Reisetagebuch

26. Tag: Beattie - Death Valley - Mammoth Lakes

 20.09.99: Das Tal des Todes
 Wetter: sonnig (ganz überraschend :-)
 Temperatur: 35° C
 Autor: Philipp Knauss

Der berühmte Zabriskie PointSchon um 8 h morgens ist es ziemlich warm, so ca. 20°C, als wir auf der #190 in Richtung Death Valley düsen. Klimaanlage und ein gut funktionierender Kühler am Auto sind hier neben ausreichend Trinkwasser das Wichtigste. Nach einem kurzen Aufenthalt im Visitor Center (Hier gibt's sogar einen Camp Ground für die ganz Harten, denen weder Taranteln, Skorpione, sengende Hitze und Schlangen bei Nacht etwas ausmachen), fahren wir erst mal zum Zabriskie Point. Allen bestens vertraut durch den gleichnamigen Film von Michelangelo Antonioni, bei dem sich ein Hippie-Pärchen in den von dort aus sehr hübsch zu fotografierenden Sandhügeln vergnügt. Dies wird allerdings nicht zur Nachahmung empfohlen, da dort, aber auch nur dort im Death Valley, eine Menge Touristen rumstehen und knipsen. Und außerdem, der Staub und die Hitze...

Weiter geht es zum Golden Canyon, der einzigen Stelle, wo man einen etwa halbstündigen Spaziergang machen kann, weil es immerhin ein kleines bisschen Schatten gibt. Den Artist Drive fahren wir noch ab, dann haben wir genug von diesem zwar interessanten, aber doch ungemütlichen Flecken Erde. Die Fahrt hinaus aus dem Tal ist noch einmal eine echte Herausforderung für den Wagen.

Mushroom RockFür wirklich altersschwache Rostlauben stehen allerdings vorsorglich alle paar Kilometer Tanks am Straßenrand, zum Nachfüllen von Kühlwasser. Am frühen Nachmittag sind wir raus aus dem Death Valley und auf der #190 Richtung Mono Lake. In Lone Pine müssen wir tanken und was essen. Das Auto bekommt zur Belohnung Benzin bleifrei und wir die Burger von Carl's Jr. Die Classic Combo für 2.99$ ist gar nicht so übel. Hier gibt es auch eine Menge billiger Motels, aber wir wollen noch weiter fahren.

Wir hatten eigentlich vor, in Lee Vining am Mono Lake zu übernachten, entschließen uns dann aber nach Mammoth Lakes zu fahren. Das ist eines der bekanntesten Wintersportgebiete der Sierra Nevada. Kaum zu glauben, aber vor ein paar Stunden waren wir noch in der Wüste und jetzt schneebedeckte Berge. In der Ullr Lodge bekommt man für 35$ ein Zimmer mit mäßigem Komfort, aber es scheint das billigste im Ort zu sein. Wir schauen uns zum Abschluss des Tages noch ein paar von den Lakes an, die nach der Unzahl von Anglern zu schließen, endlich absolut fischfrei sein dürften. Die Hauptattraktion hier ist allerdings Devil's Postpile, eine wirklich imposante Felskante aus meterhohen Riesenkristallen. Sieht aus wie moderne Kunst, nur größer und schöner.
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