Grand Canyon NP:
1. Sehenswürdigkeiten
Trails:
Ein Besuch am Grand Canyon ohne einen Marsch in die
Tiefe gemacht zu haben, ist nur die Hälfte wert. Der Abstieg zum
Colorado River ist dabei kaum ein Problem. Aber der Aufstieg gerät
ohne ausreichende Kondition zur Tortur. Im Sommer herrscht selbst bei
moderaten Temperaturen am Rand (ca. 2100 m beim Village) weiter unten
eine erhebliche Hitze. Bis Mai und ab Mitte September, wenn es oben
bisweilen noch/schon recht kühl sein kann, sind die Temperaturen
auch im Canyon erträglich. Die Ranger raten dringend von einem
one-day-hike ab. Man hat wohl zu oft Wanderer, die sich zuviel zugemutet
hatten, herausfliegen müssen.
Vom Südrand existieren zwei Wege nach unten: Dem
populären, weil weniger steilen Bright Angel
Trail mit drei Wasserstellen ist im ersten Teil des Verlaufs der
Blick nach rechts und links genommen. Zudem wird er noch stärker
als der Kaibab Trail von den stinkenden Muli-Expeditionen genutzt, was
zur Folge hat, dass der Weg sehr staubig und eine Zumutung für
die Nase ist. Andererseits liegen an diesem Trail auf halber Höhe
die weniger spektakulären Indian Gardens
mit Campground. Gesamtdistanz: 29 km. Abstieg
machbar in 3-4 Stunden. Aufstiegsdauer je nach Kondition 5-8 Stunden.
Nicht ohne Stolz sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass Philipp
und ich den one-day-hike in 6h 20min geschafft haben! Wer kann das schon
von sich behaupten? Als kleiner Tipp sei gesagt, dass man ohne ausreichenden
Sonnenschutz, Wasser, Nahrung (viel Obst) und das richtige Schuhwerk
nicht weit kommt!
Auf dem steileren South Kaibab Trail
(bei Sommerhitze gesperrt) gibt es keine Wasserstelle, dafür aber
die Weite des Blicks von Anfang an. Die Distanz ist mit 11 km deutlich
geringer, und Muli Karawanen stören weitaus seltener. Der Abstieg
ist bei guten Gelenken in 2 Stunden möglich, der Aufstieg bei 13%
durchschnittlicher Steigung allerdings eine arge Schinderei; Zeitbedarf
ab 5 Stunden.
Ein weitaus weniger anstrengender und dennoch sehr schöner Wanderweg
ist der Rim Trail (Vom Mather Point führt
dieser Trail bis zum Hermit's Rest).
Aussichtspunkte:
Hopi Point
Hier pilgern alle Touristen hin, um den Sonnenuntergang zu genießen
Mather Point
Überwältigender Ausblick
Maricopa
Wunderschöne Aussicht, West Rim Drive
Grand View Point
Einer der Höhepunkte, East Rim Drive
Hermits Rest
Letzter Aussichtspunkt in westlicher Richtung
Sonstiges:
Helikopterflug
Sightseeing aus der Luft, 30 min kosten $80
IMAX-Kino
Eindrucksvoller Film über den Grand Canyon, $8, Tusayan
Schlauchboot-Trips
Die populären, meist schon ausgebuchten und extrem teuren Wildwasserfahrten
starten in Lees Ferry bei Marble Canyon, Reservierung unter (800) 473-4576,
www.grand-canyon.az.us/r&o
2. Essen+Trinken
Im Camper Village bekommt man von der Holzkohle über Schweinefleisch
bis zum guten Bud alles, was das Herz begehrt. Allerdings darf man sich
nicht über die überteuerten Preise wundern. Auch hier gilt
das Gesetz der Marktwirtschaft!
Restaurants:
General Store (Babbit's), Delicatessen, Arizona Steakhouse,
Bright Angel Restaurant, Bright Angel Fountain, El Tovar Dining Room,
Maswik Cafeteria, Yavapai Cafeteria, Hermits Rest Snack Bar.
3. Übernachtung
Campgrounds:
Fürs Zelten im Canyon benötigt man ein Permit.
Man erhält es nur per Post, und zwar bis zu 5 Monate im voraus
beim Backcountry Reservation Office, Grand Canyon, AZ 86023; ein Anruf
unter (520) 638-2474 oder 7875 klärt die jeweils aktuellen Details
(nur möglich Mo-Fr 21-1 Uhr MEZ). Mit einer Reservierung für
die Phantom Ranch (jenseits der Hängebrücke über dem
Colorado) in der Hand, benötigt man kein Backcountry Permit mehr.
Die Übernachtungskosten in der Phantom Ranch betragen $22 pro Person
im Schlafsaal und $58 für die Cabins (1-2 Personen). Hinzu kommen
ggf. exorbitante Verpflegungskosten! Buchung möglichst schon ein
Jahr im voraus (303) 297-2757.
Camper Village (Viel Komfort, aber sehr häßlich
neben dem Hubschrauberlandefeld gelegen, $15), Mather Campground (Schön
viel Platz, aber miese sanitäre Anlagen, $12), Trailer Village
($18, mit Hook-ups), Desert View Campground (Ostausgang, First-com-first-served),
Ten-X Campground (Südlich von Tusayan); (Rerservierung
empfohlen)
Motels/Lodges:
Kurz vor den Toren des Nationalparks erreicht man Tusayan
- ein reines Hotel- und Restaurantdorf. Wer hier unterkommen will, sollte
besser reservieren. Relativ günstig (???) ist die Moqui
Lodge (ab $100). Noch teurer, aber auch komfortabler sind u.a. Best
Western Square Inn und Holiday Inn Express.
Innerhalb des Parkes bieten sich folgende Etablissements an: Kachina
& Thunderbird Lodge (ab $109), El Tovar Hotel
(Sehr teuer, aber auch sehr schön, $120), Bright
Angel Lodge ($44) Zentrale Reservierung unter: (303) 297-2757,
Fax 2175 (Rerservierung empfohlen)
4. Karten
Grand Canyon
(174 Kb)
5. Kommentar
"Wer
nicht selber am Grand Canyon war und in den selben
hinunter geblickt hat, der wird anhand von Fotos
die unendliche Weite und Gewaltigkeit dieser Gebirgsschluchten
nicht nachvollziehen können. Trotz dem unglaublich
anstrengenden Ab- und Aufstieg, kann ich nur jedem
ans Herz legen, den Grand Canyon am eigenen Leibe
zu erkundtschaften. Es bleibt eine Erfahrung fürs
Leben.
Leider mussten wir unser Bild von einem kaum besuchten
und erschlossenen Nationalpark mit ein paar Handvoll
Campgrounds relativ schnell wieder korrigieren.
Denn der Grand Canyon ist wohl der Nationalpark
mit der besten Infrastruktur (selbst ein Flughafen
fehlt nicht). Und auch die in allen Reiseführern
als so romantisch beschriebenen Sonnenauf- bzw.
-untergänge waren durch die vielen Menschenmassen
bei weitem nicht so beeindruckend."
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