Kalifornien, San Diego
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Kurztrip Las Vegas – Del Mar – San Diego – Palm Springs (Teil 2)

So, viel zu lange hat’s gedauert, aber jetzt habe ich endlich den zweiten Teil meines letztjährigen Kurztrips vollendet. Viel Spaß beim Lesen…

Tag 6: Viva Del Mar

Am Montag, 9.1.17 habe ich mich dann mit extremer Vorfreude zum McCarran International Airport aufgemacht, um dort meinen Mietwagen aufzunehmen und somit endlich meinen heiß ersehnten Kurz-Roadtrip in mein geliebtes San Diego (Del Mar & La Jolla inclusive) zu starten. Einquartiert habe ich mich in dem Gästeappartment meiner lieben amerikanischen Bekannten Linda und Nick, einem älteren Professoren Ehepaar, die immer noch an der Scripps University of San Diego Meeresbiologie lehren und forschen. Wie immer habe ich den Mietwagen über billiger-mietwagen.de reserviert. Damit bin ich bisher immer sehr gut gefahren. Kostenpunkt für die 4 Tage bei Alamo: 160 €. Ein wirklich fairer Preis für einen zugegeben etwas schwachbrüstigen Kia, 4-Türer, wie ich denke.

Die Übergabe des Wagens ging reibungslos über die Bühne. Schnell noch meine beiden Koffer in den Kofferraum gepackt, mein iPhone via Bluetooth gekoppelt um meine mitgebrachte Westcoast-Musik abzuspielen und dann ging es raus auf den Highway I-15 Richtung Süden. Insgesamt standen rund 520 km auf dem Programm, die ich laut Google Maps in rund 5 Stunden schaffen sollte. Natürlich habe ich kein teures Navi dazu bestellt, denn dafür habe ich schließlich mein iPhone mitsamt Google Maps. Unverzichtbar dabei das Quad Lock, um damit das iPhone bombenfest an die Lüftungslamellen zu befestigen.

On the road again

Kaum bin ich aus dem riesigen Parkhaus rausgefahren, setzt auch schon dieses lang vermisste Freiheitsgefühl ein. Die ersten rund 100 Kilometer raus aus Las Vegas sind aufgrund der surrealen Wüstenlandschaft wirklich faszinierend. Diese endlose Weite der Landschaft, die sich einem immer wieder öffnet, ist einfach atemberaubend. Auch das Fahren ist dank Tempolimit und trotz des vielen Verkehrs extrem entspannt. Nach rund vier Stunden mache ich noch einen kleinen Abstecher in Carlsbad und esse bei Carl’s Jr. einen verdammt leckeren Burger und genehmige mir einen Milch-Shake dazu. Schließlich treffe ich gegen 16 Uhr in meinem geliebten Del Mar ein. Wer von Euch Del Mar noch nicht kennt: Es ist ein sehr gepflegtes, mondän-cooles Küstenstädtchen nördlich von San Diego mit traumhaften, kilometerlangem Strand und einigen netten Shops, Restaurants und auch wunderschönen Spots wie den Powerhouse und Seagrove Park.

Ich parke meinen Kia vor dem Haus von Linda und Nick. Da beide noch nicht da sind, beschließe ich, mir nach rund 14 Jahren die Gegend auf Veränderung abzuklopfen. Es wirkt gleich alles so vertraut, die warme Sonne, der Geruch des Pazifiks. Es ist wie nach Hause kommen. Schon verrückt, dass Heimat auch so weit von Zuhause entfernt sein kann. Der helle Wahnsinn ist, dass sich die Temperaturen hier so bei rund 21° eingeschwungen haben, während Deutschland unter Sturmtief Axel leidet. Auch, wenn es keiner hören mag: Ich musste mich sogar gut eincremen;-)

Gegen 18 Uhr bin ich wieder von meinem Erkundungsspaziergang zurück und kann endlich Linda und Nick wiedersehen und begrüßen. Beide haben sich wirklich kaum verändert und sofort wird mir die typisch amerikanische Herzlichkeit zu Teil und werde zu einem grandiosen Abendessen eingeladen, bei dem ich meinen ersten Truthahn serviert bekomme!

Tag 7: Stratford Court Café, Cheese Shop & Torrey Pines State Reserve

Als ich am nächsten Tag aufwache, ist es kühl und extrem neblig. Ich mache mich auf und schlendere den Strand entlang und kann ein paar wirklich verdammte gute Fotos schießen. Es ist Flut und die Wellengang ist sehr rau. Eine fast schon mystische Stimmung. Meine erste Anlaufstelle ist logischerweise mein heiß geliebtes Stratford Court Café, das ruhig und idyllisch gelegen ist. Ich gönne mir ein sehr leckeren Avocado-Toast mitsamt frisch gepresstem Orangensaft.

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Ich schlendere wieder gemütlich in der warmen Morgensonne zu meinem Appartement zurück und fahre dann mit dem Auto weiter nach Süden zu den La Jolla Shores, ein Wohngebiet mit grandiosem Strandabschnitt. Allein schon diese kurze Autofahrt macht wahnsinnig Spaß, da es ein ständiger Wechsel von bergauf und bergab ist direkt am Pazifik entlang.

Ich parke an der berühmten Scripps University für Ozeanographie und laufe dann entspannt am wunderschönen Beach von LaJolla Shores entlang. Obwohl ich eigentlich noch sehr gut gesättigt bin, steuere ich meinen geliebten Cheese Shop an, der  mitten in LaJolla Shores liegt und verdammt gute Sandwiches, Salate und Cookies bereit hält. Ein absoluter Geheimtipp!

Anschließend fahre ich wieder zurück nach Del Mar und besuche den Torrey Pines State Reserve: Ein kleiner, aber traumhaft gelegener Park mit steilen, aber kurzen Wanderwegen direkt oberhalb des Pazifiks. Bis auf den Parkplatz muss man für den Besuch nichts aufbringen.  Und so wandere ich ein paar dieser wunderschönen Wanderwege ab und lasse mir die warme Sonne dabei ins Gesicht scheinen und den leichten, pazifischen Wind um die Nase wehen. Einfach traumhaft!

Den Nachmittag lasse ich dann noch an meinem absoluten Geheimtipp ausklingen: An der gut versteckten Scripps University Coffee Bar.

Blick von der Scripps Coffee Bar auf den Pazifik

Blick von der Scripps Coffee Bar auf den Pazifik

Gegen Abend hole ich dann meine Kollegin Andrea im Winner’s Circle Resort, einem schicken Hotel im Nachbarort Solana Beach ab. Nach einer anstrengenden und sehr langen Autofahrt von Las Vegas hat sie ordentlich Hunger und so beschließen wir, trotz des nun doch sehr schlechten Wetters nach Downtown zu düsen. Trotz des schlechten Wetters und dem regen Verkehr auf der I-5 macht es dennoch Spaß die hügelige Autobahn nach Süden herunter zu brausen. Unser Ziel ist das World Curry, ein fantastisches, unkompliziertes indisches Restaurant zu wirklich fairen Preisen!

Zum Abschluss des Tages trinken wir noch ein Bierchen im Barrel Republic, das ich bisher noch nicht kannte, aber definitiv ein Abstecher Wert ist. Denn hier kann man sich selber aus unzähligen Craft Beer Sorten sein eigenes Bier zapfen. Der Clou: Abgerechnet wird lediglich nach Menge und via NFC-Chip, den jeder Besucher in die Hand gedrückt bekommt.

Tag 8: Stratford Court Café, La Jolla Cove, Coronado

Tja, auch heute morgen ist das Wetter leider nicht so gut. Der Himmel ist Wolken verhangen und es sieht so aus, als ob es jeden Moment regnen könnte. Trotzdem lasse ich mir davon die Stimmung nicht trüben und freue mich schon riesig auf ein erneutes Frühstück im Stratford Court Café:-) Ich hole Andrea ab und dann sitzen wir kurze Zeit später auch schon beim Frühstück, das dieses Mal wiederum sehr lecker ist. Auch Andrea genießt die entspannte Atmosphäre auf der Terrasse.

Doch dann fängt es wirklich an zu regnen! Und zwar so richtig! Wir beraten uns kurz und düsen dann nach La Jolla Cove, um dort durch die Shops und Cafés zu flanieren und uns eine der Hauptattraktionen in der Gegend anzusehen: Die wilden Seehunde! Mittlerweile schüttet es aber wie aus Kübeln;-( Deswegen halten wir uns nicht allzu lange in dieser pittoresquen Bucht auf, sondern treffen uns zum Lunch in der empfehlenswerten Osteria Romantica in La Jolla (direkt neben dem Cheese Shop) mit Nick und Stacy, einer alten Freundin aus San Diego.

Über die Coronado Bridge zum Hotel „Del“

Nach dem vorzüglichen Lunch machen wir uns auf zur Halbinsel Coronado weiter im Süden. Das Aufregende an dieser kurzen Fahrt ist das Überqueren der spektakulären Coronado Bridge, die an der höchsten Stelle rund 60 Meter über dem Meer liegt und insgesamt 3,4 km lang ist. By the way: Sie ist übrigens nach der Golden Bridge die Brücke, wo sich meisten Menschen in den USA in den Selbstmord stürzen.

Unser Ziel ist das Hotel „Del“, ein berühmtes, viktorianisches Luxushotel direkt am fantastischen Strand von Coronado. Es ist das älteste und zugleich größte Holzgebäude in Kalifornien und steht deshalb auch unter Denkmalschutz. Zudem erreichte es auch als Filmkulisse große Berühmtheit, insbesondere durch den Film „Manche mögen’s heiß“ mit Marilyn Monroe. Das gesamte Anwesen mitsamt Lobby ist wirklich beeindruckend und sollte man sich unbedingt angesehen haben, wenn man schon mal in San Diego verweilt. Abschließend schlendern wir dann noch ein wenig durch Coronado und grasen die netten Shops und Cafés ab.

Den Abend lassen wir dann zusammen mit Stacy und ihrem Mann in Old Town bei einem verdammt guten Mexikaner mitsamt sehr leckeren Margaritas ausklingen. Hier esse ich auch meinen bisher besten Burrito!

Tag 9: Abenteuer-Trip via Palm Springs nach Las Vegas

So, dann ist auch schon der letzte Tag angebrochen und es geht heute wieder zurück nach Las Vegas. Wir frühstücken natürlich ein weiteres Mal im Stratford und ich nehme dann Abschied von Linda und Nick. Wirklich fantastisch, dass sie mir abermals die Gelegenheit gegeben haben, in Ihrer Gästewohnung zu nächtigen.

Für die Rückreise stärken wir uns noch kurz im Whole Food Market in den Del Mar, den wohl am besten sortierten und geführten Supermarkt in den USA mit einem unglaublichen Sortiment und einigen Besonderheiten, wie z.B. einerm Sushi-Restaurant.

Wir springen dann ins Auto und düsen erst einmal nach Palm Springs, wo wir nach ca. 2 Stunden ankommen. Eigentlich wollten wir entweder eine Wanderung zum Palm Canyon machen oder mit der Seilbahn hoch zum Mt. San Jacinto State Park fahren. Aber auch heute macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung;-(

Deshalb Planänderung: Wir lunchen erst einmal im Rubio’s lecker mexikanisch und entdecken dann eine Aldi-Filiale, die wir uns natürich auch gleich einmal anschauen müssen. Das Konzept ist schon deutlich anders als in Europa: viel offener, viel sauberer und auch von der Innenarchitektur freundlicher und klarer. Auch das Sortiment ist natürlich auf den amerikanischen Markt abgestimmt. Es gibt z.B. viel größere und eine unzählig viele Pizzen.

Durch die stockfinstere Mojave-Wüste

Da wir heute noch den Mietwagen am McCarran Flughafen in Las Vegas abgeben müssen, brechen wir auf uns. Entscheiden uns aber nicht die I-15 zu nehmen, sondern über die 62 am Joshua Tree Nationalpark und durch die Mojave Wüste durch zu fahren. Das stellt uns allerdings auf eine echte Nervenprobe, denn es ist stockdunkel, es ist keine Menschenseele weit und breit zu sehen und der Tank ist schon beängstigend leer. Jetzt mit leerem Tank stehen zu bleiben, wäre sehr, sehr unangenehm! Zudem gibt es auch kein Mobilfunknetz, weshalb es sich auszahlt, dass wir vorab die Offline-Maps-Funktion von Google Maps genutzt haben. So kommen wir also doch noch rechtzeitig an und geben den Mietwagen wieder bei Alamo ab.

Mit einem Uber-Ride lässt sich dann jeder noch in sein Hotel bringen und so endet dann mit dem Abflug am nächsten Tag ein wirklich schöner Kurz-Trip durch den Westen der USA.

Hier geht’s zur Google Maps Karte

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