Reisetagebuch

27. Tag: Mammoth Lakes - Yosemite NP

 21.09.99: Mountainbiking bei Mammoth Lakes
 Wetter: Erst sonnig, später bewölkt
 Temperatur: 31° C
 Autor: Philipp Knauss

Am nächsten Morgen leihen wir uns zwei Mountain Bikes aus. Kostet 20$ für zwei Stunden, das ist zwar ein stolzer Preis, aber die Dinger sind ganz anständig (von Specialized) und in gutem Zustand. Das Terrain hier ist eigentlich nichts Besonderes, unsere Strecke, die direkt oberhalb des Städtchens beginnt, ist ziemlich sandig und nicht sehr anspruchsvoll.

Philipp in Action im Wald von Mammoth LakesNatürlich ist einiges an Höhenunterschieden zu bewältigen und insgesamt befindet man sich in einer solchen Höhe, und unser Trainingszustand ist - nebenbei bemerkt - auch nicht der beste, dass wir nach zwei Stunden auch wirklich genug haben. Bike Trails gibt es in Hülle und Fülle, sogar solche, für die man im Voraus bezahlen soll, was gelinde gesagt eine Frechheit ist. Wie dies kontrolliert werden soll, so mitten im Wald, ist uns allerdings schleierhaft. Ich würde es drauf ankommen lassen.

Nachdem wir noch mal zum Duschen in der Ullr Lodge waren, gehen wir bei Vons einkaufen. Die haben hier eine große Auswahl und angemessene Preise. Endlich geht unsere große Odyssee weiter zum Yosemite National Park. Wenn man wie wir von Osten kommt, muss man erst mal den Tioga Pass hinauf und dann praktisch den gesamten Park durchqueren, bevor man irgendwo hinkommt. Den Platz im Campground Crane Flat hatten wir schon telefonisch reserviert, denn in den Yosemite wollen sie nun mal alle. Mitten im Wald unter riesigen Bäumen bauen wir das Zelt auf. Zu jedem Platz gehört ein verschließbarer Metallkasten, wegen der Bären. Die sanitären Anlagen sind mal wieder miserabel, Licht sucht man vergebens.

Unser Zeltplatz auf dem Crane Flat CampgroundDa wir noch ein bisschen Zeit haben, fahren wir die 18 Meilen runter ins Tal. Hier beginnen die meisten Trails, hier gibt es Duschen, einen Supermarkt und das Visitor Center. Wir wollen uns den Lower Yosemite Fall anschauen, wegen Wassermangels ist allerdings nur der nackte Fels zu bewundern. Immerhin sehen wir aus der Ferne zum ersten mal den legendären Half Dome, den wir morgen hochkraxeln wollen. Der Hunger treibt uns zum Zeltplatz zurück, wo wir den Tag mit einer unserer berühmten Grillorgien und ein paar Flaschen Budweiser beenden.
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