Reisetagebuch

15. Tag: Las Vegas - Valley of Fire - St. George

 09.09.99: Schnell weg aus dieser (Spiel)hölle
 Wetter: sonnig
 Temperatur: 34° C
 Autor: Thomas Flinspach

Philipp erklimmt einen Hügel im Valley of FireAn diesem Tag stehen wir, obwohl wir erst heute morgen ins Bett gekommen sind, doch schon recht früh auf. Uns reichen nämlich die bereits gesammelten Eindrücke von Las Vegas völlig und wir wollen so schnell wie möglich wieder weiterfahren. Diese Stadt ist einfach nur krank! Trotzdem sollte sich jeder einmal diese Scheinwelt in der Realität angeschaut haben, ansonsten kann man nicht begreifen, wie krank manche Leute sein können. So checken wir also kurz nach 10.00 Uhr aus. Zur Überraschung aller werden uns von der jetzt noch sehr netten Dame an der Rezeption $12.95 extra berechnet. Doch Philipp wäre nicht Philipp, wenn er diesen ungerechtfertigten Aufschlag (???) stillschweigend hinnehmen würde.

Also lässt er sich auf eine kleine, aber sehr forsche Diskussion mit der nun nicht mehr ganz so freundlich dreinschauenden Dame ein. Als er dann auch noch das magische Wort "Bullshit" verwendet, brechen bei der Frau alle Dämme: Nun findet sie unser Verhalten als äußerst "rude" und verbietet uns, weiterhin solcherlei Worte zu gebrauchen. Doch schlussendlich haben wir mit dieser Vorgehensweise die $12.95 nicht mehr zahlen müssen. Schwein gehabt...

Anschließend laufen wir nochmals den Strip bei wiederum sehr heißen Temperaturen ab. Diesmal ist der Stratosphere Tower unser Ziel. Wir kaufen uns für $10 eine Eintrittskarte für die Kuppel des Turms. Inbegriffen ist zudem das kasinoeigene Buffet. Die Aussicht ist einfach phänomenal. Man kann sogar ohne Scheiben die Blicke schweifen lassen (das ist z.B. im John Hancock Tower in Chicago nicht möglich). Wahnsinnig ist auch die auf der Kuppel aufgesetzte Achterbahn, die wir aber leider nicht gefahren sind.

Gut gestärkt fahren wir mit dem $1.50 teuren Strip-Bus wieder zurück zum Hotel. Allerdings waren wir mit dem Bus deutlich langsamer als zu Fuß. Dann schwingen wir uns in unser treues Auto und fahren weiter Richtung Valley of Fire State Park (äußerst pittoreske Gesteinsformationen, die das frühe und späte Sonnenlicht leuchtend rot reflektieren) über die I-15 und #169. Die Durchfahrt des bis 16.30 Uhr geöffneten Tals kostet $5, die man eigentlich nicht zahlen muss, da zumindest wir und die anderen Touristen nicht kontrolliert wurden.

Thomas mit Stadtplan im HotelzimmerUnser Reiseführer hat uns wirklich nicht zuviel versprochen, die Felsen reflektieren in wunderschön leuchtendem Rot der späten Nachmittagssonne. Die beiden zwischen den Felsen platzierten Campgrounds sind absolut fantastisch. Doch wir ziehen es doch lieber vor, weiterzufahren. Beinahe wären wir dazu gar nicht mehr gekommen, denn Philipp hatte wieder einmal das Gaspedal zu fest betätigt und bekam so ordentlich Stress mit dem ansässigen Sheriff. Glücklicherweise verschonte er uns mit einem Strafzettel.

Auf traumhafter Strecke fahren wir weiter nach Utah. Hier müssen wir erst mal feststellen, dass wir unsere Uhren nach der Mountain-Time umstellen, also eine Stunde vorstellen müssen. In der drittgrößten Stadt Utahs, St. George (28.000 Einwohner), finden wir das in Preis/Leistung unübertroffene Ambassodor Inn (1481 South Sunland Drive). Hier bekommt man Pool, Hot Tub, Frühstück und ein neu renoviertes Doppelzimmer für sage und schreibe $32. Kaum zu fassen, aber wahr. Wir bringen unsere Dreckwäsche noch in die nahe gelegene Wäscherei und kaufen im riesigen Supermarkt noch Fressalien für den kommenden Tag ein.
[Nach oben]

 

  <<< Zurück zum Vortag
 
Möchten Sie an unseren ganz privaten Erlebnissen teilhaben und erfahren, was wir so alles in den 5 1/2 Wochen erlebt haben? Glauben Sie mir, wir haben einiges zu erzählen! Dann schmökern Sie mal los...
Zurück zur Startseite