USA Westküste

© Ein Photo von Wolfgang Staudt

2. Tag

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Los Angeles

Donnerstag, 16.06.05: Muskelberge und eine Riesenfledermaus
Wetter: vormittags bewölkt, später sonnig
Temperatur: 25° C

Nach einer kurzen Nacht – ich war schon wieder um 3 Uhr wach – geht’s um 8 Uhr nach einer erfrischenden Dusche in einen typisch amerikanischen Hotel-Frühstücksraum. Hier können wir zwischen kleinen, aber überraschend sehr leckeren Croissants, Cornflakes und leider dem handelsüblichen läpprigen Kaffee in Styropor-Bechern wählen. Anschließend springen wir noch kurz an der Hotellobby ins Internet und mailden der Heimat, dass wir heile angekommen sind. Zudem wird natürlich noch gecheckt wie denn unsere deutschen Rumpelfüßer beim Confed-Cup gespielt haben.

Ich am Venice BeachDann aber ab zu unserem ersten Ziel auf diesem Trip: Venice Beach. Doch als wir schon mitten im dichten Stadtverkehr sind, muss ich mit Schrecken feststellen, dass ich meinen Rucksack mit Flugticket und Reisepass am Internetrechner vergessen habe. Also geht’s postwendend und mit erhöhtem Adrenalin-Pegel wieder zurück ins Hotel. Gott sei Dank steht da immer noch unberührt mein Rucksack herum. Dann geht’s aber endgültig rauf auf die #405 Richtung Norden.

Nach ca. 45 min. Fahrt auf der staufreien Car-Pool-Fahrbahn (für mich die beste Erfindung in den letzten 10 Jahren!) erreichen wir bei bewölktem Himmel den Venice Beach. Das lockere Westcoast-Feeling greift sofort auf uns über. Überall schnuckelige Stände, die zumeist T-Shirts verkaufen, Unmengen an Sandwich- und Burgerläden, skurrile Typen und die unglaubliche Weite des sehr sauberen und nahezu menschenverlassenen Strandes. So einen Strand findet man in ganz Europa nicht!

Typisch für Venice Beach: Ein Bodybuilder bei der ArbeitWir füllen unsere Mägen erstmal mit einem leckeren Sandwich und beobachten einige Bodybuilder beim Aufpumpen ihrer Muskeln. Dann beschließen wir zum Hollywood- und Sunset Blvd. rüberzufahren.

Wir parken im Virgin Megastore-Parkhaus am Anfang des Sunset Blvd. Wobei mir dabei fast ein Riesenmalheur passiert, denn als ich den Parkschein ziehen will, rutsche ich von der Bremse ab und wir fahren Richtung Schranke. Im letzten Moment kann ich aber das Auto noch rechtzeitig stoppen. Puh, Adrenalin-Pegel wieder senken…

Als erstes schlendern wir den Sunset Blvd. entlang. Doch hier gibt es nun wirklich nichts Aufregendes zu sehen. Also schnell hinauf zum Hollywood Blvd., der parallel verläuft. Mich zieht es dann gleich einmal in den American Eagle Store, wo ich mir eine mit Löchern versehene Denim-Jeans für spottbillige 49,-$ kaufe.

Ansonsten ist die Atmosphäre wie gehabt: Laienschauspieler haben sich als Hollywood-Stars bzw. -Figuren verkleidet, Unmengen an Touris drängeln sich auf beiden Seiten und bestaunen die in den Asphalt eingesetzten Sterne mit den Namen der Hollywood-Größen (Kann mir einer eigentlich sagen, warum das eigentlich so spannend ist???) und es tönt einem laute Musik aus den vielen T-Shirt- und Souvenir-Shops entgegen. Mit anderen Worten: nach ca. 1 Std. hat man genug von der Hektik.

Wir entdecken, dass im Chinese Theatre BATMAN BEGINS läuft und entschliessen uns kurzerhand für je 11$ Karten zu kaufen. Die Zeit bis zur Vorstellung vertrödeln wir uns im nahegelegenen Starbucks, denn uns hat es schon wieder nach einem guten Kaffee gelüstet.

Nach dem Film, den wir beide übrigens sehr gelungen finden, geht’s dann aber auch schon wieder Richtung Parkhaus. Und ich stelle fest, dass der Hollywood Blvd. bei Nacht doch wesentlich interessanter ist als bei Tag. Zwar immer noch laut, aber die Luft ist immer noch angenehm warm und die vielen Lichter von Leuchtreklame und Restaurants sorgen für eine wirklich coole Atmosphäre. Wir löhnen dann noch die 16$ Parkgebühr und fahren gemütlich zurück ins Hotel.

Autor: Flinsi

Hallo, ich bin Thomas und habe mein Herz an meine wunderbare Freundin und die amerikanische Westküste verloren. Was mich so sehr an der US Westcoast fasziniert? Am meisten liebe ich die traumhaften Landschaften, die grandiosen Nationalparks und die faszinierenden, pulsierenden Metropolen. All das gepaart mit dem lockeren amerikanischen Lifestyle machen für mich die perfekte Rundreise aus.

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