14. Tag: San Diego - Las Vegas
Heute ist ein wahnsinnig heißer Tag. Und ausgerechnet jetzt fahren wir nach Las Vegas. Aber da müssen wir jetzt durch. Schon auf dem ersten Teilstück der Interstate 15 schalten wir die Klimaanlage ein. So langsam lernen wir sie richtig schätzen. Wir versüßen uns die lange Fahrt mit guter Musik und leckerem Reiseproviant wie M&Ms und Pepsi. Nach gut dreistündiger Fahrt passieren wir die Grenze nach Nevada. Kaum zu glauben, aber nur einen Meter nach der Grenze steht mitten in der Wüste ein Hotel, mit integriertem Casino versteht sich, und einer Achterbahn. "Die müssen verrückt sein, die Amis", denken wir uns. Doch so ganz verwunderlich ist der Standort des Casinos auch wieder nicht. Schließlich ist Nevada der einzige Bundesstaat, wo das öffentliche Glücksspiel erlaubt ist.
Nach kurzer Zeit haben wir das Imperial Palace gefunden. Es befindet sich mitten auf dem Strip. Wir stellen unseren Wagen in der hoteleigenen Tiefgarage ab und betreten die Eingangshalle. Uns stockt der Atem - so etwas Verrücktes haben wir wirklich noch nie gesehen. Die gesamte Eingangshalle ist mit Unmengen von einarmigen Banditen gefüllt, die zu unserem großen Erstaunen auch noch fast alle besetzt sind. Nur mit großer Mühe findet man die Rezeption. Schließlich checken wir für $39 ein. Das Zimmer ist wirklich recht ordentlich. Nach einer kurzen Erholungsphase brechen wir um 20.00 Uhr auf, um den Strip unsicher zu machen. Nun sind die Temperaturen auch etwas angenehmer. Als erstes müssen wir allerdings die großen Löcher in unseren Mägen stopfen. Und dies kann man nirgendwo so billig tun wie in Las Vegas, denn hier locken die Hotels die Kundschaft mit billigen Speise- und Getränkepreisen an, damit ordentlich gezockt wird. Auf der Suche nach dem günstigsten Buffetangebot schauen wir uns zuvor noch die Seeschlacht vor dem Treasure Island Hotel an. Im nachhinein hätte man sich diese Attraktion aber ruhig schenken können. Dagegen ist das Buffet für $9.99 durchaus zu empfehlen. Wir schlagen uns die Bäuche mit leckerem Salat, Steaks und Pasta voll. Selbstverständlich kann man hier auch soviel trinken bis man umfällt.
Als wir dann wieder im Imperial Palace ankommen, hat Philipp die grandiose
Idee, noch etwas fernzusehen. Hierbei entdeckt er, das seiner Meinung
nach, kostenlose Pornoprogramm des Hotels. Also schaltet er einen dieser
peinlich-bescheurten Sexfilme frei. Erst nach kurzer Zeit entdecke ich,
dass man pro Film $12.95 löhnen muss. Nach kurzem Schock meint Philipp,
dass er die Angelegenheit morgen an der Rezeption schon regeln wird.
Na, dann warten wir's mal ab...
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