15. Tag: Bakersfield - Sequoia NP
Da wir wegen der Sicherung eines Campingplatz frühzeitig im Sequoia NP ankommen wollen und Bakersfield nicht viel Sehenswertes zu bieten hat, befinden wir uns bereits um 8:30 Uhr auf dem Highway.
Dann geht es erstmal 40 Minuten lang auf der #198 über unzählige Serpentinen hinauf auf das Hochplateau in etwa 2000 Meter Höhe. Mehr als 25 mph kann und darf man hier nicht fahren. Oben passiert man die ersten Sequoias kurz vor dem Giant Forest Village. Kurz dahinter kommt dann auch schon der von uns favorisierte Lodgepole Campground. Und wir haben Glück: wir bekommen doch tatsächlich den schönsten Platz. Zumindest nach Aussage der Rangerin, die mich auch noch aufgrund meines Bildes auf meiner VISA-Karte auf knackige16 Jahre schätzt;-((
Nachdem wir wegen der vielen Bären unsere ganzen Essensvorräte, die leckende Kühlbox und auch die Kosmetika in dem dafür vorgesehenen Eisenverschlag verstaut haben, machen wir uns auf zur Wanderung. Schließlich haben wir unseren Körpern nun schon tagelang nichts mehr abverlangt! Und so starten wir am berühmten General Sherman Tree, der laut Tafel, das "Largest living thing on earth" sein soll und der ideale Startort für eine Wanderung ist.
Wir laufen bei immer noch wunderschönem Wetter die verschiedenen Trails (Huckleberry Meadow, Congress Trail) ab, die alle mehr oder weniger ineinander übergehen. Michael ist von dem Wald im Allgemeinen und von den Sequoias im Speziellen hellauf begeistert. Er hatte sich die letzten Tage, genauso wie ich, ziemlich satt gesehen an der kargen Einöde der Wüste. Es geht immer schön bergauf und bergab, vorbei ein teilweise verbrannten und ausgehöhlten Sequoias, grünen Wiesen, plätschernden kristallklaren Bächen und kleinen blühenden Blumenfeldern. Und das Ganze ohne großartig von Touristenmassen erschlagen zu werden. Wirklich faszinierend und ultra erholsam!
In dem angeschlossenen Market Place essen wir noch eine Kleinigkeit und ziehen uns dann zurück auf unseren Zeltplatz um den Abend zufrieden bei einem Bierchen und Bachrauschen ausklingen zu lassen. Als dann noch ein junges Reh ca. zwei Meter an unserem Zelt vorbei läuft, ist die triefende Romantik eigentlich durch nichts mehr zu steigern....
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