1. Tag: Stuttgart - San Francisco
Zum letzten Mal überlege ich, ob ich tatsächlich alles Nötige in meine Sporttasche bzw. in meinen Camel-Rucksack verstaut habe. Und dann heißt es auch schon Abschied nehmen. Mein Vater begleitet mich netterweise zum Stuttgarter Flughafen. Philipp werde ich erst am Abend in San Francisco treffen (Der Grund, weshalb wir getrennt fliegen, ist, dass meine Bekannte eine Reise in die Staaten gewonnen hat und Sie mir diesen Flug für DM 700,- verkauft hat - Glück muss man haben! Dadurch fliegt Philipp mit Continental von Zürich aus (DM 930,-) und meinereins mit Air France.). Um 10.10 Uhr startet pünktlich mein Flieger nach Paris - Na endlich, mein USA-Urlaub hat begonnen!
Nun trotte ich also schwer bepackt zum Ausgang. Als nächstes muss ich mit einem Shuttle-Bus zum Red Roof Inn Hotel fahren. Leichter gesagt als getan, denn ich habe nicht den blassesten Schimmer, wo und wie ich meinen Shuttle finden bzw. ordern kann. Nachdem ich fast jeden Flughafenangestellten befragt habe, mir aber keiner exakt weiterhelfen konnte, warte ich schließlich außerhalb des Flughafen auf meinen Bus, in guter Hoffnung, dass irgendwann einer kommen muss. Verzweifelt schaue ich auf die stark befahrene Straße, doch von einem Shuttle-Bus ist weit und breit nichts zu sehen. Genauso wenig wie von einem Telefonterminal, von dem aus man anscheinend Shuttles bestellen kann. Als ich schon fast am Verzweifeln bin, kommt doch noch mein Bus um die Ecke gefahren. Der liebe Gott hat doch noch ein Einsehen gehabt. Ich mache mich durch lautes Rufen und Winken bemerkbar und darf zur Belohnung endlich zum Hotel mitfahren. Das Red Roof Inn hält bei weitem nicht, was der Preis von DM 140,- versprochen hatte. Doch in der Bay Area muss man schon froh sein, wenn man überhaupt ein Zimmer bekommt. Das Zimmer ist sehr spartanisch ausgestattet und könnte mal wieder renoviert werden. Am meisten Sorge macht mir die Eingangstür, die nicht gerade sehr vertrauenserweckend ausschaut. Philipp ist natürlich noch nicht da. Er wird erst in ca. 3 Stunden eintreffen. Also nehme ich erst mal eine ausgiebige Dusche und mache ein kleines Nickerchen. So langsam macht sich schon die Zeitumstellung bemerkbar. Plötzlich werde ich unsanft aus dem Schlaf gerissen - das Telefon klingelt. Die Stimme am anderen Ende kommt mir gleich vertraut vor und ich renne sofort vor an die Lobby, um Philipp in Empfang zu nehmen. Im Gegensatz zu seinem Rucksack ist er heil angekommen. Irgendwo auf dem Flughafen in Newark scheint der Rucksack noch herumzuliegen. Philipp hat sich aber bereits mit den Beamten auf dem Airport in San Francisco unterhalten: Sobald der Rucksack eintrifft, wird er gleich in unser Hotel geschickt. Na, das fängt ja gut an....
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