Tagebuch 2005

10. Tag: Great Sand Dunes - Santa Fe

 Freitag, 24.06.05: Auf nach New Mexico
 Wetter: sonnig
 Temperatur: 23° - 32° C

Tja, ich habe wirklich schon besser geschlafen, als heute Nacht. Schon um ca. 3 Uhr bin ich wieder aufgewacht, weil mehrere Jugendliche - wahrscheinlich mit den drei Kollegen aus den Gräbern - ordentlich abfeierten. Und dann konnte ich auch nicht mehr einschlafen. Aber da wir sowieso aufgrund der Mücken relativ früh aufbrechen wollten, war das kein Drama.

Limonadenverkäuferin auf der Plaza in TaosUm 6:00 Uhr ging's dann unter die überraschend sauberen Duschen und anschließend in das nette Alamosa, wo wir im schnuckeligen Milagro's Coffeehouse leckere Bagels und Kaffee trinken und an den Internetrechnern mal wieder surfen und Mails schreiben können.

Dann machen wir uns aber auf den Weg nach Taos, um dann am Nachmittag in Santa Fe anzukommen. Und so fahren wir einige Stunden auf der #285 fahren Richtung Süden. Vorbei an hunderten von zerfetzten Reifenteilen, am Standstreifen abgestellten Autos und immer umgeben von karger Einöde. Die einzige Abwechslung kommt durch meine selbstgebrannten CDs.

Gebäude im Taos-typischer Adobe-BaustilKurz vor Mittag kommen wir dann im Künstlerort Taos an. Schon gleich nach dem Ortseingang fallen einem die rotbraunen Adobe-Gebäude auf, die so typisch für Taos sind. Wir parken nahe der hübschen Plaza, die wir uns dann auch gleich einmal genauer anschauen. Wir bummeln vorbei an den zahlreichen Künstlerständen, Mode- und Schmuckboutiquen, Kneipen, Cafés und Restaurants. Wirklich alles sehr nett. Nur der dichte und laute Verkehr trübt die Stimmung etwas.

Wir statten anschließend dem Kit Carson-Museum in der gleichnamigen Straße noch einen Besuch ab. Den Eintritt kann man sich aber wirklich sparen, denn es gibt wirklich nichts Aufregendes zu sehen. Zum Ausklang trinken wir noch einen Kaffee in dem gegenüber liegenden äußerst pittoresquen Café. Mittlerweile bruzzelt die Sonne auch schon wieder recht heftig auf uns hernieder, so dass wir uns in den Schatten zurückgezogen haben.

Da wir langsam, aber sicher der indianischen Kultur überdrüssig werden, entschliessen wir uns nicht das laut unserem Reiseführer sehenswerte Taos Pueblo Dorf anzusteuern, sondern direkt weiter nach Sante Fe zu fahren.

Die St. Francis Kathedrale von Santa FeNachdem wir dann nach weiteren zwei Stunden Fahrt und mehrmaligem Verfahren im 2000 Meter hoch gelegenen Santa Fe eintreffen, steuern wir auch hier einen der zentralen Parkplätze direkt an der - im Vergleich zu Taos - sehr großen Plaza an. Gleich spazieren wir rüber auf die Plaza und schauen uns auch hier die vielen Souvenirstände, die hauptsächlich indianische Kulturgüter anpreisen, an. Auch hier in Sante Fe wird das Stadtbild von dem ein- bis dreistöckigen Adobestil dominiert. Es ist ein krasser Gegensatz zu den anderen typischen Großsstädten der USA, was mir persönlich sehr gut gefällt. Es wirkt alles ein Stück verträumter. Wir machen noch einen Abstecher zur St. Francis Kathedrale und halten Ausschau nach einem netten Restaurant.

Michael und ich beim Essen im Ore House in Santa FeSchlussendlich entschliessen wir uns in das direkt auf der Plaza gelegene Ore House zu gehen. Und wir sollten unsere Entscheidung nicht bereuen! Für einen anständigen Preis probieren wir die typisch mexikanische Küche durch: Blackened Chicken Salat und Quesadilla mitsamt zwei kühlen Bud. Wirklich sehr lecker und nicht zu vergleichen mit dem mexikanischen Essen bei uns in Deutschland.

Gut genährt und äußerst entspannt geht's dann wieder zurück zum Auto. Uns reicht dieser sehr kurze Eindruck von Santa Fe erstmal und wir fahren nun weiter Richtung Albuquerque, wo wir einen Campingplatz finden wollen. Und so fahren wir den Highway #25 weiter nach Süden.

10 Meilen später entdecken wir gleich ein Schild mit dem Verweis auf einen angrenzenden Campground. Wir biegen ab und düsen weitere 12 Meilen durch die Prärie bis wir schließlich am menschenverlassenen Eingang ankommen. Wir sind hier zwar in der totalen Einöde, aber entschliessen uns dennoch für $12 einzuchecken. So verbringen wir den restlichen Tag mit Lesen und quatschen.

[Nach oben]

 

 <<< Zurück zum vorherigen Tag
 
Möchten Sie an unseren ganz privaten Erlebnissen teilhaben und erfahren, was wir so alles in den 3 Wochen erlebt haben? Glauben Sie mir, wir haben einiges zu erzählen! Dann schmökern Sie mal los...
Zurück zur Startseite