8. Tag: Page - Monument Valley - Mesa Verde NP
Um kurz vor 8 Uhr verlassen wir das nicht besonders beeindruckende Page und fahren auf der #160 Richtung Monument Valley - also immer tiefer in die Indianer-Reservate. Die Vorfreude auf diese "Zeugenberge" hält sich bei mir allerdings doch sehr in Grenzen. Ich finde nämlich diese Überbleibsel einer vor Jahrtausenden zusammenhängenden Hochebene weit weniger spektakulär, als viele andere immer behaupten. Meiner Meinung nach gibt es weitaus interessantere Felsformationen (Bryce Canyon, Arches). Aber da es auf dem Weg zum Mesa Verda NP liegt, nehmen wir es natürlich gerne mit.
Doch von hier aus kommt natürlich erst recht keine Wild-West-Spannung auf! Richtig spektakulär wirkt der Fünf-Finger-Felsen, der wirklich sehr skurril aussieht, als ob ihn die Amis künstlich produziert und hierher transportiert haben. Wir schießen noch ein paar Bilder und düsen dann weiter über Mexican Hat, wo ich mich noch gut an unser tolles Erlebnis von 99 erinnern kann, Bluff und das infrastrukturell überraschend gut bestückte Cortez in den westlich von den Rocky Mountains gelegenen Mesa Verda NP hinein ($10, Golden Eagle Pass wird akzeptiert). Er ist einer der kulturhistorisch bedeutsamsten Nationalparks der USA
Da es jetzt schon 15:30 Uhr ist, fahren wir recht zügig die vielen Serpentinen auf der 9 Meilen langen Strecke hinauf zum Visitor Center, um uns noch ein Ticket ($2,75) für die Cliff-Palace-Tour (das Cliff Palace ist der größte Wohnkomplex in diesem Park) zu sichern. Das Visitor Center liegt mitten auf dieser bewaldeten Hochfläche, die dem Park seinen Namen gegeben hat (Mesa Verde ist spanisch und bedeutet "Grüner Tisch") .
Um Punkt 17 Uhr beginnt dann unsere Führung, die von einem jungen, redseligen Ranger geleitet wird. Mühsam quälen sich die anderen, meist amerikanischen Touris, die steilen in den Fels gehauenen Stufen hinunter. Für Michael und mich ist das nach dem Bright Angel Trail natürlich Kinderfasching, wenngleich unsere Muskeln immer noch ordentlich brennen. Dann stehen wir auch schon vor dem Cliff Palace, das wirklich erstaunlich gut konserviert ist. Der Ranger führt uns auch nochmals tief in die Geschichte der Pueblo-Indianer ein und erklärt die verschiedenen Eigenarten der wirklich sehr raffinierten Bauweise. Nach einer guten dreiviertel Stunde ist die Führung vorbei und wir können nun auf eigene Faust die Häuser und Feuerstellen erkunden. Alles in allem eine wirklich lohnenswerte Tour, wenngleich es kein wirkliches Highlight gegeben hat. Mit derlei Eindrücken geht es dann wieder hurtig zum Campingplatz, denn wir müssen ja schließlich noch unser Zelt aufbauen.
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