USA Westküste

Las Vegas

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1. Gut zu wissen

Zahlen

  • 37,4 Millionen Menschen besuchten im Jahre 2004 Las Vegas (90% davon waren US-Amerikaner)
  • 545$ verspielt ein Tourist durchschnittlich und braucht dafür 4,5 Tage
  • 90$ kostet eines der Zimmer der 132.000 Hotelzimmer im Schnitt
  • 39.713.982.25$ gewann ein Amerikaner 2001 – an einem Automaten

Beste Reisezeit

Las Vegas ist eine klassische Indoor-Stadt: Man muss hier nicht unbedingt an die Luft gehen und kann somit das ganze Jahr über ohne auf die Jahreszeiten zu achten hinreisen. Aber: Im Sommer ist es wirklich, wirklich heiß!

Durchschnittswetter
 Monat Temp. Regentage Sonnenschein
Januar
8° C
5
5 Std./Tag
Februar
11° C
5
6 Std./Tag
März
14° C
8
7 Std./Tag
April
19° C
9
8 Std./Tag
Mai
24° C
8
8 Std./Tag
Juni
30° C
6
9 Std./Tag
Juli
33° C
4
10 Std./Tag
August
32° C
6
9 Std./Tag
September
27° C
7
7 Std./Tag
Oktober
21° C
9
6 Std./Tag
November
13° C
6
5 Std./Tag
Dezember
8° C
6
4 Std./Tag

Geschichte

Las Vegas ist in diesem Jahr (2005) 100 Jahre alt geworden, und die Historie der Stadt liest sich wie eine Räuberpistole: Ohne die Mafia und Kriminelle wie den berühmten Bugsy Siegel würde es die Stadt so nicht geben. Heute wird Las Vegas von einem Bürgermeister regiert, der früher Mafiaanwalt war. Die komplette, sehr aufregende Geschichte der Stadt liest man im Buch „Las Vegas. Geld. Macht. Politik“ (Zweitausendeins, 596 Seiten)

Rauchen

Ja, Las Vegas ist eines der letzten US-amerikanischen Refugien für Raucher: Hier wird gequarzt, was die Lunge hergibt. Vor allem in den Kasinos ist bei vielen Spielern die Fluppe im Mund unerlässlich. Das hat aber vor allem in den laten Kasinos zur Folge, dass man unter den niedrigen Decken im Nebel leicht klaustrophobisch werden kann.

Übernachtung

Es gibt zwei Möglichkeiten in Las Vegas eine Unterkunft zu finden. Entweder über ein Reisebüro, das ist sehr teuer, oder man ruft direkt beim Hotel an bzw. reserviert über die Website. Denn: Mit leeren Zimmern verdienen die Hotels kein Geld. Ach so: Handeln ist durchaus erlaubt!

Auto fahren

In Las Vegas kann man sich durchaus einen Wagen mieten. Die Stadt ist einfach gebaut und hinter jedem Hotel, Kasino gibt es große Parkplätze. Taxen hingegen sind vor allem nachts zum Teil nur mit Wartezeit zu bekommen.

2. Hotels

  • Bellagio 3600 Las Vegas Blvd., Tel 693 71 11, DZ 139 – 499$ LUXUS – Hier fühlt sich wohl, wer ein wenig europäischen Luxus sucht. Das „Bellagio“ ist nicht ganz so themenintensiv, wie die meisten anderen Hotels in der näheren Umgebung, sondern in erster Linie einfach nur ein großes, schönes repräsentatives Las-Vegas-Hotel – na gut: Ein bisschen nach Italien soll’s aussehen. Vor dem Haus ruht ein riesiger See, der abends dank einer ausgeklügelten Licht- und Fontänenshow zur Attraktion wird.
  • Mandalay Bay 3950 Las Vegas Blvd., Tel 693 70 00, DZ ab 99$ LUXUS – Wie angenehm: mal ein Hotel, bei dem man nicht durchs Kasino muss, um auf sein Zimmer zu gelangen. Das ganze Haus ist ein wenig im südostasiatischen Stil gehalten, aber auf sehr dezente Art und Weise. Die Zimmer zählen zu den schönsten am Strip, die Bäder sind fantastisch (in den eingelassenen Wannen kann man nach einer harten Nacht wunderbar das im Kasino verlorene Geld vergessen).
  • Wynn Las Vegas 3131 Las Vegas Blvd., Tel 770 78 00, DZ ab 179$ DESIGN – Las Vegas‘ neuestes, luxuriösestes und teuerstes Haus hat 2,7 Milliarden Dollar gekostet.Angeblich müssen hier pro Tag zwei Millionen Dollar Umsatz erwirtschaft werden. Allerdings: Hier fällt es leicht, sein Geld zu lassen, weil a) die Zimmer die schönsten der Stadt sind (mit bodentiefer Vollverglasung und unfassbar bequemen Betten) und b) man das Hotel eigentlich nicht verlassen muss. Hier gibt es alles: vom Ferrari-Händler bis zum französischen Luxusrestaurant. Der hoteleigene Golfplatz ist angeblich der beste in ganz Las Vegas, die Poollandschaft eine Sensation!
  • The Hotel at Mandalay Bay 3950 Las Vegas Blvd., Tel 632 77 77, DZ ab 189$ DESIGN – Wenn man auf dem Strip eleganten Menschen begegnet, die aussehen, als ob sie für die französische Vogue arbeiten, wohnen sie sicher im „THEhotel“. Das Haus sieht von innen so aus, wie wir es lieben: minimalistisch designt, mit edlen Hölzern, viel Schwarz und Plasmafernsehern auf den Zimmern. Dazu riesige marmone Bäder – und kein Kasino, wenngleich es einen Übergang zum „Mandalay Bay“ gibt. Ein Hotel für erwachsene Städter mit gutem Geschmack.
  • The Venetian 3355 Las Vegas Blvd., Tel 414 10 00, DZ 125 bis 399 $ LUXUS – Fehlen nur die Tauben – dann wäre die Venedig-Illusion perfekt. Das „Venetian“ sieht tatsächlich fast italienisch aus, mit einem Markusplatz-Nachbau, mit Gondolieri, italienischen Polizeiuniformen und künstlich gealterten Steinen für die Fassade. Die Zimmer? Klasse. Mit Flachbild-Fernsehern in den Badezimemrn und super bequemen Betten. Einzige Enttäuschung: die sterile Poollandschaft
  • Ceasar’s Palace 3570 Las Vegas Blvd., Tel 731 71 10, DZ ab 99 $ Römische Säulen, falscher Marmor, nachgebaute Statuen und Bediengungen in Togen: Als das „Ceasars“ 1966 gebaut wurde, sollte es römische Dekadenz verkörpern. Man kann sagen: Das ist gelungen, wenngleich im Jahre 2005 der ganze Italo-Plunder eher lächerlich aussieht. Aber mal ehrlich: Aber genau das will man ja in Las Vegas – lachen! Die Zimmer sind aber echt fein.
  • The Mirage 3400 Las Vegas Blvd., Tel 791 71 11, DZ 79 – 399 $ MITTELKLASSE – Der riesige Vulkan vor dem Haus, der nach Einbruch der Dunkelheit alle 15 Minuten ausbricht, soll demnächst komplett erneuert werden – zu langweilig. Das sagt eigentlich alles über das „Mirage“. Das Hotel in dem auch Siegfried und Roy ihre Shows gaben, galt lange als Musterkomplex. Nun steht langsam eine Generalüberholung an, zumindest was die Attraktionen anbetrifft. Zu den Zimmern (durchschnittlich, die Bäder sind vielleicht ein wenig zu klein) gelangt man nur durch das Kasino. Hinter dem Haus befindet sich eine der schönsten Poollandschaften in Las Vegas
  • Excalibur 3850 Las Vegas Blvd., Tel 597 77 00, DZ ab 49 $ STANDARD – Die Stein gewordene Definition von Kitsch. Eines der größten Resort-Hotels der Welt und ein geschmacklicher Amoklauf. Das Hotel ist einem weißen Fantasieschloß nachempfunden, erinnert an Disneyland auf Droge.
  • TI at The Mirage 3300 Las Vegas Blvd., Tel 894 71 11, DZ ab 69 $ STANDARD – Das Haus mit dem berühmten Piratenschiff davor will erwachsen werden. Deshalb heißt es nicht mehr“Treasure Island“, sondern“TI“. Im einst familienfreundlichsten Hotel am Strip kämpfen die Piraten mittlerweile gegen Stripper, und eigentlich darf man froh sein, dass im Inneren der ganze Schatzkisten- und Totenkopf-Plunder verschwunden ist. Das „TI“ ist eigentlich ein sehr schönes Hotel, die Zimmer sind sogar eine Spur charmanter als die in der großen Hotel-Schwester, dem“Mirage“.
  • Luxor 3900 Las Vegas Blvd., Tel 262 40 00, DZ ab 99 $ STANDARD – Eine 30-stöckige Pyramide, aus deren Spitze ein 315000-Watt-Lichtstrahl gen Himmel schießt. Geschmackssache, klar, und wenn man sich genügend über die herumstehenden Ramses-Statuen, Sphingen, Hieroglyphen und die Kreuzung von ägyptischem Kitsch mit Art déco amüsiert hat, stellt man fest: So übel ist der Laden gar nicht. Die Zimmer sind ungewöhnlich charmant, und manche Suiten in Außenlage verfügen wegen der schrägen Wände sogar über Whirlpools mit Blick in den Sternenhimmel. Der hoteleigene Nachtclub“Ra“ ist ganz okay; außerdem tritt hier die Blue Man Group auf.
  • Palms Resort & Casino 4321 W. Flamingo Road, Tel 942 77 77, DZ ab 79 $ STANDARD – Waldorf-Jünger dürften sich hier wohl fühlen: So viele Kurven, so wenig Kanten. Klarer Fall von „overdesigned„, alles ist abgerundet. Passt ja auch zur berühmtesten Bewohnerin: Britney Spears entschloss sich hier volltrunken zu ihrer Blitzehe. Im Haus sind zwei sehr angesagte Clubs untergebracht, die“Ghost Bar“ und das „Rain“. Die Clubeingänge liegen neben den Fahrstühlen, sodass man sich am Wochenende durch eine riesige Menge perfekt aussehender 19-Jähriger kämpfen muss, um auf sein Zimmer zu kommen. Was ja nicht das Schlechteste sein muss. Die Zimmer selber: Spears-Standard, also völlig okay.
  • Golden Nugget 129 Freemont Street, Tel 385 71 11, DZ ab 59 $ LOW BUDGET – Das“Golden Nugget“ war das erste Gebäude in Las Vegas, das eigens für den Kasino-Spielbetrieb gebaut wurde. Das war 1946, und ein bisschen fühlt man sich wie auf einer Zeitreise. Hier, in Downtown, hat Las Vegas seine Wurzeln, aber oll ist hier nichts. Im Gegenteil: Die Zimmer sind schön (und im Nordturm etwas größer als im Südturm), und man muss nicht durchs Kasino laufen, um ins Bett zu gelangen.
  • Terrible’s 4100 Paradise Rd , Tel 733 70 00, DZ ab 29 $ LOW BUDGET – Dieses Hotel ist gar nicht schrecklich, allenfalls furchtbar günstig. Für weniger als 30 Dollar in der Nähe des Strip zu übernachten ein Schnäppchen. Natürlich sind die Zimmer eher basic und kaum erwähnenswert. Aber sauber und gepflegt. Innen gibt es einen 24-Stunden-Coffeeshop, draußen eine wunderschöne Poolanlage.
  • Plaza Hotel & Casino One Main Street , Tel 386 21 10, DZ ab 39 $ LOW BUDGET – Willkommen in der Vergangenheit! In diesem Downtown-Hotel fühlt man sich in die sechziger Jahre zurückversetzt. Tausende Glühbirnen – in Las Vegas in Zeiten digitaler Displays scheinbar Relikte aus der Steinzeit – beleuchten den Eingang. Innen einer der plüschigsten Showrooms überhaupt, mit dickem Teppich, üppigem Samt und Glitzervorhang. Die Zimmer: sauber, unspektakulär, okay.
  • La Quinta Inn: Las Vegas Blvd, ab $59
  • Travelodge South Strip: Las Vegas Blvd, ab $39
  • International Hostel: Las Vegas Blvd S, ab $12

 3. Shopping

  • Fashion Show Mall 3200 Las Vegas Bivd S., Tel. 369 83 82, Mo‑Fr 10‑21, Sa 10‑20 und So 11‑18 Uhr MODEMEILE – Direkt gegen­über vom neuen“Wynn Hotel“ scheint ein Ufo gelandet zu sein, und so richtig wundert man sich in Las Vegas gar nicht darüber. Aber in Wirklichkeit beherbergt die kühne Stahlkonstruk­tion ja auch keine Aliens, sondern gut 250 Läden, Restaurants und Boutiquen. Parkplätze gleich hinter dem Gebäude.
  • The Meadows Meadows Lane, Tel. 878 33 31, Mo‑Sa 10‑21, So 10‑18 Uhr EINKAUFSZENTRUM – Eine riesige Mall mit mehr als 140 Geschäften, darunter vier große Kaufhäuser (Macy’s, Dillard’s, Sears und JC Penney), in denen man wirklich alles bekommt. Unter der hohen Decke des Centers sorgen Bäume und Brunnen für ein bisschen Abwechslung, 15 Schuhläden machen mehr als glücklich, in der großen Fressmeile wird man satt.
  • Las Vegas Premium Outlets 875 Soth Grand Central Parkway, Tel. 474 75 00, Mo‑Sa 10‑22, So 10‑21 Uhr OUTLET CENTER – Outlets sehen immer irgendwie gleich aus, vor allem in Amerika. Aber dieses hier ist wenigstens neu. Hier sind beinahe alle großen Designer mit ihren B‑Linie­zu finden: Armani, Calvin Klein, D&G, Kenneth Cole, Tommy Hilfiger, Ralph Lauren und, und, und. Hier kann man Einkaufen, bis die Kreditkarte brennt. Getrübt wird das Shopping‑Vergnügen allein durch den Umstand, dass die im Stil eines kleinen Dorfes gehaltene Mall nicht überdacht ist. Bei Hitze verglüht man.
  • Serge’s Showgirl Wigs 953 E. Sahara Ave., 7321015, Mo‑Sa 10‑17.30 Uhr PERÜCKENLADEN – Wer sich fragt, wieso die Showgirls, Tänzerinnen und Drag­queens in den Clubs so tolle Haare haben, findet hier eine mögliche Lösung: Perücken, Perücken, Pe­rücken und dazwischen Haarteile. Seit 23 Jahren ist Serge die Perücken­Koryphäe in Las Vegas, mehr als 2000 Toupets hat er auf Lager, vom Modell „Dolly Parton“ bis hin zum Spießerscheitel. Seine Top­Qualität kostet; Bei 130 Dollar fängt es an, einen Tausender wird man aber auch schnell los. Direkt gegenüber gibt es zum Glück noch einen Outlet‑Store mit Perücken für deutlich unter 100 Dollar.
  • Grand Canal Shoppes im Venetian HOTELSHOPPING – Unter kunstvoll mit Schäfchen­wolken bemaltem Deckengewölbe shoppt man im „Venetian“ im Ambiente eines Venedig der Renaissance. Natürlich ist alles aus Plastik, Pappmachde oder aus dem Baumarkt, aber der Kanal, der neben dem Hauptweg verläuft und auf dem Gondoliere leise plätschernd Touristen übers Wasser transpor­tieren, hat schon was. Angenehmerweise ist die Einkaufswelt direkt von draußen erreichbar, sodass man nicht erst eine Viertel­stunde durchs Kasino laufen muss. Innen alle großen Marken.
  • Via Bellagio im Bellagio HOTELSHOPPING – Hier gibt es zwar nicht ganz so viele Läden wie in anderen Ho­telpassagen ‑ dafür ist die Qualität bemerkenswert: Prada, Chanel, Gucci ‑ was braucht man mehr? Die Passage ist eher ruhiger, nicht overdesignt und ideal zum Entspannen. Auch wenn man zum Einkaufen die Kreditkarte mit einer gewissen Todesverachtung zücken muss. Aber denken Sie daran: In den Kasinos kann’s auch teuer werden.
  • Forum Shops im Ceasar’s Palace HOTELSHOPPING – Quasi die Konkurrenzveranstaltung zum“Venetian“: Auch hier soll sich der Gast wie im alten Italien fühlen, aller­dings eher wie im Römischen Reich. Auch hier ist alles aus erlesenstem Plastik, und das Himmelgewölbe ist genauso kunstvoll mit Wölkchen bemalt. Wo ist der Unterschied? Im „Caesars Palace“ ist alles noch eine Spur beeindru­ckender, es gibt regelmäßig bizarre Wasserfontänen‑ und Bacchus‑Shows. Und hier gibt es ein gigan­tisches Aquarium sowie ein lmax‑Kino. Und natürlich die üblichen verdächtigen Designerläden.

4. Restaurants

  • Sensi im Bellagio 3600 Las Vegas Blvd , Tel 693 71 11, Lunch täglich 11-14:30, Dinner 17-22:30 Uhr GOURMET – Wie wohl tuend: Das neue Restaurant „Sensi im Bellagio“ ist eine Stiloase in der Wüste des Kitsches: zurückgehalten designt, viel dunkles Holz und Metall, etwas Naturstein und vier offene Edelstahlküchen. Verantwortlich für das Design ist der Tokioter Architekturstar Noriyoshi Muramatsu, die exquisite Küche verantwortet ein Deutscher: Martin Heierling, der auf die sonst in Las Vegas üblichen, den Teller überlappende Fleischstücke verzichtet und stattdessen leckere Leichtigkeiten serviert. Teuer, aber sehr gut!
  • Bartolotta Ristorante Di Mare im Wynn 3131 Las Vegas Blvd , Tel 770 34 63, Lunch täglich 11:30-14:30, Dinner 17:30-22:30 Uhr ITALIENISCH – Wenn man sich von der kitschigen Musik und den riesigen Puppen, die von Roboterarmen gesteuert werden, nicht ablenken lässt, kann man bei Paul Bartolotta gut essen. Jeden Tag werden frische Meeresfrüchte aus Italien eingeflogen, auf dem Teller liegen eher kleine, aber feine Portionen.
  • Okada im Wynn 3131 Las Vegas Blvd , Tel 770 71 00, Dinner ab 17:00 Uhr JAPANISCH – Eines der besten Sushi-Lokale der Stadt. Küchenchef Takashi Yagahashi zaubert asiatische Kleinigkeiten auf den Tisch, von denen man nicht genug bekommen kann. Das Interieur ist edel und halbwegs zurückgenommen designt – nur die überdimensionierten Essstäbchen an der Decke konnte sich der Architekt nicht verkneifen. Ein Dinner für zwei kostet um die 100 Dollar.
  • Capital Grille Fashion Show Mall, 3200 Las Vegas Blvd., Tel. 932 66 31, Lunch 11:30 – 15, Dinner ab 17 Uhr Amerikanisch – Zwar nur eine Filiale einer großen Grill-Kette, aber: Die Steaks hier sind der Hammer und so zart, dass man sie mit dem Löffel essen kann. Alles andere auf der Karte ist sicher auch okay, vor allem die mehr als 900 Weine – aber hier kommt man nur fürs Fleisch!
  • Calypsos im Tropicana Resort & Casino 3801 Las Vegas Blvd., Tel. 739 22 22, täglich 24 Stunden Amerikanisch – Leider viel zu selten auf dem Strip zu finden: ein solides, preisgünstiges Restaurant. Hier geht’s bei sechs Dollar los, und die Burger zum Selbstzusammenstellen schmecken richtig gut. Witzig: Die thailändischen Satay‑Spieße stehen in der Karte unter der Überschrift „Classic American“.
  • Carson Street Cafe im Golden Nugget 129 Freemont Street, Tel. 385 11 11, täglich 24 Stunden Amerikanisch – Kleiner Laden, der an einen gewöhnlichen Coffeeshop erinnert. Warum wir ihn dennoch empfehlen? Die Sandwiches sind sehr gut, und der berühmte“Bread Pudding‚ wird angeblich noch heute nach einem Rezept gemacht, das die Mutter von Vegas‑Mogul Steve Wynn ersonnen hat. Und, ja, billig ist’s hier auch.
  • Hofbräuhaus 4510 Paradise Road, Tel. 853 23 73 – Als Stefan Gastager, gebürtiger Münchner und Weltenbummler, beschloss, ein Hofbräuhaus in Las Vegas zu bauen, fotografierte er zunächst jedes Detail des Münchner Originals und gab die Bilder seinem amerikanischen Architekten. Das Resultat: In Las Vegas sieht es aus wie in München, nur ein bisschen kleiner. Hier gibt es echtes HofbräuhausWeißbier aus der elektronischen Zapfanlage, Obatzda‑Käse und Weißwürscht mit süßem Senf. Klingt bizarr? Ist es auch! Aber an den Wochenenden ist hier der Teufel los. Muss man wenigstens einmal gesehen haben.
  • Lotus of Siam 953 E. Sahara Ave, Tel. 735 30 33,täglich 11.30‑14.30 und 17.20‑21.30 Uhr Thailändisch – Dieser Laden ist wirklich weit entfernt vom Strip. Auch sonst zieht es einen nicht in diese öde Ecke. Aber ein amerikanischer Gourmet‑Kritiker hat geschrieben, dieser Laden sei das beste Thai‑Restaurant in Nordamerika. Mag sein: Hier findet man auch unbekanntere Thai‑Spezialitäten, und der Besitzer fährt angeblich zweimal pro Woche nach Los Angeles, um frische Kräuter zu kaufen. Tipp: sich einfach auf die Empfehlungen der Bedienung verlassen!
  • Jodi Maroni’s Sausage Kingdom im New York-New York Las Vegas Blvd S., Tel. 740 69 69, 8‑23 Uhr SANDWICHES – Eigentlich nur einer von vielen guten Fastfood‑Ständen in der Fressmeile („Foodcourt“) des“New York‑New York“. Aber hier gibt es die leckersten Würstchen ever! Zum Beispiel das Tequila-Chicken‑Würstchen mit gegrillten Zwiebeln und Peperoni im Sesamteig. Überhaupt ist der Foodcourt eine gute Adresse für den kleinen Hunger zwischendurch.
  • Border Grill im Mandalay Bay 3950 Las Vegas Blvd S., Tel. 632 74 03, 11.30‑ 23 Uhr MEXIKANISCH – Der vielleicht beste Mexikaner der Stadt. Innen ist alles groß und bunt, sodass man sich vorkommt wie in einem Spielzimmer für Erwachsene. Noch schöner ist die üppig umwachsene Terrasse mit Blick auf den „Mandalay Bay“‑Pool. Was hier auf den Teller kommt, ist knackfrisch und typisch mexikanisch.
  • Ti’s Dishes im Treasure Island Las Vegas Blvd S., Tel. 894 7111, Frühstück 7‑111 Lunch 11‑16, Dinner 16‑22.30 Uhr INTERNATIONAL – Reines Büfett‑Restaurant. An einer locker 30 Meter langen Ess‑Straße kann man sich sein Tablett den ganzen Tag lang mit Leckereien aus aller Welt beladen. Sushi oder Grillplatte oder Pasta: Erstaunlicherweise schmeckt’s sogar, und 15 Dollar für All‑you-can‑eat sind nicht zu viel.
  • Aureole im Mandalay Las Vegas Blvd S., Tel. 632 74 01, Dinner von 18‑23.30 Uhr INTERNATIONAL – Momentan eines der schönsten Restaurants der Stadt. Mittelpunkt ist ein transparenter Glasturm, in dem 60000 Weinflaschen lagern. Ein angeseilter blonder Engel im Kletteranzug holt die Flaschen, die man vorher auf einer elektronischen Touchscreen‑Karte ausgesucht hat, aus den Regal. Klar: Die Weinauswahl und ‑qualität ist hier phänomenal. Für die Speisen gilt: Glück und Unglück sitzen manchmal am gleichen Tisch ‑ nicht alles, was für teures Geld aus der Küche kommt, ist wirklich gelungen. Anderes ist hinreißend. Hingehen, staunen ‑ und nicht aufs Geld achten.

5. Kasinos

  • Wynn 3131 Las Vegas Blvd S., Tel. 770 70 00 Wahrscheinlich das einzige Kasino der ganzen Stadt, in dem man Tageslicht erhaschen kann. Im nagelneuen „Wynn Hotel“ ist alles sauber und übersichtlich, das Dekor ist auch für europäischen Geschmack durchaus okay ‑ nur: Gewonnen haben wir hier nichts.
  • MGM Grand 3799 Las Vegas Blvd S., Tel. 89177 77 Eines der größten Kasinos der Stadt: Knapp 16 000 Quadratmeter, vollgestellt mit Spielautomaten und Tischen. Nach spätestens einer halben Stunde hat man sich verlaufen. Oder bricht seinen Las‑Vegas‑Trip ab, weil man in einen High-Roller‑Slot 500‑Dollar-Chips gesteckt hat. Okay, und nun die gute Nachricht: Angeblich spucken die Ein‑Dollar‑Automaten jeden Tag eine Million Dollar aus. Da muss doch etwas zu machen sein!
  • Bellagio 3600 Las Vegas Blvd S., Tel. 987 66 67 Die Schöpfer des Kasinos im“Bellagio“, waren, so viel ist klar, in ihrem Leben schon ein paar Mal in Monte Carlo spielen ‑ und schauen. Denn so soll es hier aussehen: europäisch schick, elegant, mit Automaten in Marmor‑ und Edelholzfassungen. Positiv fällt uns hier die hohe Decke auf, außerdem findet man sich auf den gut gekennzeichneten Wegen schnell zurecht. Die Mindesteinsätze sind hier allerdings etwas höher als in anderen Kasinos, und wer einen Blick in den HighRoller‑Room wirft, sieht Männer mit ausdruckslosen Gesichtern, die beim Black Jack mit 100.000‑Dollar-Chips jonglieren.
  • Mandalay Bay 3950 Las Vegas Blvd S., Tel. 632 77 77 Vielleicht liegt es daran, dass das „Mandalay“ eines der südlichsten aller Hotel‑Kasinos ist und die klassische Laufkundschaft hier am Ende des Strip ein wenig ausbleibt: Im“Mandalay“ spielt man deutlich ruhiger und entspannter als in vielen anderen Kasinos, das Design ist luftig, die Atmosphäre wenig hektisch, und die Stühle sind bequem.
  • Ceasar’s Palace 3570 Las Vegas Blvd S., Tel. 7317110 Wohin soll man zuerst schauen: Zu den Statuen aus falschem Marmor? Oder zu den entzückenden jungen Damen in römi schen Togen, die einem die (wie in vielen Kasinos für Spieler kostenlosen) Drinks servieren? Widmen wir also dem Spiel oder ‑ auch nicht uninteressant ‑ den Sportwetten, die man hier abschließen kann. Vor einer riesigen Videowand kann man dann Sportergebnissen aus der ganzen Weit entgegenfiebern.
  • Binion’s Horseshoe 128 E. Freernont St, Tel. 38216 00 Benny Binion ist eine Berühmtheit in Las Vegas. Das einzige Denkmal der Stadt, das einen Menschen zeigt, zeigt: Genau, Benny Binion. Egal, dass der Mann nachweislich in diverse Morde verwickelt und auch sonst nicht für besonders saubere Geschäftspraktiken bekannt war. Unter niedrigen Decken wird hier gezockt, was das Zeug hält, angeblich mit den höchsten Limits der ganzen Stadt. Ja, hier trifft man die echten Spieler.
  • Golden Nugget 129 Freemont St, Tel. 385 7111 Dieser Laden atmet den Charme des frühen Las Vegas. Das Casino gehörte noch bis vor kurzem dem berühmten Steve Wynn (der jetzt das“Wynn Hotel“ gebaut hat). Hier glitzert es so golden, wie man es von Las Vegas erwartet. An einigen Tischen kann man zumindest tagsüber schon mit fünf Dollar Mindesteinsatz spielen.
  • Main Street Station 200 N. Main Street, Tel. 38716 96 Eines der schönsten Downtown‑Kasinos. Alles sieht altmodisch aus, ein bisschen viktorianisch. Wer noch nicht alles verzockt hat, sollte sich unbedingt einen Drink an der wunderschönen Bar gönnen. Dank hoher Decken besteht hier kaum Platzangstgefahr.

6. Nightlife

  • Pure im Ceasar’s Palace 3570 Las Vegas Blvd, Tel. 735 83 23, Eintritt mindestens 20 Dollar CLUB – The Place to be! Definitiv einer der Hotspots der Stadt, sogar Steffi Graf hat hier investiert. Hier treffen einheimische Hipster, Promis, NachwuchsModels und Touristen, die wissen, wie man sich richtig anzieht, aufeinander. Es gibt drei Tanzflächen, jede mit eigenem DJ. Wer 350 Dollar hinlegt, kann sich eine eigene, weißlederne Kuschelecke mieten und hat einen perfekten Blick auf die Perlen der Nacht und die leicht erotisierenden Tänzerinnen, die auf der Bühne und Schaukeln unter der Decke viel Dekolletee zeigen. Vom Balkon aus hat man den perfekten Blick auf den Strip.
  • Sapphire 3025 S. Industrial, Tel. 796 00 00, Eintritt mindestens 20 Dollar STRIP-BAR – Willkommen im größten Strip‑Club der Welt! 65000 Quadratmeter, die nur einem Thema gewidmet sind: nackten Frauen. Wer noch nie in einem Strip‑Club war, sollte hier beginnen: Alles ist sauber, modern und angenehm freundlich. Auf drei Bühnen wird getanzt (eine davon hat einen Glasboden, man kann sich also ‑ gegen Aufpreis ‑ die Show von unten ansehen), große Videobildschirme übertragen das Geschehen, und wer 20 Dollar investiert, kann sich mit einer der hübschen Tänzerinnen für einen Lapdance, einen Strip auf dem Schoß, zurückziehen. Wie in ganz Las Vegas gilt: No Sex! (Obwohl die Stadt voller Prostituierter ist). Aber: Strip‑Bars sind keine Puffs!
  • Mix im Mandalay Bay 3950 Las Vegas Blvd S., Tel. 632 77 70, Eintritt min. 15 Dollar LOUNGE – Ein wirklich spektakulärer Laden, den man über einen gläsernen Fahrstuhl vom“THEhotel“ aus erreicht. Im 64. Stock des „Mandalay Bay“ hat man einen Gänsehaut‑Blick über die Stadt, vor allem, wenn man in den bequem in den Sofas auf dem breiten Balkon lümmelt. Die Musik ist dezent, das Design ist stylish und angenehm zurückhaltend. Die Drinks sind kräftig ‑ und der Gang aus WC ist ein Erlebnis: Hier pinkelt man dank Vollverglasung mit Blick auf die Stadt. Sensationell!
  • Rain 4321 W. Flamingo Road, TelL 940 72 46, Eintritt mindestens 20 Dollar TECHNO-CLUB – Das“Rain“ öffnet um 23 Uhr, also sollte man sich um spätestens 22 Uhr vor die Tür stellen. Gemeinsam mit ein paar hundert anderen, die sämtlich so aussehen, als würden sie auf der Stelle tot umfallen, wenn sie heute nicht eingelassen werden. Ja, das „Rain“ ist eines der coolsten Fleckchen in Las Vegas. Man will hier rein. Die DJs spielen die richtige Musik (Techno und House), innen ist alles geschmackvoll designt, und kaum eines der fantastischen Mädchen, die man hier trifft, trägt eine größere Konfektionsgröße als 34.
  • Ra im Luxor 3900 Las Vegas Blvd S., Tel. 262 40 00, Eintritt10‑30 Dollar CLUB – Das „Ra“ war vor einigen Jahren sehr beliebt ‑ mittlerweile erlebt der Club eine zweite Blüte. Der Laden ist ‑ der Name verrät’s ‑ im ägyptischen Stil designt, gespielt wird vor allem Dance und Techno. Mittwochs ist Pleasuredome Night (House), freitags wird Rock, Hiphop und 80erSound gespielt. Das Publikum ist Mitte/Ende 20, und die Mitarbeiter sind einigermaßen freundlich ‑was in Las Vegas eher unüblich ist.
  • The Beach 365 S. Convention Center Drive, Tel. 73119 25, Eintritt min. 5$ DISCO – Wer eine Location sucht, die 24 Stunden geöffnet ist, in der sich abends zur besten Zeit verschwitzte Körper junger Menschen so eng aneinander reiben, dass kein Blatt Papier dazwischen geht, ist hier am Ziel. Der zweistöckige Laden ist im Tropen‑Look dekoriert, die Bedienungen tragen Bikinis, haben einen Körperfettanteil von schätzungsweise drei Prozent, und die Soundanlage (gespielt wird alles, was Mainstream ist) ist State of the Art. Wer mag, kann beim „Jell‑O‑Shot‑Contest“ alkoholhaltige Gelatinewürfel von den Körpern seiner Mitspieler (meist um die 20 und gut aussehend, 70 Prozent Jungs) schlecken. Noch Fragen?
  • Ghost Bar im Palms Resort & Casino W. Flamingo Rd., Tel. 942 77 76, Eintritt mindestens 10 Dollar CLUB – Einer der zurzeit sehr angesagten Clubs, in den man geht, wenn man es darauf anlegt, den ein oder anderen Promi zu treffen. Seltsamerweise heißt es, der Club befinde sich im 55. Stock des“Palms Hotel“ ‑ dabei liegt er im 42. Stock. Der Ausblick ist trotzdem großartig und entschädigt für die mitunter lange Wartezeit an der Tür. Innen ist der Laden im 60er‑Jahre‑Stil dekoriert, dazu viel Silber. Gespielt wird vor allem Elektronisches und Hiphop. Dabei ist die Musik eher nebensächlich ‑ hier will man gesehen werden. Wen man hier trifft? Perfekt gestylte Endzwanziger, noch nicht entdeckte Starlets und Touristen, die nach Promis Ausschau halten. Bitte etwas feiner anziehen!
  • Cheeta’s 2112 Western Ave., Tel. 384 00 74, Eintritt min. 10 Dollar STRIP-CLUB – In diesem Laden wurde der Film“Showgirls“ gedreht ‑ aber dank einiger Renovierungen kann man das kaum erkennen. Auf einer großen und diversen kleinen Bühnen spulen die Tänzerinnen routiniert ihr Programm ab und erwarten großzügige Spenden. Das Publikum ist 30 bis 40 Jahre alt, das Personal freundlich. Den Lapdance gibt’s für 20 Dollar.
  • Whiskey Sky im Green Valley Ranch Resort 2300 Paseo Verde Pkwy, Tel. 617 75 60, Eintritt mindestens 10 Dollar LOUNGE – Dieser trendige Laden wurde von Randy Gerber, dem Ehemann von Cindy Crawford, gegründet. Angenehmerweise trifft man hier nur selten Touristen – dafür viele gut aussehende Einheimische und macnhmal ein paar Promis, die hier die Zeit verbringen wollen, ohne ständig begafft zu werden (aber natürlich werden sie hier trotzdem ständig begafft). Entspannt Atmosphäre, zu der maßgeblich die vielen Betten beitragen, die hier herumstehen.
  • House of Blues im Mandalay Bay 3950 Las Vegas Blvd S., Tel. 632 76 00, Tickets 18‑250 Dollar ROCK – Mal abgesehen von der kitschigen Folklore, die hier an den Wänden hängt, dem Disneyland‑Touch und den künstlich verwitterten Hölzern ‑ in diesem Laden treten die ganz Großen auf, Henry Rollins, Garbage, Seal ‑ diese Liga. Beinahe jede Nacht gibt es eine Rock‑ und Blues‑Show, und wer auf diese Musik steht, ist hier bestens aufgehoben. Tipp: Oben gibt es eine Theaterbestuhlung, von hier hat man die beste Sicht auf die Bühne.
  • Light im Bellagio 3600 Las Vegas BlvdS., Tel. 693 83 00, Eintritt ab 25 Dollar CLUB – Irgendwie wirkt dieser Laden erwachsener als viele andere in Las Vegas. Das mag am hölzernsamtenen Dekor liegen, vielleicht aber auch an den entspannten Gästen, die zu Old‑School, Hiphop und Pop tanzen, als ob sie auf einer großen, privaten Party wären.
  • Sky Lounge at the Polo Towers 3745 Las Vegas Blvd S. Tel. 26110 00 BAR – Willkommen in den achtziger Jahren! Die dominierenden Farben Schwarz und Purpur sind Geschmackssache, und den Großteil der Dekoration kann man ‑ nun ja ‑ Kitsch nennen. Aber wir empfehlen diese Bar trotzdem. Warum? Weil man von hier, meist sogar ohne lange Wartezeit am Eingang, einen tollen Ausblick über die Stadt hat, weil man hier ab 8.30 Uhr morgens einen Drink bekommt, und weil häufig abends guter Piano‑Jazz live gespielt wird.

7. Shows

  • Blue Man Group im Luxor 3900 Las Vegas Blvd S., Tel. 262 40 00, Tickets 94 Dollar Die Männer in Blau performen ja mittlerweile in vielen Städten, sogar in Berlin. Die Truppe in Las Vegas jedoch hat zum einen den Ruf, besonders perfekt zu sein, und zum anderen ist ihre Show eine angenehme Alternative zu all den Akrobaten, die man in den meisten anderen Hotels so zu sehen bekommt. Also: keine Trampolins und Drahtseilakte, dafür jede Menge virtuose Schlagzeugbehandlungen, Farbplanschereien und künstliche Körperflüssigkeiten. Dazu martialische, blaue, haarlose Gesichter und, nun ja, die Chance oder die Gefahr, als Zuschauer Teil der Show zu werden. Weggucken hilft nicht!
  • Le Rêve im Wynn 3131 Las Vegas Blvd S., Tel. 770 70 00, Tickets 110 Dollar Im modernsten Theater der Stadt, im kreisrunden The Wynn Theater, sitzt man maximal 14 Reihen von der Bühne entfernt und hat von jedem Platz aus einen perfekten Blick. Das Theater wurde komplett auf die neue Show des Altmeisters Franco Dragone abgestimmt.“Le Rêve“ ist eine Mischung aus Artistik, Theater und MultimediaShow, mit einer Bühne, die zum großen Teil aus einem Wasserbecken besteht, in und an dem mehr als 70 Künstler atemberaubende Dinge zeigen. Der Inhalt? Schwer zu sagen ‑ es geht hier mehr um eine Abfolge von traumhaften Bildern.
  • Cirque du Soleil: Mystère im TI 3300 Las Vegas Blvd. S., Tel. 894 77 22, Tickets 95 Dollar Unter der Marke Cirque du Soleil performen gleich vierArtistik‑Truppen in Las Vegas. Neben der „Myst~‑re‑Show“ kann man sich im „MGM‑Grand“ „KA“ anschauen, im „Bellagio“, „0“ und im „New York‑New York“ die erotische Show „Zumanity“ (über die allerdings ein Hamburger, der die Reeperbahn kennt, nur müde lächeln kann). Mystère ist eine Art Klassiker der Tanzakrobatik, eine Reihe surrealer Bilder im Wechsel mit artistischen Kraftakten, bei denen man schon beim Zuschauen ein Muskelreißen verspürt.
  • Cirque du Soleil: Ká im MGM Grand 3799 Las Vegas Blvd S., Tel. 89177 77, www.cirquedusoleil.com, Tickets ab 99 Dollar Eine der neusten und besten Shows in Las Vegas. „KÁ“ erzählt eine Saga von getrennten Zwillingen ‑ einem Jungen und einem Mädchen ‑, die eine gefährliche Reise überleben ‑üssen, um einander zu ‑finden. Bogenschützen und andere Krieger jagen die Zwillinge unerbittlich durch Wälder, Küsten und Berge. „KÁ“ ist eine Kombination aus Akrobatik, Kampfkunst und Puppenspiel in Verbindung mit der neusten Pyrotechnik und teuersten Multimedia-Anlage der Stadt. Kinder unter fünf Jahren dürfen nicht rein, Jugendliche unter 18 müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.
  • Céline Dion im Ceasar’s Palace 3570 Las Vegas Blvd S., Mi‑So 20 Uhr, Tickets ab 80 Dollar Man muss diese Show einfach erwähnen, auch wenn Céline Dion darin vorkommt. Denn: Es ist durchaus bemerkenswert, wenn in Las Vegas ein Künstler einen Dreijahresvertrag bekommt (der angeblich mehr als 100 Millionen Dollar wert ist). Es ist ebenfalls bemerkenswert, wenn die Produktion einer reinen Gesangsshow 150 Millionen Dollar kostet. Reine Gesangsshow? Na gut, hier fliegen Klaviere durch die Luft, wehen Stürme über die Bühne, und die Tänzerinnen sind vielleicht die schönsten von ganz Nevada. Die Show ist ein Highlight für alle Céline‑Dion‑Fans ‑ für alle anderen ist sie ein aufwendig inszeniertes, teures Konzert einer Sängerin mit schiefem Gesicht. Ob die Dion live singt? Man weiß es nicht. Aber sie covert an 200 Abenden im Jahr Sinatra und Stevie Wonder mit glockenklarer Stimme ‑ ihren Fans dürfte das genügen.

8. Attraktionen

  • Freemont Street Freemont St. Es ist erst wenige Jahre her, da war Downtown Las Vegas ‑ eigentlich die historische Keimzelle der Metropole ‑ die trübe Schmuddelecke der Stadt, Dann nahmen die StadtVäter 70 Millionen Dollar in die Hand und brachten das Viertel auf Vordermann. Zum Beispiel mit einer riesigen, 30 Meter hohen, fünf Häuserblocks langen Überdachung der berühmten Freemont Street. Nachts wird das kuppelartige Dach mit Lichteffekten und Lasern beleuchtet ‑ und der Aufwand hat sich gelohnt.
  • Liberace Museum 1775 E. Tropicana Ave., Tel. 798 55 95, Mo‑Sa 10‑17, So 12‑16 Uhr, Eintritt 12 Dollar Wow. All der Luxus, Glamour und Exzess des berühmten Pianisten und Entertainers Liberace in einer Ausstellung! Hier sieht man seine juwelenverzierten Autos, seine juwelenverzierten Kostüme und seine juwelenverzierten Flügel. Das ist Las Vegas pur: alles, was man mit viel Geld und wenig Geschmack kaufen kann! Natürlich kein Wort über die Aids‑Erkrankung des homosexuellen Künstlers, an der er 1987 starb. Aber durchaus empfehlenswert!
  • Stratosphere Thrill Rides 2000 Las Vegas Ad S., Tel. 380 77 77, Eintritt: Big Shot 8 Dollar, High Roller 4 Dollar, X‑Scream 8 Dollar plus 9 Dollar für den Turm. So‑Do 10‑14, Fr‑Sa 10‑1 Uhr Auf dem berühmten Stratosphere Tower geht’s zur Sache: Mittlerweile drei Fahrgeschäfte sind in luftiger Höhe (270 Meter) installiert: Der High Roller ist die höchste Achterbahn der Welt, mit dem Big Shot kann man sich den Turmmast hoch katapultieren lassen, um dann im freien Fall 48 Meter wieder hinunterzustürzen, und mit dem neuen X‑Scream schaukelt man nahezu schwerelos neben der Turmplattform. Ein teures Vergnügen. Aber ein Vergnügen.
  • Atomtestmuseum 755 East Flamingo Road, Tel. 794 5151, Mo‑Sa 9‑17, So 13‑17 Uhr, Eintritt 10 Dollar Seit den fünfziger Jahren detonierten bis 1992 vor den Toren Las Vegas 928 Atombomben ‑ und die Stadt war stolz auf die Tests: Die Kasinos warben damit, dass neu gewürfelt werden dürfe, wenn durch die Atomtests wieder einmal die Erde bebte, und regelmäßig wurde die „Miss Atomic Bomb“ gekürt. In dem ernst zu nehmenden Atomtestmuseum, das zum Glück nicht mit protzigen Effekten arbeitet, kann man sich die Geschichte der Atomtests anschauen. Besucher dürfen sogar selbst Gammastrahlen messen, und regelmäßig hört man dumpfe Explosionsgeräusche.
  • Elvis-A-Rama 3401 Industrial Rd, Tel.3097200, Eintritt 9,95 Dollar Hier findet man: Eivis‘ Sozialversicherungskarte, seine Notizbücher, seine Militäruniform ‑ nur sein Highschool‑Ring wurde angeblich gestohlen. Insgesamt lagern in diesem Museum Elvis‑Memorabilien im Wert von drei Millionen Dollar ‑ leider in etwas unübersichtlichen Kästen ausgestellt und nicht immer zufriedenstellend etikettiert.
  • Monorail Ticktes: 3 Dollar (einfache Fahrt) Die Las Vegas Monorail erinnert an den Transrapid: Auf Stelzen und nur einer Schiene verkehrt ein vollautomatischer Zug entlang der Ostseite des Strip. Auf einer Länge von rund 6,5 Kilometern hält der Zug an sieben Stationen und verbindet acht der größten Hotels sowie das Convention Center miteinander. Leider erreicht man die meisten Stationen nur umständlich durch die Kasinos der Hotels, sodass man zu Fuß entlang des Strips beinahe genauso schnell ist. Trotzdem gute Taxialternative für längere Strecken.
  • Casino Legends Hall of Fame Museum im Tropicana3801 Las Vegas Blvd S., Tel. 739 54 44, Eintritt 6,95 Dollar, täglich 9‑21 Uhr Keine schlechte Idee, vor der ersten Runde Black Jack oder Roulette erst mal hierher zu kommen Mehr als 15 000 Ausstellungsstücke erzählen die Geschichte des Spielens‘ Hier gibt es alte Fotos zu bestaunen sowie alte Chips, Karten und Würfel. Danach kann man getrost den Zocker‑Abend beginnen. Viel Glück!

9. Kommentar

„Las Vegas ist wahrscheinlich die kränkste Stadt auf diesem Globus. Es ist unglaublich wie Menschen aus aller Welt vor irgendwelchen bescheuerten Daddelautomaten von Tag bis Nacht sitzen und literweise Alkoholika in sich hinein schütten. Natürlich darf man die architektonische Leistung bei den Hotelgebäuden nicht unter den Teppich kehren und auch Nachts kann man seinen Spaß haben. Und ich bin auch der Meinung, dass jeder einmal kurzzeitig in dieser Scheinwelt gelebt haben sollte, um zu realisieren wie schön doch die eigene Heimatstadt, und sei es auch nur Bottrop, ist.“

Autor: Flinsi

Hallo, ich bin Thomas und habe mein Herz an meine wunderbare Freundin und die amerikanische Westküste verloren. Was mich so sehr an der US Westcoast fasziniert? Am meisten liebe ich die traumhaften Landschaften, die grandiosen Nationalparks und die faszinierenden, pulsierenden Metropolen. All das gepaart mit dem lockeren amerikanischen Lifestyle machen für mich die perfekte Rundreise aus.

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