schließlich doch noch. Er lag in der Kofferraumspalte! Na, endlich! Dann kann's ja weiter gehen nach Santa Barbara...

Campingplatz "El Capitan"Nach zweistündiger Fahrt auf dem Highway #1, ich brauche wohl nicht extra erwähnen, dass auch dieser Abschnitt ein absoluter Traum ist, checken wir im Campground "El Capitan" ($17, miese Duschen!) ein.Schnell bauen wir unser 2 ½ Mann-Zelt auf und laufen runter zum Strand. In dieser Region ist das Wasser auch endlich badefreundlicher! Also stürzen wir uns gleich in die bis zu 2 Meter hohen Wellen. Der Pazifik hat nahe Santa Barbara schon etwa 20°C und ist fast kristallklar.

Anschließend tanken wir noch eine Prise Sonne. Am Nachmittag fahren wir dann zum wunderschön gelegenen Santa Barbara. Dieses Surfparadies (wegen der höheren Brandung) liegt direkt an der Küste und ist umgeben von unzähligen Palmen. Als erstes kaufen in einer netten Mall (Gap, nette Restaurants) in der Innenstadt ein wenig Fressalien. Anschließend fahren wir den sehr zu empfehlenden Scenic Drive (La Cumbre Road) ab und machen abschließend noch einen Strandspaziergang durch im spanisch-mexikanischen Stil gehaltenen Gebäude.

Bis jetzt gefällt uns der Strand von Santa Barbara am besten. Besonders angetan haben es uns die steilen Felshänge und die mediterrane Vegetation rund um den Strand. Wenn dann noch die Sonne untergeht, ist die Schönheit dieses Strandes eigentlich nicht mehr zu übertreffen. Uns fällt es wirklich schwer, zurück zum Campingplatz zu fahren und auch noch Holz zu sammeln. Aber schließlich ist der Hunger doch größer als der Wunsch, diesen Augenblick noch länger zu genießen. Wiederum beschließt ein gemütliches Lagerfeuer den Abend.
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