USA Westküste

Wissenswertes

Währung

Für einen Euro gibt es etwa 1,42 US-Dollar (Stand: Juli 2011). Die gängigen Kreditkarten wie VISA und MasterCard werden fast überall akzeptiert.

Zeitunterschied

Der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Kalifornien (Pacific Time) minus beträgt neun Stunden. Insgesamt liegen zwischen New York und San Francisco vier Zeitzonen. Diese richten sich meist weder exakt an den Längengraden noch an den Grenzen der Bundesstaaten aus.

Im größten Teil des amerikanischen Westens, d.h. in Utah, Arizona, New Mexico, Colorado, Montana, Wyoming sowie im westlichen South Dakota und im Süden Idahos gilt die Mountain Standard Time. Hier beträgt die Zeitdifferenz lediglich minus acht Stunden. Eine Ausnahme bildet lediglich der Norden Idahos mit der Pacific Time, d.h. mitteleuropäische Zeit (MEZ) minus neun Stunden. Diese Pacific Time gilt auch für die Staaten Nevada, Kalifornien, Oregon und Washington.

Texas gehört bereits zur Central Time Zone (MEZ minus sieben Stunden).

Sommerzeit

In den USA beginnt die Sommerzeit seit dem Jahr 2007 am 2. Sonntag im März und endet am 1. Sonntag im November. In den USA werden die Uhren nicht wie in Europa in allen Staaten gleichzeitig umgestellt, sondern im Frühjahr jeweils um 2 Uhr Lokalzeit (z.B. 10:00 UTC in Kalifornien, 7:00 UTC in New York) vorgestellt, und im Herbst um 2:00 lokaler Sommerzeit auf 1:00 Uhr zurückgestellt. In den Bundesstaaten Arizona, Indiana und Hawaii und den meisten amerikanischen Außengebieten gibt es keine Sommerzeit.

Tageszeit

Bei Zeitangaben unterscheiden die Amerikaner zwischen Vormittag (AM = Ante meridiem) und Nachmittag (PM = Post meridiem). 8 AM bedeutet also 8 Uhr morgens, 8 PM dagegen 20 Uhr abends. Es gibt allerdings zwei Städte, die niemals schlafen und die Nummer Eins in Sachen Live-Show und Poker Bonus sind: Las Vegas und New York. Hier spielt es also wirklich keine Rolle, ob „am“ oder „pm“!

Verkehrsregeln

Zuerst möchte ich kurz auf die lauernden Gefahren im täglichen Verkehr eingehen. In Amerika gibt es in den Großstädten nahezu keine Straße ohne Stop-Zeichen. Hier gilt die für Europäer sehr gewöhnungsbedürftige Regelung: „Wer zuerst kommt, fährt zuerst“. Doch aufgepaßt: Das Anhaltgebot gilt auch bei offensichtlich leeren Querstraßen und wird, zumindest von den Amis, strikt befolgt (und gelegentlich von der Polizei aus dem Hinterhalt kontrolliert). Ein weiterer (positiver) Unterschied ist, dass man selbst bei roter Ampel rechts abbiegen darf. Es sei denn, eine Schrifttafel untersagt dies ausdrücklich (No Turn on Red). Die gelben Schulbusse dürfen weder überholt noch vom Gegenverkehr (!!!) passiert werden, wenn sie anhalten und Kinder ein-/aussteigen lassen. Ein Nichtbeachten dieser Regel führt zu einer harten Strafe.

Auf mehrspurigen Straßen wird in Amerika legal rechts überholt. Auch hieran muss man sich als Europäer erst gewöhnen und besonders auf Freeways höllisch aufpassen. Eine nette Errungenschaft des amerikanischen Verkehrssystems sind die Carpools. Diese Fahrspuren dürfen zu den angegebenen Zeiten nur von Bussen, Taxen und von Fahrzeugen benutzt werden, in denen mindestens 2 oder mehr Passagiere sitzen. Durchgezogene Fahrbahn-Trennlinien dürfen zum Überholen oder Abbiegen überfahren werden. Die Funktion der in Europa einfachen Linie übernimmt in den USA eine auf keinen Fall zu überfahrende Doppellinie.

Das Tempolimit auf Amerikas Straßen ist seit 1995 von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In den meisten Weststaatengelten nun neue Höchstgrenzen von 70-75 mph, lediglich Montana hat für Fahrten bei Tageslicht kein Tempolimit eingeführt. Die Parkvorschriften in den USA sind streng und tunlichst zu beachten. Kontrolleure verbinden mit einem Kreidestrich den untersten Punkt des Autoreifens mit dem Straßenasphalt. Ist bei der nächsten Kontrolle nach Ablauf der maximalen Parkzeit der Strich zwischen Reifen und Straße immer noch durchgängig, wurde der Wagen noch nicht bewegt. Folge: Es gibt ein Ticket!

Wer einen Strafzettel erhält, darf entweder im beigelegten Umschlag Dollars bar verschicken oder bei einer Bank per Money Order die Rechnung begleichen. Leistet man dieser Aufforderung nicht Folge, so ist es gut möglich, dass man die Mahnung zu Hause auf dem Tisch liegen hat. Die Autovermieter sind nämlich dazu verpflichtet, die Adresse herauszugeben. Nach dreimaliger vergeblicher Zahlungsaufforderung gibt dann aber der Polizeicomputer auf. Aber nur bei Bagatellbeträgen! Entlang der gelben Kantsteinmarkierungen ist Parken genauso untersagt wie vor Hydranten. Bei Hydranten müssen nach links und rechts je 5 m frei bleiben. Oft finden sich die selbst für einen Einheimischen kaum zu verstehenden Parkvorschriften auf unübersehbaren Schildern, welche die Ausnahmen vom Parkverbot bzw. von der Parkerlaubnis minutiös erklären! Mitunter ist man so verwirrt, dass man sein Auto dann in einem Parkhaus abstellt.

Richtig spannend wird es aber erst, wenn man von der Polizei angehalten wird! Um einen Autofahrer zu stoppen, bleibt der Polizeiwagen hinter dem Täterfahrzeug und betätigt einmal kurz Sirene und Rundumleuchte, das unmissverständliche Zeichen zum Rechtsranfahren. Nach dem Anhalten muss man im Wagen warten, denn alles andere könnte falsch gedeutet werden. Zudem sollte man keine unbedachten Handbewegungen machen und die Hände auf dem Lenkrad belassen. Die Eröffnung eines ernsthaften Rededuells mit einem Sheriff ist alles andere als ratsam, da der Sheriff in Amerika eine weitaus höhere Machtbefugnis genießt als sein Kollege in Europa. Die respektvollen Anreden lauten deshalb Sir oder Officer.

Alkohol am Steuer wird auch und gerade in Amerika nicht toleriert. Besonders schlecht kommt z.B. eine angetrunkene Weinflasche auf der Rückbank. Auch trinkende Beifahrer rund um einen stocknüchternen Fahrer zählen bereits zum Tatbestand „Alkohol am Steuer“. wer in dieser Beziehung auffällt, wird registriert und nach Bestrafung und Heimreise in Zukunft nicht wieder ins Land gelassen.

Tanken

Wenn in Amerika etwas billig ist, dann ist das Benzin. Die Preise schwanken zwischen $1,20 bis $1,70 pro Gallone (3,8 Liter) unverbleitem Normalbenzin (Regular Gas; bleifrei = unleaded). Besonders frappierend sind die Preisunterschiede in Nevada (bis zu $2,00 pro Gallone), wo man meilenweit durch die Wüste fährt. Hier heißt es, rechtzeitig zu tanken! Meistens trifft man in Kalifornien auf Self-Serve Tankstellen, wo man zunächst einen Hebel an der Tanksäule umlegen muss, damit der Sprit fließt. Heutzutage trifft man meistens auf Tankstellen mit Kreditkarten-Tanksäulen, die den Gang zur Kasse überflüssig machen.

Nach Einschieben der Karte und elektronischer Prüfung wird der Benzinfluss freigegeben und am Ende ein Beleg ausgedruckt. Trotzdem trifft man gelegentlich noch auf Tankstellen, wo man erst nach Vorauszahlung an das heiß ersehnte Benzin gelangt. Man zahlt beim Tankstellen-Pächter schon im voraus und bekommt nach Beendigung des Tankvorgangs gegebenenfalls den Restbetrag bar ausbezahlt. Es ist uns auch passiert, dass der Pächter keine Kredit-Karte annehmen und ausschließlich Bares sehen wollte.

Essen & Trinken

Allgemein

Die Selbstversorgung auf Reisen bereitet in den USA eigentlich keine Schwierigkeiten. Supermärkte von regelmäßig kolossalen Ausmaßen findet man bis hinunter ins kleinste Nest. Die meisten sind Filialen nationaler oder regionaler Ketten wie z.B. den sehr zu empfehlenden VONS. Besonders schätzen gelernt haben wir „Trader Joe’s“, ein Supermarkt, der vereinzelt in Großstädten, z.B. San Diego, anzutreffen ist und der sogar echtes Müsli und naturtrüben Apfelsaft im Sortiment hat. In größeren Ortschaften sind Food Marts häufig integriert in Shopping Center bzw. Plazas, die unübersehbar die Ausfallstraßen zieren. Amerikanische Supermärkte verfügen über ein extrem breites Angebot von feinster Qualität. Allein schon die Gemüse- und Obstabteilungen sind fast schon mit deutschen Markthallen zu vergleichen, was die Auswahl angeht. Sie haben fast ausnahmslos bis 21.00 Uhr, wenn nicht sogar 24 Std. am Tag geöffnet. Außer in Supermärkten gibt es Lebensmittel, aber kaum Obst und Fleisch, in teilweise rund um die Uhr betriebenen Mini-Marts. Sie sind mehrheitlich mit Tankstellen kombiniert und fungieren außerdem mit Cold Drinks, Coffee etc.

Supermarkt

Im regulären Lebensmittelsupermarkt verbinden sich größere Auswahl und günstige Preise. Dafür kann – im Gegensatz zum Mini-Mart – des öfteren nicht mit Kreditkarte bezahlt werden. Nahrungsmittel kosten in den USA bei einem Kurs um DM 1,85 für den Dollar in etwa dasselbe wie bei uns. Etwas billiger sind Tiefkühlprodukte und Steaks. Wer Wert auf gesunde Ernährung legt, muss für Joghurt, reine Fruchtsäfte etc. relativ viel Geld ausgeben, ebenfalls für akzeptable Brotsorten (Baguette). Das übliche Einfach-Weißbrot, das einem Europäer schon nach wenigen Tagen zum Hals raushängt, ist dagegen spottbillig. Sehr empfehlenswert sind auch die Salad-Bars, an denen man sich selbst auflädt und an der Kasse pfundweise abrechnet. Oder aber man stellt sich sein persönliches Sandwich zusammen.

Wurstwaren

Die Wurstwaren sind überwiegend vakuumverpackt und schmecken wegen den pflanzlichen Zusatzstoffen lange nicht so gut wie in Deutschland. Dagegen ist der Geschmack von Milch, egal ob Non Fat oder Low Fat, relativ unverfälscht. Sehr gewöhnungsbedürftig sind allerdings die 1 Gallone Plastikbehälter. Absolut grauenhaft schmeckt der Großteil der amerikanischen Käsesorten. Hier sollte man unbedingt auf die etwas teueren ausländischen Produkte zurückgreifen. Zum Frühstück haben sich die auch hier zu Lande weit verbreiteten Kellogg’s Frosties gemischt mit herkömmlichen Cornflakes bewährt. Zu guter Letzt noch ein Wort zum Trinkwasser: Das Leitungswasser in Amerika ist z.B. in Los Angeles absolut ungenießbar. Man könnte meinen, dass der Chloranteil mindestens 90% beträgt. Auch im Supermarkt muss man die einzelnen Sorten mit viel Bedacht auswählen.

Alkohol

Alkoholische Getränke jeder Art werden in den Weststaaten der USA in Supermärkten und Schnapsläden verkauft. In mehreren Staaten gibt es hochprozentige Alkoholika ausschließlich im Liquor Store. In Las Vegas werden in manchen Casinos an den Texas Holdem Tischen freie Getränke ausgegeben, natürlich nur um die Gäste zum Spielen zu bewegen. In Utah führen Supermärkte nur Bier und Wein, soweit ihr Alkoholgehalt 3,2% nicht übersteigt. Die Abgabe von Alkohol an Personen unter 21 Jahren ist streng untersagt und wird auch aller Orten kontrolliert (gegen Vorzeigen des Personalausweises). In einem Club in San Diego ist es uns passiert, dass wir unsere alkoholischen Getränke 23.00 Uhr nicht mehr im Freien zu uns nehmen durften. Wir mussten also wieder zurück an die Bar und dort unsere Gläser austrinken!

Bier

Nordamerikanische Biere sind überwiegend leichte bzw.sehr süffige Sorten und gute Durstlöscher. Unter den besseren US-Marken (um $1/Flasche) befinden sich aber ebenfalls ausgesprochen gute Biere (z.B. Samual Adams). Bei den Importbieren besitzen Heineken und Beck’s nennenswerte Marktanteile. Unser absoluter Favorit ist aber das amerikanische Budweiser (Sixpack $5), das an Süffigkeit nicht zu überbieten ist! Ohne weiteres kann man an einem Abend drei Flaschen vertilgen.

Fast Food

Amerika ist das Land des Junk Food. Selbst im letzten Winkel der USA findet man noch einen Mc Donald’s oder Burgerking. Von der Kleinstadt aufwärtsbesetzen sie die Straßen des Hauptverkehrs in dichter Folge. Wo sich ein Mc Donald’s niedergelassen hat, sind Carl’s Jr. oder Burger King mit ihren Hamburger-Varianten nicht weit und Wendy’s oder Jack in the Box stehen spätestens am nächsten Freeway Exit. Allen gemeinsam ist das moderate Preisniveau. Sehr angenehm ist das überall kostenlose Auffüllen des Drink-Bechers sowie das kostenlose Ketchup, von dem man meistens gleich 8 bis 9 Tütchen in die Hand gedrückt bekommt. Alle Ketten werben nahezu ganzjährig mit Sonderpreise für bestimmte Menüs. So kommt es mitunter vor, dass man einen Cheeseburger für 39 Cent bekommt. Wenn Sie mehr über die einzelnen Burger-Ketten wissen wollen, so schauen Sie doch bitte auf unserer Burger-Ranking-Seite nach.

Family Restaurants

Obwohl der Begriff des Family Restaurant durchaus auch auf die Fast Food Ketten ausgedehnt wird, bezieht er sich doch eher auf ein Zwischending aus Fast Food und Full Service Restaurant mit Alkohollizenz. Ein Familienrestaurant ist gekennzeichnet durch ein Preisniveau, das sich auch Familien mit Kindern leisten können, eine gehobene Plastikeinrichtung und die weitgehende Abwesenheit von Alkoholika. Das Family Restaurant an sich ist Denny’s, das es in jeder größeren Stadt gibt. Bei Denny’s gibt es eine Theke für den eiligen Gast und die in den USA so beliebten Tischabteile. Dort wird normal bedient wie im richtigen Restaurant, aber schneller. Auch hier wird einem soviel Kaffee nachgeschenkt wie man will. Für ein preiswertes, schmackhaftes Steak und eine gigantische Salatbar geht nichts über das Sizzler Steakhouse. Mit der Salat-, Nachtisch- und Sonstwastheke praktiziert Sizzler eine Mischung aus Self-service und Bedienung.

Restaurants

Gemessen an dem, was hinsichtlich Ausstattung, Ambiente und Küchenqualität im allgemeinen geboten wird, sind amerikanische Restaurants selbst bei günstigem Dollarkurs selten preiswert. Gutes Essen bei ebensolchem Service in angenehmer Umgebung muss immer teuer bezahlt werden. In den USA werden Restaurantbesucher plaziert. Auch wenn freie Tische vorhanden sind, wartet der geduldige Gast, bis sich ein Waiter oder eine Waitress seiner annimmt und einen Tisch zuweist. Ist im Moment kein Tisch frei, werden die Namen der ankommenden Gäste notiert und der Reihe nach aufgerufen. Die Rechnung weist neben den Nettopreisen des „Menu“ zusätzlich die Umsatzsteuer aus. Da der Service nie im Preis enthalten ist, wird für europäische Verhältnisse ein üppiges Trinkgeld erwartet. Üblich sind 12-15%. Zu den Preisen der Karte muss man also mindestens 20% addieren, um so ungefähr die voraussichtlichen Effektivkosten zu erhalten. Gezahlt wird selbst in besseren Restaurants nicht selten an einer Kasse am Ausgang. In diesem Fall hinterlässt man seinen „Tip“ besser bar am Tisch. Bei persönlicher Rechnungsbegleichung per Kreditkarte kann man das Trinkgeld auch auf dem Beleg vermerken.

Internet, Telefon, Feiertage, Maße & Gewichte, Temperaturen

Internet

Wer mit seinem Smartphone in den USA online gehen will, kann sich bei einem der Netzanbieter eine Prepaid-Karte besorgen. Man bezahlt einmalig die Monatsgebühr und erhält seine SIM-Karte. So bietet z.B. T-Mobile aktuell wohl die  interessantesten Tarife an.

Telefon

Jeder Bundesstaat besitzt eine dreistellige Vorwahl, den sogenannten Area Code. Dieser ersten Vorwahl folgt eine zweite, ebenfalls dreistellige Ziffer, die sich z.B. auf einen Stadtteil bezieht. Die Apparatnummer ist vierstellig. Bei Gesprächen über den regionalen Area code hinaus, muss eine „1“ vorgewählt werden. Das ist auch bei den gebührenfreien 800-/888-Nummern der Fall. Über die Vorwahl 01, gelegentlich 011, öffnet man den Zugang zum internationalen Netz. Mit 49 für Deutschland und die um die Null reduzierte Ortsvorwahl kann man eine Verbindung in die Heimat herstellen. Soweit die graue Theorie! Denn in amerikanischen Telefon-Boxen ist die direkte Durchwahl, national wie international, nicht möglich. Ferngespräche einschließlich solcher im Nahbereich lassen sich nur mit Hilfe eines Operator führen, sofern der Anrufer nicht Inhaber einer Telefonkarte ist. Man wählt also die „0“ und teilt der freundlichen Stimme mit wohin man telefonieren möchte. Anschließend bekommt man dann gesagt, wieviel es kostet und muss dann diesen Betrag in Münzen einwerfen. Erst dann wird man verbunden.

Da man für Anrufe nach Europa rollenweise Quarters benötigt, empfiehlt es sich gleich zu Anfang des Urlaubs eine Calling Card, z.B von AT&T, zu kaufen. Man erhält sie in Hotels, Supermärkten oder Tankstellen. Die Calling Cards funktionieren in Apparaten ohne Einsteckschlitz wie folgt: 800-Nummer für die gewünschte Sprache (Spanisch oder Englisch) wählen, dann nach Anweisung die Codenummer der Karte eintasten, die anzurufende Nummer wählen – ohne „0“ – und fertig (Bsp: 1-800-49-711-555555 für Stuttgart). Eine Ansage nennt die noch verfügbaren Restminuten.

Aufschläge für Telefonate aus Hotels/Motels sind im allgemeinen niedriger als in Europa. Ferngespräche lassen sich daher vom Hotelzimmer aus bequemer führen als von einem Pay Phone. Das gilt übrigens auch für Anrufe zum Nulltarif bei einer 800-Nummer. Allerdings sollte man sich vorher an der Rezeption informieren, welche Ziffer man vorwählen muss. Wichtig ist außerdem zu wissen, dass auf der Telefontastatur nicht nur Ziffern, sondern auch Buchstaben abgebildet sind. So verbirgt sich hinter den Buchstaben A, B und C die Nummer 1. So dumm ist dieses System gar nicht, da man sich so recht einfach Telefonnummern merken kann (z.B. 1-800-HILTONS).

Feiertage

An Feiertagen ist immer ganz Amerika auf Achse und daher sind meistens auch die Highways total verstopft. Folgend eine Aufzählung aller Feiertage in den USA:

  • 01.01.: New Year’s Day
  • 3. Montag im Januar: Martin Luther King Day
  • 22.02.: President’s Day
  • Freitag vor Ostern: Good Friday
  • Letzter Montag im Mai: Memorial Day
  • 04.07.: Independence Day
  • Erster Montag im September: Labor Day
  • 12.10.: Columbus Day
  • 11.11.: Veteran’s Day
  • Vierter Donnerstag im November: Thanksgiving
  • 25.12.: Christmas Day

Maße und Gewichte

Neben dem metrischen System werden weiterhin die alten englischen Maße und Gewichte verwendet.

  • 1 inch (in) = 2,54 cm
  • 1 foot (ft) = 30,48 cm
  • 1 yard (yd) = 91,5 cm
  • 1 mile (mi) = 1,609 km
  • 1 ounce (oz) = 28,35 g
  • 1 pint (pt) = 0,47 l
  • 1 quart (qt) = 0,95 l
  • 1 gallon (gal) = 3,79 l

Temperaturen

In den USA werden Temperaturen in °Fahrenheit (F) gemessen. Die Formel für die Umrechnung von Celsius (C) in Fahrenheit und umgekehrt lautet:

°F = 32° + 1,8 x°C  bzw.  °C = (°F – 32°) : 1,8
Näherungsformel: °F = 30° + 2 x°C  bzw.  °C = (°F – 30°) : 2

Celsius: -15° -10° -5° 0° 5° 10° 15° 20° 25° 30° 35° 40°

Fahrenheit: 5° 14° 23° 32° 41° 50° 59° 68° 77° 86° 95° 104°

(Natur)gewalten

Gewalt

Reisen im Westen der USA ist für die meisten Touristen gleichbedeutend mit überwiegend Fahrten durch dünnbesiedelte Gebiete, den Besuch von Nationalparks und Übernachtungen in Kleinstädten und Dörfern oder auf Campingplätzen. Alles von Gewaltkriminalität kaum belastete Orte, eher ist das Gegenteil der Fall. Auch die typischen touristischen Anziehungspunkte in den Großstädten von Disneyland bis zur Golden Gate Bridge sind nicht bekannt für Mord und Totschlag. Wenngleich man dort Kamera und Geldbeutel vorsichtshalber fest im Griff hat und das Auto möglichst nicht zu abseits parkt. Solang man mit gesunden Menschenverstand an die Erkundung von Land und Menschen herangeht, kann eigentlich nichts passieren. Man sollte es z.B. tunlichst vermeiden nach Einbruch der Dunkelheit in Downtown L.A. flanieren zu gehen. Wir hatten pures Glück, das uns bei diesem abendlichen Ausflug nichts passiert ist! Ansonsten können wir von keinem traumatischen Erlebnis oder einer anderen brenzligen Situation erzählen. Während unseres ganzen Urlaubs wurden wir auch kein einziges Mal angepöbelt oder beleidigt.

Erdbeben

Das letzte schwere Erdbeben in der Region von San Francisco ereignete sich 1989. Es dauerte zwar nur 15 Sekunden und erreichte eine Stärke von 6,9 auf der Richter-Skala. Trotzdem stürzte z.B. der obere Teil der Bay Bridge dabei ein. Die Seismologen sind sich sicher, das zukünftig mit stärkeren Beben zu rechnen sei. Die geologische Spannung im San Andreas Graben, der die Nahtstelle zwischen den tektonischen Platten des Pazifik und des nordamerikanischen Kontinents markiert, verminderte sich zwar durch die Erdverschiebung von 1989 um ca. 1-2 m innerhalb einer 50 km Zone, erhöhte sich jedochin der Nähe San Franciscos und Umgebung weiter. Doch es scheint, dass die drohende Katastrophe den Leuten an der Westküste auch Energie liefert: Wo jeden Moment alles zu Ende sein kann, wird gefeiert, als gäbe es kein Morgen.

Von den USA nach Kanada oder Mexiko

Aus den USA nach Kanada

Wenn Du  zum Beispiel von Seattle aus nach Kanada reisen und einen kurzen Abstecher nach Vancouver machen möchtest, so ist das im Grunde völlig unproblematisch! Alle Mietwagen- und Wohnmobilverleiher lassen eine Fahrt über die Grenze nach Kanada zu. Alternativ ist aber auch zum Beispiel von Seattle aus ein Übersetzen mit der Fähre möglich.

An der Grenze gibt es in der Regel keine größeren Probleme. Die Kontrollen in Kanada sind wesentlich entspannter als in den USA. Auf der Rückreise wird man aber gerne in punkto eingeführter Lebensmittel befragt.

Wichtig: Das Visa Waiver Program läuft natürlich ganz normal weiter. Nach 90 Tagen müssen Sie dann zwingend wieder die Heimreise antreten.

Aus den USA nach Mexiko

Etwas kniffliger ist es es, wenn sie zum Beispiel von San Diego aus einen Abstecher nach Tijuana machen wollen, denn quasi alle Mietwagen- und Wohnmobilverleiher verbieten Fahrten nach Mexiko ausdrücklich! Insofern muss man dann seinen Mietwagen kurz vor der Grenze parken und dann als schnöder Fußgänger die Grenze überschreiten. Hier sind die Kontrollen auch deutlich schärfer als bei einem Übertritt nach Kanada!

Wirklich empfehlenswert ist ein Abstecher nach Tijuana aus meiner Sicht nicht. Zum einen ist Tijuana aufgrund seiner Grenznähe kaum als echtes Mexiko zu beschreiben, zum anderen ist die Kriminalität sehr hoch. Insofern bewegt man sich hier immer mit einem sehr mulmigen Gefühl in der Magengegend.

6 Kommentare

  1. Hallo,

    danke für die sehr nützlichen Informationen und Tipps. Wir planen im Juni eine Wohnmobilreise Las Vegas, San Francisco, Los Angeles, San Diego und zurück nach Las Vegas. Einiges wußten wir schon, aber es immer wieder interessant was andere so erleben.

    Schöne Grüße aus Magdeburg

  2. Hallo,

    danke auch von meiner Seite. Habe schon eine ganze Reihe nützlicher Tipps hier gefunden. Frage noch zum Thema telefonieren und mobiles Internet. Wollen von San Diego Richtung Las Vegas und dann nach San Francisco. Gibts dort Handyempfang und empfiehlt es sich dort eine Prepaid Karte zu kaufen??

    Danke und Gruß,
    Denis

  3. Hi Denis,

    versuch mal Dein Glück hier: http://www.wer-weiss-was.de/Anfragen/www_de/archiv/1069821/prepaid-datentarif-usa.html

    Ich bin da aktuell auch ziemlich blank auf diesem Gebiet. Anderfalls mal im Forum posten!

    Viele Grüße
    Thomas

  4. Hi,
    also zu dem Thema Mobiles Internet und Handy habe ich mich letztes Jahr schon erkundigt und es ist alles recht schwierig da man in den Staaten nichts bekommt was sich lohnen würde (da man ja nur während des Urlaubes da ist).

    Ich habe es so gemacht und ein Ipad (Iphone) mitgenommen, darauf Skype installiert und dann einfach Skype guthaben aufgeladen.
    In jedem Hotel, Outlet, Restaurant oder Kaffee hat man W-Lan und kann dann bequem über Skype in good old Germany anrufen :-)

  5. Hallo :)

    Vielen Dank für die wertvollen Tipps!

    Wo wurde denn das Foto aufgenommen, auf dem eine Reihe von Bergen und die Straße mit Linkskurve zu sehen ist? (ganz oben befinden sich immer 3 bilder im Wechsel)
    Leider stehen keine Infos dabei.

    MFG
    Michi

  6. Hi Michi,

    aber gerne doch!

    Das von Dir angesprochene Bild dürfte eine Gesteinsformation aus dem Goblin NP zeigen. Alle Bilder stammen von Wolfgang Staudt, dessen Bilder Du u.a. hier bewundern kannst: https://www.flickr.com/photos/wolfgangstaudt/albums/page2

    Viele Grüße
    Thomas

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