USA Westküste

Route 66 – Die Mutter aller Straßen lebt

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Ruta 66, Route 66.

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich bisher noch keinen Artikel über die wohl berühmteste Straße der Welt geschrieben habe: die Route 66! Ein Wahrzeichen für Freiheit, Ungebundenheit, aber auch Nostalgie! Und da ich auch ein wenig nostalgisch veranlagt bin und ich diese Straße, die einst durch acht US-Bundesstaaten von Chicago im Osten über exakt 3945 Kilometer führte und in Santa Monica (Kalifornien) endet, in Teilstücken auch gefahren bin, wird es nun endlich Zeit ein paar Sätze dazu zu schreiben.

Zur Historie

1926 wurde die Straße offiziell als „Route 66“ ins Leben gerufen. Die Route war zwischen den 1930er- und den 1960er-Jahren die wichtigste Ost-West-Verbindung der Vereinigten Staaten. Zudem verbesserte sie entscheidend die örtliche Infrastruktur und Wirtschaft, denn viele Menschen versuchten ihr Glück im Westen zu suchen. Von Chicago im Nordosten aus führte sie durch die US-Bundesstaaten Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico und Arizona, bevor sie schließlich in Kalifornien endete. Vor allem in den Siebziger Jahren entwickelte sich die Route 66 für Hippies aus aller Welt zu einer Legende, diese pilgerten mit Motorrädern, VW-Bussen und allen möglichen anderen Gefährten Kalifornien entgegen.

Am 27. Juni 1985 erfolgte schließlich das Ende, da die Route 66 als einfache, oft kurvenreiche und einspurige Landstraße als wichtige Transkontinentalverbindung dem wachsenden Verkehr immer weniger gerecht werden konnte und durch die neuen Highways/Interstates ersetzt wurde (der von Eisenhower unterzeichnete Interstate Highway Act).

Karte
Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=332871

Die Route 66 heute

Die ursprüngliche Strecke kann man heute somit leider nicht mehr abfahren. Immerhin begegnet man noch genügend Schildern, die einen auf diese historische Straße hinweisen, so auch z.B. das Schild am Santa Monica Pier, das einem das Ende signalisiert. 1987 wurde von Anwohnern in Seligman (Arizona) die erste „Route 66 Association“ gegründet, die sogleich Nachfolger in den anderen 7 Bundesstaaten fand. Gemeinsam erreichten sie, dass die Route 66 vom US-Kongress als „Historic Route 66“ anerkannt wurde.

Wer von Euch die Historic Route abfahren möchte, sollte zwei Wochen einkalkulieren. Von Chicago geht es zunächst 220 Meilen in Richtung Springfield (Illinois). Ein kurzer Zwischenstopp in Pontiac für die „Route 66 Hall of Fame“ ist durchaus eine Überlegung wert. Von Springfield geht es weiter nach St. Louis. Als nächstes Etappenziel bietet sich Springfield in Missouri aufgrund der vielen kleinen, pittoresken Lädchen an. Die nächsten Stationen sind dann Santa Fe, Albuquerque, Holbrook und Williams am Grand Canyon, bevor es via Las Vegas, vorbei an den vielen Casinos (Klicke hier), Los Angeles nach Santa Monica geht.

Und wo ist es am schönsten?

Doch, wo ist denn nun eigentlich der schönste Abschnitt? Für Ute vom Reiseblog Bravebird ist die Sache klar:

„Flagstaff – Ludlow. Auf dieser mehr als 500 km langen Strecke durch Arizona und Kalifornien befindet sich nicht nur einer der längsten Abschnitte der Route 66 (250 km von Ash Fork bis Needles), sondern hier kommt auch endlich das ersehnte Feeling dieser legendären Mutter aller Straßen auf! Die wichtigsten Orte in diesem Strecken-Abschnitt sind: Williams, Seligman, Hackberry, Kingman und Oatman.“

Wer sich noch einen umfangreichen Überblick über alle Sehenswürdigkeiten der Route 66 machen möchte, wird hier bei wikivoyage fündig. Lasst es mich wissen, wenn Ihr noch weitere Tipps oder Anregungen habt!

Abschließend noch eine passende und sehr stimmige Spotify-Playlist zur Mutter aller Straßen.

Autor: Flinsi

Hallo, ich bin Thomas und habe mein Herz an meine wunderbare Freundin und die amerikanische Westküste verloren. Was mich so sehr an der US Westcoast fasziniert? Am meisten liebe ich die traumhaften Landschaften, die grandiosen Nationalparks und die faszinierenden, pulsierenden Metropolen. All das gepaart mit dem lockeren amerikanischen Lifestyle machen für mich die perfekte Rundreise aus.

Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für die Zusammenstellung der Information! Bei meinem nächsten Trip im Sommer werde ich wieder einen Teil der Route abfahren irgendwo zwischen Kalifornien und New Mexiko. Bis Texas werde ich dieses Mal nicht schaffen – und bis Chicago sicherlich nicht, das ist doch ein ziemlicher Weg.

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