Tagebuch 2005

14. Tag: Organ Pipe NM - Palm Springs - Bakersfield

 Dienstag, 28.06.05: Einfach zu viel Verkehr
 Wetter: sonnig
 Temperatur: 30 ° - 33° C

Als ich aufwache, glüht mein Schlafsack förmlich noch von dem wahnsinnig aufgeheizten Boden. Trotzdem konnte ich relativ gut pennen. Ganz im Gegensatz zu Michael, der nur wenige Stunden Schlaf finden konnte. Doch auch jetzt knallt die Sonne schon wieder gnadenlos auf uns hernieder und lässt die Temperatur auf 28° C ansteigen. Also, nix wie fort von hier!

Saguaro Kaktee im Organ Pipe NMHeute ist mehr oder weniger ein Transfertag, denn wir wollen so nah wie möglich an den Sequia NP heranfahren. Der Weg ist also heute das Ziel. Nachdem wir nach 22 Meilen im wunderschönen Ort Why (der heisst wirklich so!) getankt und uns durch die Kontrolle der Border Patrol gekämpft haben (sehen wir so aus, als ob wir 20 Mexikaner in unserem Kofferraum herumkutschieren?) fahren wir über die I-10 nach L.A.

Wir machen um die Mittagszeit einen kurzen Stop im völlig überfüllten Palm Springs, dem Winterferienort der Los Angelinos schlechthin. Wir essen zwei sehr leckere Sandwiches in dem Subway-Pendant Quizno's. Da wir aber so genervt sind von dem vielen Verkehr, geht's dann auch gleich weiter.

Um 15 Uhr kommen wir dann vor die Tore von L.A. Und der Verkehr hier übersteigert den von Palm Spring um einiges. So macht Autofahren einfach keinen Spaß. Die Los Angelinos fahren auf den teilweise sechsspurigen Straßen wie die Berserker und man muss sich schon unheimlich konzentrieren, damit man keinen Unfall baut.

Wir umfahren L.A. nordöstlich und kommen dann um 17 Uhr an unserem heutigen Zielort, Bakersfield, an. Bakersfield ist in den letzten Jahren unheimlich gewachsen und wirtschaftlich eine der aufstrebendsten Städte Kaliforniens, was auch hier negative Auswirkungen auf den Verkehr hat. Mittlerweile bin ich ziemlich genervt und habe so langsam die Schnauze vom Autofahren für heute voll. Jetzt noch schnell einen netten Campingplatz suchen und dann relaxen! Immerhin sind wir heute auch schon 800 km gefahren!

Doch die Suche nach einem Campingplatz stellt sich hier als äußerst schwierig dar. Wir klappern insgesamt vier Plätze ab, doch alles ohne Erfolg. Zu guter Letzt checken wir im Roadrunner Inn Motel für $50 das DZ ein. Die Besitzerin erinnert mich zwar an Lyn Shaye aus dem Film Kingpin, aber das schreckt mich jetzt auch nicht mehr ab! Schließlich können wir heute endlich mal wieder in einem richtigen Bett schlafen. Das haben wir uns aber auch verdient.

Ausser duschen, ein leckeres Sandwich gegenüber bei Arby's essen und etwas Fernsehen, steht für heute nichts mehr auf dem Programm.

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