25. Tag: Grand Canyon - Beattie
Dann geht's auch schon weiter über die #93 am Lake Mead vorbei, einem der größten Staudämme Amerikas. Leider staut sich hier nicht nur das Wasser, sondern auch der Verkehr. Und so verzögert sich die Weiterfahrt um fast 45 Minuten. Außerdem empfinden wir den Staudamm bei weitem nicht so spektakulär wie unser Reisebuchautor. Von der Architektur ist er sicher sehr interessant, aber die unzähligen Strommasten stören das Gesamtbild doch empfindlich. Zusätzlich nervt der Umstand, dass wir gerade die Grenze nach Nevada passiert haben und somit wieder mit dem unsäglichen Glücksspiel konfrontiert werden. Nach jetzt schon gut fünf Stunden Fahrt zeichnet sich ab, dass wir heute nicht mehr das Death Valley besichtigen können, da das Visitor Center nur bis 17.00 Uhr offen hat. Deswegen entscheiden wir uns schweren Herzens bis nach Beattie, das vor den Toren des Death Valleys liegt, zu fahren. Philipp ist durch die lange Fahrt schon ziemlich gestresst und auch bin leicht genervt, da wir den heutigen Tag ausschließlich mit Fahren verbringen müssen. Wir haben schlichtweg die Entfernungen zwischen Grand Canyon und Death Valley unterschätzt. Nachdem wir nochmals durch Las Vegas gefahren sind (es ließ sich leider
nicht vermeiden), erreichen wir nach endlos geraden Strecken gegen 17.30
Uhr das verrotzte Beattie. Philipp hätte auch wirklich keine Lust gehabt,
nur noch einen Zentimeter weiter zu fahren. Nun hoffen wir bloß, dass
es hier Motels gibt. Wenn nicht, sehen wir ganz schön dumm aus, denn
der nächste Ort ist meilenweit entfernt. Doch wir haben Glück. Zwar
entscheiden wir uns mit dem Exchange Motel für das teuerste Motel des
Ortes ($49), doch im Endeffekt sind wir heilfroh, überhaupt noch eine
Unterkunft gefunden zu haben. Zumal das Zimmer guter Durchschnitt ist.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang in der Einöde, entschließen wir uns,
die Reste unseres Reiseproviants zu essen. Schließlich lässt man als
echter Schwabe nichts verkommen.
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