13. Tag: Alamogordo - Tombstone - Organ Pipe NM
Heute konnte ich zum ersten Mal richtig gut schlafen, obwohl die Temperaturen in der Nacht immer noch bei gut 27° C lagen. Nach einer Dusche und unserem Pseudo-Frühstück mit Cornflakes und Bananen, das mir langsam wirklich zum Hals raushängt, geht's ab auf die Piste. Unser nächstes Ziel ist Tombstone, die Western-Stadt schlechthin, dank Wyatt Earp, Doc Holliday und dem legendären Gun Fight at O.K. Corral. Wem von Ihnen diese Geschichte nicht so präsent ist, braucht sich nicht gleich schämen. Auch mir war zwar Wyatt Earp ein Begriff, aber ich konnte nichts Bestimmtes mit ihm verbinden. Aber da Michael ein wahrer Western-Experte ist, hat er mich natürlich sofort auf Stand gesetzt!
Als Michael von der Show zurückkommt, ist er jedenfalls ganz zufrieden, wenngleich ihm die Sonne mitten ins Gesicht geknallt ist. Dann laufen wir wieder hurtig zurück zum Auto, denn wir haben vor, heute noch zum Organ Pipe NM zu fahren, das direkt an der mexikanischen Grenze liegt.
Im Nachhinein wären wir wohl besser über Tucson gefahren und hätten uns hier die Stadt angeschaut und Quartier bezogen. Denn das Organ Pipe NM ist nun wirklich keinen Umweg wert. Bis auf ein Pärchen mit einem VW-Bus sind wir die einzigen Besucher im eingebetteten, total verwilderten und heruntergekommenen Campground. Uns ist schon ein wenig unheimlich, denn zahlreiche Schilder warnen hier vor mexikanischen Flüchtlingen. Auch die Hitze tut ihr übriges zu der etwas schlechten Stimmung: kurz vor 20 Uhr hat es hier bestimmt immer noch um die 32° C! So hauen wir die Heringe unseres Zeltes in den vertrockneten Sandboden, essen und trinken noch eine Kleinigkeit und versuchen dann, so gut es bei dieser Hitze geht, einzuschlafen.
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