6. Tag: Grand Canyon
Oh, Mann! Ich habe vielleicht einen mächtigen Muskelkater in den Waden und in den Unterschenkeln als ich am Morgen aus dem Zelt krieche. Mein Körper beschwert sich jetzt doch ziemlich heftig über die gestrige Tortur. Aber geteiltes Leid ist halbes Leid, denn auch Michael kämpft mit seinen übersäuerten Muskeln. Gut, dass wir es heute ruhig angehen lassen wollen.
Dann relaxen wir erstmal am Campground und lesen unsere Bücher (John Irving - Das Hotel New Hampshire) und den guten alten Spiegel. Ich bin wirklich gottfroh, dass ich mir dieses Exemplar bis jetzt aufgehoben habe. In den Staaten gibt es einfach kein wirklich vernünftiges Polit- und Nachrichtenmagazin. Höchstens das Time-Magazine kommt annähernd an den Spiegel heran. Mittags fahren wir nochmals rüber zum Mather Point und machen dort sozusagen zum Auslaufen eine 3 km Wanderung. Die einzige Spannung an diesem Tag liefert dann am späten Nachmittag ein kleiner Schauer, der uns in unser Auto fliehen lässt. Den hätten wir mal gestern gebrauchen können! Zum Ausklang dieses ereignisarmen Tages gehen wir in einem Deli im Market Place noch etwas essen und kaufen gleich nebenan noch ein paar Souvenirs. Darunter die berühmte "I hiked Grand Canyon-Tasse", die ich voller Stolz in meinem Rucksack verstaue!
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