1. Information
Der Mesa Verde Nationalpark liegt westlich der Rocky Mountains. Er ist der kulturhistorisch bedeutsamsten Nationalpark der USA. Von der Einfahrt ($10 Eintritt) bis hinauf zum Far View Visitor Center auf einer dicht bewaldeten, grünen Hochfläche (bis zu 600 in über der Umgebung), die dem Park zu seinem Namen verhalf, sind es 16 mi. In den Canyons dieser Tafel entdeckte man erst Ende des vorigen Jahrhunderts die sogenannten Cliff Dwellings, unter höhlenartigen Überhängen angelegte Steinbehausungen. Sie wurden von Stämmen der präkolumbischen Anasazi vor rund 800 Jahren errichtet, aber bereits lange vor der Entdeckung Amerikas wieder aufgegeben.
Im sehenswerten Museum auf der Chapin Mesa bei den Park Headquarters, 5 mi südlich des Besucherzentrums am Spruce Canyon, vermittelt eine Ausstellung ein plastisches Bild von den Klippendörfern, ihrer Entstehung, Bauart der Häuser und Lebensweise ihrer Bewohner. Umfangreiche Funde an Tongeschirr, Waffen und Kleidung halfen bei der Rekonstruierung der Kultur der Anasazi.
2. Sehenswürdigkeiten
Neben einigen größeren Dörfern existieren Überreste vieler kleinerer Anwesen in den gelbfarbigen Felswänden. Eine Besichtigung des besonders gut konservierten Dorfes Spruce Tree House unterhalb des Museums ist individuell möglich. Ranger beaufsichtigen die Ruinen und stehen für Erläuterungen zur Verfügung. Alle weiteren Dwellings liegen an zwei separaten Rundstrecken. Die attraktivere von beiden ist der östliche Loop an Cliff Palace und Balcony House vorbei. Für deren Besichtigung benötigt man ein Tourticket ($2), das im Far View Visitor Center erhältlich ist, und zwar nur für eines der beiden Dörfer am selben Tag. Wartezeiten sind die Regel.
Zur westlichen Wetherhill Mesa, die von der Chapin Mesa durch mehrere Canyons und die Long Mesa getrennt liegt, verkehrt vom Farview Visitor Center ein Bus (keine indivduelle Fahrt möglich; Anmeldung erforderlich). Die wichtigsten Ruinen im Wetherhill Bereich sind das Long und Step House, beide aber nach einer Besichtigung der Chapin Mesa Dwellings nur bei großem Enthusiasmus für die Kultur der Anasazi sehenswert.
3. Übernachtung
Direkt im Park gibt es nur die Far View Motor Lodge ($60 – $95), (970) 529‑4421, jedoch findet man im ca. 10 mi von der Einfahrt in den Park entfernten Cortez eine auf den Mesa Verde Tourismus eingestellte Infrastruktur mit zahhlreichen Motels und Hotels von denen das Gros die Durchgangsstraßen besetzt. Das Preisniveau ist dort nicht so hoch wie im benachbarten Durango. An der östlichen Einfahrt nach Cortez läßt sich das lokale Visitor Center nicht übersehen. Dort ist u.a. eine Unterkunftsliste verfügbar.
Der große Morfield Cainpground kurz hinter der Einfahrt in den Nationalpark (noch unterhalb des Hochplateaus) bietet sowohl einfaches CamPing als auch Stellplätze mit Hook‑up; der Platz kann reserviert werden: (970) 565‑2133.
4. Kommentar
“Der Mesa Verde Nationalpark ist sicherlich nicht der spektakulärste seiner Art, punktet aber eindeutig aus kulturhistorischer Sicht. Schließlich begann die Geschichte des “Grünen Tisches” vor gut 1400 Jahren, als sich die ersten albnomadische Stämme auf diesem Hochplateau niederließen. Und so kann man insbesondre im parkeigenen Museum sehr viel über die Geschichte des Landes kennen lernen und versteht anschließend auch die Historie der verschiedenen Indianer-Stämme sehr viel besser. Zusätzlich zum obligatorischen Besuch des Cliff Palace und Balcony House kann man auf den verschiedenen Trails, die bei eitem nicht so überfüllt sind, wie die z.B. im Yosemite wunderbar wandern. Das absolute Muss ist dieser Park aber nicht!”

