USA Westküste

© Ein Photo von Wolfgang Staudt

19. Tag

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Morro Bay – Santa Barbara – Los Angeles

Sonntag, 03.07.05: Wieso passiert das immer mir?
Wetter: neblig – sonnig
Temperatur: 18 ° – 30° C

Ich brauche an dieser Stelle sicherlich nicht nochmals erwähnen, dass es auch an unserem dritten Tag in Morro Bay beim Aufstehen neblig war, oder? Uns ist es mittlerweile total schleierhaft, wieso Morro Bay ein Ferienort sein kann, wenn es doch immer diese unsägliche Nebelwand gibt. Aber das wird eines der ungelüfteten Geheimnisse in meinem Leben bleiben.

Wir bereuen zu keiner Sekunde unseren Entschluss hier schnellstens über Santa Barbara nach Los Angeles abzuduften. Wir packen schnell alles zusammen, schauen zum Abschied nochmals im 2Dogs rein und fahren dann über den Highway #1 nach Santa Barbara, wo wir um die Mittagszeit eintreffen.

Santa Barbara kannte ich schon von meinem 99er Trip, aber ich hatte schon wieder vergessen, wie schön und makellos die vielen historischen Gebäude im mexikanisch-spanischen Stil sind. Grandios und beeindruckend sind auch die vielen Palmen, die sich links und rechts die Straßen säumen. Vor allem aber die State Street, die in die Innenstadt führt, mit ihren vielen Shops, Bars und Restaurants hat es uns angetan. Also schnell geparkt und gleich hinaus zum Bummeln und Shoppen!

Leider verdeckt der Nebel die grandiose Aussicht von unserem Zeltplatz auf den Malibu BeachMein Herz schlägt gleich höher, denn hier gibt es nahezu alle meine Lieblingsklamottenläden: American Urban Outfitter, American Eagle und Abercrombie & Fitch. Ich bin wieder voll in meinem Element. Aber auch Michael ist von Santa Barbara hellauf begeistert und verlustiert sich in CD-Shops. Als wir dann unseren Magen spüren, kehren wir in einem kalifornischen Pizza- und Pasta-Schnellrestaurant ein. Was sich schon nach dem ersten Bissen (leckere Hühnchenpasta mit Gorgonzola-Soße) als absoluter Volltreffer herausstellt!

Ein Blick auf unseren virtuellen Zeitplan verrät uns, dass es langsam Zeit wird das wunderschöne Santa Barbara zu verlassen – was uns wirklich sehr schwer fällt. Somit fahren wir also weiter zu unserem heutigen Zielort: L.A.

So langsam nimmt nun auch wieder der Verkehr stark zu. Gott sei Dank gibt’s aber nur in der Gegenrichtung ein grandiosen Stau. Ist aber auch logisch, denn es ist ja das “4th of July weekend“:-) So fahren wir also die mittlerweile völlig überfüllte #1 bis zum Malibu Beach runter. Und was soll ich sagen? Hier tanzt wirklich der Bär. Tausende von Surfern, Fahrradfahren, Skatern und Sonnenanbetern tummeln sich an dem kilometerlangen Strand und genießen bei schönstem Wetter das verlängerte Wochenende. Westcoast-Feeling par excellence!

Unser Reiseführer leitet uns zum Malibu Beach RV Park, gleich oberhalb der #1, den wir auch ohne große Mühe gleich finden. Eigentlich sind wir diesen Campground ohne große Hoffnung auf einen freien Zeltplatz angefahren, doch irgendwie hat es der liebe Gott in diesem Urlaub gut mit uns gemeint. Denn, obwohl Michael eigentlich mal wieder ein richtiges Bett herbeisehnt, haben wir die Möglichkeit, für unverschämte $41 einzuchecken. Was wir dann auch nach kurzer Diskussion tun.

Schatzi: Das Restaurant des GouvernatorsSo tuckeln wir mit unserer Rennmaschine den steilen Anstieg hoch und staunen über den gigantischen Ausblick auf den Malibu Beach und den Pazifik. Zwar ist es vom Parkplatz rüber zum Zeltplatz einige Meter zu Fuß, aber das ist nicht weiter tragisch. Unsere Nachbarn haben sich schon auf das kommende Ereignis bestens vorbereitet: jede Menge Futter und Getränke und natürlich Feuerwerkskörper. Es scheint also lustig zu werden!

Als Abendprogramm haben wir uns das von Arnold Schwarzenegger betriebene Restaurant Schatzi auferlegt, das mitten auf der Main Street in Santa Monica liegt. Es ist zwar etwas nobler, aber preislich auch für Schwaben immer noch im Rahmen. Außerdem sind wir ja im Urlaub und da schaut man bekanntlich nicht so aufs Geld (zumindest muss mir das mindestens einmal am Tag einreden:-). Über die Küche und die Bedienung lässt sich ebenfalls nicht großartig klagen. Vom Hörensagen soll der Kaiserschmarrn besonders empfehlenswert sein. Michael und ich ziehen es aber vor, einen Chinese Salad bzw. Spaghetti zu bestellen. Beides war extremst lecker!

Nach dem Essen passiert mir dann noch ein kleines, na nennen wir’s mal, Malheur: als wir gerade unseren Verdauungsspaziergang auf der Main St. tätigen, macht es plötzlich “Flatsch” und mir klebt ein riesiger gelblich-brauner Kothaufen im linken Auge bzw. auf meiner Brille! Wirklich sehr lecker! Michael lacht sich natürlich schlapp, während ich hektisch versuche mir das eklige Etwas mit Tempos aus dem Gesicht zu wischen. Ich weiss nicht, welcher Vogel es da auf mich abgesehen hatte, aber es waren auf jeden Fall volle 10 Punkte!

Wahrscheinlich hat mich das so aus der Fassung gebracht, dass ich zu allem Überfluss auch noch fast auf den für Autos gesperrten Santa Monica Pier gefahren wäre. Nur das aufgeregte wilde Winken und das höhnische Grinsen der Passanten konnte meine vermeintliche Irrfahrt noch stoppen. Nach all der Aufregung konnte ich dann doch eingermaßen gut einschlafen.

Autor: Flinsi

Hallo, ich bin Thomas und habe mein Herz an meine wunderbare Freundin und die amerikanische Westküste verloren. Was mich so sehr an der US Westcoast fasziniert? Am meisten liebe ich die traumhaften Landschaften, die grandiosen Nationalparks und die faszinierenden, pulsierenden Metropolen. All das gepaart mit dem lockeren amerikanischen Lifestyle machen für mich die perfekte Rundreise aus.

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