Reisetagebuch

25. Tag: Grand Canyon - Beattie

 19.09.99: Langer Weg zum Death Valley
 Wetter: sonnig
 Temperatur: 30° C
 Autor: Thomas Flinspach

Abschied vom Grand CanyonVon der strapaziösen Wanderung haben wir uns über Nacht gut erholt und so kaufen wir schon um 8.00 Uhr im Camper Village zu sehr teuren Preisen unseren heutigen Reiseproviant ein. Nachdem wir uns abschließend in den widerlichen Waschräumen frisch gemacht haben, düsen wir um 9.30 Uhr auf der #64 und #40 Richtung Death Valley. Wir sind guten Mutes, dass wir es bis zum Nachmittag erreicht haben sollten. Ab dem kleinen Örtchen Kingman fahren wir bis Seligmann ein Stück der nostalgischen Route 66, bzw. das, was davon übrigblieb. Denn außer herausgeputzten Schildern, dem ein oder anderen Diner oder heruntergekommenen Tankstellen ist sonst nichts Spektakuläres zu sehen. Aber wir haben die eine Stunde Extrafahrzeit trotzdem nicht bereut. In Kingman haben wir uns diesmal für Jack in the Box entschieden.

Dann geht's auch schon weiter über die #93 am Lake Mead vorbei, einem der größten Staudämme Amerikas. Leider staut sich hier nicht nur das Wasser, sondern auch der Verkehr. Und so verzögert sich die Weiterfahrt um fast 45 Minuten. Außerdem empfinden wir den Staudamm bei weitem nicht so spektakulär wie unser Reisebuchautor.

Von der Architektur ist er sicher sehr interessant, aber die unzähligen Strommasten stören das Gesamtbild doch empfindlich. Zusätzlich nervt der Umstand, dass wir gerade die Grenze nach Nevada passiert haben und somit wieder mit dem unsäglichen Glücksspiel konfrontiert werden.

Nach jetzt schon gut fünf Stunden Fahrt zeichnet sich ab, dass wir heute nicht mehr das Death Valley besichtigen können, da das Visitor Center nur bis 17.00 Uhr offen hat. Deswegen entscheiden wir uns schweren Herzens bis nach Beattie, das vor den Toren des Death Valleys liegt, zu fahren. Philipp ist durch die lange Fahrt schon ziemlich gestresst und auch bin leicht genervt, da wir den heutigen Tag ausschließlich mit Fahren verbringen müssen. Wir haben schlichtweg die Entfernungen zwischen Grand Canyon und Death Valley unterschätzt.

Nachdem wir nochmals durch Las Vegas gefahren sind (es ließ sich leider nicht vermeiden), erreichen wir nach endlos geraden Strecken gegen 17.30 Uhr das verrotzte Beattie. Philipp hätte auch wirklich keine Lust gehabt, nur noch einen Zentimeter weiter zu fahren. Nun hoffen wir bloß, dass es hier Motels gibt. Wenn nicht, sehen wir ganz schön dumm aus, denn der nächste Ort ist meilenweit entfernt. Doch wir haben Glück. Zwar entscheiden wir uns mit dem Exchange Motel für das teuerste Motel des Ortes ($49), doch im Endeffekt sind wir heilfroh, überhaupt noch eine Unterkunft gefunden zu haben. Zumal das Zimmer guter Durchschnitt ist. Nach einem ausgiebigen Spaziergang in der Einöde, entschließen wir uns, die Reste unseres Reiseproviants zu essen. Schließlich lässt man als echter Schwabe nichts verkommen.
[Nach oben]

 

  <<< Zurück zum Vortag
 
Möchten Sie an unseren ganz privaten Erlebnissen teilhaben und erfahren, was wir so alles in den 5 1/2 Wochen erlebt haben? Glauben Sie mir, wir haben einiges zu erzählen! Dann schmökern Sie mal los...
Zurück zur Startseite