Reisetagebuch

33. Tag: Fairfield - San Francisco

 27.09.99: Zurück nach San Francisco
 Wetter: sonnig
 Temperatur: 33° C
 Autor: Philipp Knauss

Früh morgens stehen wir auf und schmeißen nach einem sporadischen Frühstück alles weg, was wir nicht mehr brauchen oder mitnehmen können (bis auf die Kühlbox, die heben wir uns bis zum Schluss auf). Auf der #101 stehen wir dann erst mal im Stau. Ein bisschen entnervt nähern wir uns schließlich San Francisco von Norden, das bedeutet, wir müssen über die Golden Gate. Kein Wölkchen ist am Himmel, was hier sehr selten vorkommt, und daher halten wir an so einem Aussichtspunkt um ein paar Fotos zu knipsen. Wir fahren rein in die Stadt und stellen den Wagen für schmerzverursachende $9 ins Parkhaus in der Nähe der Market Street.

Thomas an den Piers von S.F.Vor 4 Wochen waren wir schon mal hier, und es war bewölkt und kühl, und jetzt - Ende September - ist es heiß und die Sonne brennt. Wir gehen zum Virgin Megastore, ins Metreon, trinken Kaffee, essen Cheeseburger im Planet Hollywood. Irgendwie muss man die Reste der Urlaubskasse ja sinnlos verschleudern. Der Burger war aber wirklich gut und sein Geld wert. Nachmittags fahren wir zum Hotel und machen das Auto komplett leer.

Obwohl ich mich des öfteren über den etwas schwächlichen Motor geärgert habe, muss man alles in allem doch sagen, dass die Karre ihre Pflicht getan hat. Auch meine Eskapaden fernab asphaltierter Straßen hat sie schadlos mitgemacht. Jetzt kommt noch die Kühlbox dran. Hinter der Tankstelle, wo wir den Wagen ein letztes Mal betanken, darf ich das verdammte Ding, das uns wochenlang genervt hat, endlich zusammentreten.

Philipp beim Zerstören unserer KühlboxNachdem auch dies vollbracht ist, können wir nun den Wagen bei Alamo abgeben und ein bisschen den Rauch reinlassen, wie Thomas zu sagen pflegt, was bedeutet, dass wir uns mächtig beschweren werden aufgrund der Summe von Dingen, die uns nicht gepasst haben. Dummerweise geht der Alamoangestellte überhaupt nicht drauf ein und verweist uns an eine Telefonnummer. Toll, telefonisch wird man hier gar nichts erreichen. Ich sehe schon, wir müssen einen Brief aufsetzen, wenn wir wieder in Deutschland sind.

Zurück im Hotel rufen wir gleich mal die Nummer an, aber die entsprechende Stelle ist natürlich erst morgen wieder besetzt. Wir kaufen uns an einer nahe gelegenen Tankstelle von unserem Restgeld noch ein paar Sandwiches und schauen uns Snake Eyes von Brian de Palma mit Nicolas Cage an. Eine furiose Anfangssequenz, dann wird der Film kontinuierlich schlechter.
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