USA Westküste

Vorbereitung

Klima & Reisezeit

Große Unterschiede existieren zwischen der Küste und dem Landesinneren. Nahe am Pazifik wird es im Sommer selten wärmer als 25 Grad, etwas weiter östlich können bereits 35 bis 40 Grad herrschen. Dafür sind die Winter an der Küste mit 10 bis 18 Grad deutlich milder als im Raum Redding. Gute Reisezeiten sind der Frühling, September und Oktober mit angenehmen Temperaturen und wenig Nebel an der Küste.

Versicherung & Kreditkarte

Unabdingbar bei einer Reise in die Staaten ist eine VISA-Karte, eine ausreichende Auslandskrankenversicherung und natürlich der (biometrische) Reisepass, den man, sofern man noch keinen hat, ca. 8-10 Wochen vor Antritt der Reise beantragen sollte (Kostenpunkt: 59,- € / siehe auch Spiegel Online). Ohne Kreditkarte geht in den USA so gut wie gar nichts. Idealerweise sollte man sich bei seiner Bank entweder eine VISA– oder eine MasterCard-Karte besorgen. Inzwischen kann man selbst in den USA mit der Maestro Karte (die in den meisten EC-Karten inbegriffen ist) Geld bei einigen Banken abheben (z.B. Bank of America). Dies ist die günstigste Möglichkeit über Karte an Bargeld zu kommen (abgesehen von der Postbank Sparcard). Das sehr empfehlenswerte Reise-Blog viel-unterwegs empfiehlt wärmstens die VISA-Card der DKB-Bank. Warum steht hier. Ebenfalls eine gute Anlaufstelle ist kreditkartenvergleichen.com, das auch ein kostenloses E-Book für Euch bereit hält.

Wichtig ist zudem einen umfangreichen Versicherungsschutz abzuschließen. Dazu gehört zum einen eine Auslandskrankenversicherung, die es nahezu bei allen großen Versicherungen ab ca. 10,- € pro Jahr gibt. Denn schnell hat man sich bei einer Wanderung den Fuß verknackst und muss sich ärztlich behandeln lassen. Und ein solcher Arztbesuch kann ohne Versicherung ziemlich teuer werden, da man in den USA nämlich „cash“ bezahlen muss.

Zum anderen schadet es nicht, wenn man eine Reisegepäckversicherung abschließt. Die Kosten hierfür belaufen sich für einen fünf wöchigen Trip auf ca. 30-60,- € . Hängt natürlich auch davon ab, welchen Wert das Gepäck hat. Meistens gibt es die Reisegepäckversicherung nur in Kombination mit einer Auslandskrankenversicherung. Allerdings sollte man vorab peinlichst darauf achten, was einem bei Diebstahl tatsächlich wieder rückerstattet wird.

Wer Fotoapparat oder Videokamera im Urlaub versichern will, hat die Wahl zwischen einer üblichen Gepäckversicherung und einer Spezialversicherung, die auf die Bedürfnisse ambitionierter Hobbyfotografen zugeschnitten ist. Auch eine Hausratversicherung bietet einen Grundschutz im Urlaub. Der Fotoapparat und anderes Reisegepäck sind dann je nach Vertrag aber nur gegen Einbruch im Hotel oder eingeschränkt auch im Auto versichert. Reisegepäckversicherungen decken zusätzlich auch Diebstahl und raub auf offener Straße ab sowie Schäden durch Unfälle und höhere Gewalt – oft aber mit vielen Einschränkungen. Oftmals gibt es bei Reisegepäckversicherungen im Nachhinein Probleme mit der Erstattung. Speziell für Kameras und andere elektronische Geräte gibt es besondere Regelungen, weil eine höhere Diebstahlgefahr besteht. So muss man einen Fotoapparat in der Regel „sicher verwahrt mitführen“, um Anspruch auf Ersatz zu haben. Auch im Auto besteht nur begrenzter Versicherungsschutz

Bei manchen Gesellschaften darf die Kamera nur zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends aus dem verschlossenen Auto geklaut werden, bei anderen sind Fotokameras in unbeaufsichtigt abgestellten Fahrzeugen überhaupt nicht versichert. Man sollte daher genau in den Versicherungsbedingungen nachlesen, was man alles falsch machen kann. Vor allem die Paragraphen zu „begrenzt ersatzpflichtigen Schäden“ und Kraftfahrzeugen sollte man sich näher anschauen. „Grobe Fahrlässigkeit“ nennen die Versicherungsgesellschaften Verhalten, das nicht ihren Regeln entspricht – und ersetzen nur einen Teil des Schadens.

Entscheidet man sich trotzdem für eine Reisegepäckversicherung, muss man darauf achten, dass die Versicherungssumme hoch genug ist. Wenn diese etwa bei 2000 EUR liegt, gilt das für das gesamte Gepäck. Kameras und andere elektronische Geräte werden in der Regel nur bis zu insgesamt 50% dieser Versicherungssumme ersetzt. In diesem Fall liegt die Höchstentschädigung für eine Foto- oder Videoausstattung bei 1000 EUR, auch wenn die Anschaffungskosten höher gewesen sind.

Wer mit einer sehr teuren Fotoausrüstung oder als Berufsfotograf unterwegs ist, sollte ohnehin eine Spezialversicherung abschließen, z.B. Pergande & Pöthe, Fairsicherungsladen Freiburg, Roland-Altmann-Versicherungen und die Gut-Günstig-Versichert GmbH. Die weitaus höhere Versicherungssummen zulässt und grundsätzlich den Neuwert des Geräts ersetzt. Denn die meisten Reisegepäckversicherungen erstatten für Kameras nur einen Zeitwert, es wird ein pauschaler Betrag für Alter und Abnutzung abgezogen. Leider gibt es für den Zeitwert keine verbindlichen Richtlinien, weshalb dieser von den Versicherungsgesellschaften oft zu niedrig angesetzt. Fühlt man sich ungerecht behandelt, kann man sich kostenlos an den Ombudsmann für Versicherungen wenden. Auf jeden Fall muss der Vorfall sofort am Urlaubsort der Polizei gemeldet werden. Und man muss die Originalbelege der gestohlenen Gegenstände einreichen. Ansonsten droht man komplett leer auszugehen.

Anbieter:

  • Bei der Allianz reichen die Versicherungssummen von 2000 bis 5000 EUR, bei 2000 EUR zahlt man z.B. 83,30 EUR, ersetzt wird der Neuwert bis zu 50% der Versicherungssumme.
  • Bei der Barmenia zahlt man 60 EUR bei einer Versicherungssumme von 2500 EUR, ersetzt wird der Zeitwert bis zu 50%.
  • Die Europäische Reiseversicherung bietet auch ein „Rundum-Sorglos-Jahrespaket“ in Verbindung mit anderen Reiseversicherungen an. Eine Versicherungssumme von 2000 EUR über 30 Tage kostet 59 EUR.

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Routenplanung

Hat man sich mit Kreditkarte, Reisepass und einer Auslandskrankenversicherung versorgt, kann man nun zu Schritt zwei übergehen: Bestimmung der exakten Route. Es sei angemerkt, dass man im Rahmen einer begrenzten Reisezeit nie in der Lage ist, alles zu sehen, was einen reizt. Es sollten von vornherein klare Prioritäten gesetzt und geographisch ungünstig liegende Ziele ausgeklammert werden. Gar zu leicht wird sonst unterwegs die Zeit knapp und die Reise artet in Hetzerei aus.

Als erstes bestimmt man natürlich den Startort der Reise: Wir haben uns für San Francisco entschieden, da es zentral liegt und eine wunderschöne und facettenreiche Stadt ist. Genauso gut kann man natürlich auch von Los Angeles, San Diego, Denver oder Las Vegas aus seine persönliche Route zusammenstellen. Es empfiehlt sich schon in Deutschland für den Ankunfts- und den Abflugtag ein Hotelzimmer zu reservieren. Somit hat man einige Sorgen weniger. Darüber hinaus kann es nicht schaden, wenn man die ganze Route einmal schriftlich niederlegt und sich auch klar macht, wie lange man mit dem Mietwagen von einem Ort zum anderen braucht. Mitunter kann man sich aufgrund der Größe Amerikas leicht verschätzen. Wie so eine Grobplanung aussehen kann, können Sie hier (Reiseplanung.xls) ersehen.

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Mietwagen

Den Mietwagen sollte man unbedingt von Deutschland aus reservieren. Vor Ort sind die Preise um einiges höher! Beste Erfahrungen habe ich mit USA-Reisen gemacht. Hier greife ich fast immer die günstigsten Preise (tolle Frühbucher Rabatte, Navigationssystem incl.) ab, der Support ist klasse und ich habe auch immer gleich den idealen Versicherungsschutz inklusive. Es lohnt sich aber meistens in verschiedenen Reisebüros, oder noch besser online, die einzelnen Angebote zu vergleichen. Des Weiteren kann ich billiger-mietwagen und easyterra empfehlen

Fährt man zu zweit, reicht z.B. ein dreitüriger Chevrolet dicke. Zumal man vor Ort meistens immer einen besseren Wagen bekommt als ursprünglich reserviert. Man sollte es sich sehr gut überlegen, ob man das wesentlich teuere Paket B mit 1.000.000 € Zusatz-Haftpflichtversicherung abschließt. Diese Versicherung kommt bei einem selbst verschuldeten Unfall für den Schaden des Unfallgegners auf. Ohne diese Zusatzversicherung beträgt die Mindestdeckungssumme lediglich $10.000 bis $30.0000 (je nach US-Bundesstaat). Bietet der Vermieter also keine höhere Deckungssumme an, so zahlt die Versicherung bei einem selbstverschuldeten Unfall den gegnerischen Schaden höchstens bis zu diesen recht niedrigen Beträgen. Wenn’s dumm läuft, muss man für den Rest dann selber aufkommen. Ohne diese Zusatzversicherung fährt also immer Freund „Risiko“ mit.

Bei meinem ersten Trip 1999 haben wir diese Zusatzversicherung nicht abgeschlossen und haben es zu keinem Zeitpunkt der Reise bereut. Richtig gefährlich ist es ohnehin nur in den Großstädten, da hier die Verkehrsdichte extrem hoch ist. Auf den Highways selber ist es nahezu unmöglich einen Unfall zu verursachen. Die einzige Gefahr geht hier nur von den stundenlang kerzengeraden Straßen aus, die einen recht schnell sehr schläfrig machen können. Aber mittlerweile buche ich immer gleich diese 1 Million Zusatz Haftpflichtversicherung mit!

Unter Umständen müssen noch pro Tag und pro Fahrer $15 berappt werden, wenn diese unter 25 Jahre alt sind. Was in unseren Augen reine Abzocke ist. Doch Vorsicht: Diese Gebühr ist in einigen Paketen nicht enthalten und muss deshalb vor Ort bezahlt werden!

Nicht zu vergessen ist auch, dass eine extra Gebühr fällig wird, wenn der Mietwagen nicht an dem Ort wieder abgegeben wird, wo man ihn aufgenommen hat. Diese Überführungsgebühr lassen sich die Autovermieter dann gerne auch einige 100 Dollar kosten!

Finanzen

Die richtige Mischung aus den Zahlungsmitteln Bargeld, Reiseschecks und Kreditkarte ist wichtig, um nicht in die Bredouille zu geraten. Ein gewisser Barbestand sollte auf jeden Fall in der Brieftasche stecken – vorzugsweise in relativ kleinen Scheinen bis maximal $20, denn die meisten kleineren Geschäfte nehmen kein Grossgeld, da dies entweder aus dubiosen Geschäften stammt oder gefälscht ist. Man sollte deshalb bei seiner Hausbank auf $ 20 Noten bestehen – der Ärger ist sonst haeufig vorprogrammiert. Ein guter Vorrat an $1-Noten darf aber keinesfalls fehlen, da man diese z.B. am Flughafen oder für Trinkgelder unbedingt benötigt. Auch ein paar Quarter sollten immer in der Hosentasche stecken.

Sicherlich hängt es auch davon ab, wie die Reise gestaltet wird, d.h., ob man es lieber vorzieht in Hotels zu übernachten statt zu campen. Hat man den Mietwagen bereits hier gebucht und bezahlt, sollte man etwa 10% der kalkulierten Ausgaben in bar, weitere 30% in Reiseschecks und den Rest per Karte abdecken. Bei einem etwas edleren USA-Trip kann man etwas weniger Reiseschecks mitnehmen.

Mit welchen Ausgaben muss man rechnen?

Für Essen und Getränke sollte man um die $30/Tag einplanen. Damit kann man sich morgen ein Frühstück im Starbucks gönnen, mittags ein leckeres Sandwich verdrücken und Abends  auch noch eine Kleinigkeit essen gehen.  Was die Unterkunft betrifft, so sollte man für ein Doppelzimmer in mittelklassigen Hotels/Motels mit rund $70 rechnen.

Folgend eine Übersicht über die geschätzten Ausgaben für einen 3-wöchigen Roadtrip mit Mietwagen pro Kopf (Stand: Januar 2014):

  • Flug: 700 €
  • Versicherung (Reiserücktritt): 30 €
  • Essen und Trinken: 750 €
  • Benzin: 200 €
  • Hotel/Motel/Camping: 800 €
  • Mietwagen: 400 €
  • Sehenswürdigkeiten/Aktivitäten: 200 €

Summe: 3.080 €

Was muss mit?

Für fünf Wochen sollte man nicht allzu viel Gepäck mitnehmen. Doch was soll man nun mitnehmen und was sollte man lieber zu Hause lassen? Bewährt haben sich bei einer Motel/Campingkombination folgende Utensilien:

Nivea Sonnencreme Faktor 16 Labello Sunblocker Sonnenbrille Sagrotan Ethanol Tücher (Camping-Scheißhäuser) Anti-Fußpilzcreme Reiseapotheke mit Aspirin Taschenlampe „Rei in der Tube“ (Für die kleine Wäsche zwischendurch) Badeschlappen (Am besten die guten alten Adiletten) Autan (Gegen die lästigen Schnaken) Steckdosen Adapter (110/125 V)

Auf jeden Fall sollte man sich vor Ort eine große und stabile Kühlbox kaufen. Wir haben damals den Fehler gemacht eine sehr instabile Styropor-Kühlbox zu kaufen, die nicht richtig kühlte. Der Vorteil einer etwas teueren Kühlbox ist, dass sie besser abdichtet und wesentlich mehr Volumen hat und man dadurch auf Vorrat einkaufen kann. Im Endeffekt spart man so einiges an Geld. Zudem kann man sich vor Ort auch noch mit Campingutensilien wie z.B. einem Gaskocher (für frischen Kaffee) relativ günstig eindecken.

6 Kommentare

  1. Hilfreiche Tipps, danke für die Mühe.

  2. Vielen Dank für die tollen Tipps.

    Weitere Hinweise für den perfekten Road Trip quer durch die USA gibts hier:

    http://www.janasreisefieber.com/p/einleitung-road-trip-httpwww.html

  3. toll geschrieben und sehr interessant – muss es nochmals lesen soviele Infos sind da verpackt. fahre im dez. L.A. und S.F. und L.V. freu mich schon. Hab nützliche Infos bei dir geholt!

  4. Toller Artikel mit ganz wichtigen Informationen. Insbesondere auch der Hinweis auf eine Kreditkarte vor Ort finde ich sehr wichtig, denn um diese kommt man mittlerweile gar nicht mehr drum herum.

  5. Hey Thomas,
    vielen Dank für super Tipps, die du hier beschrieben hast!
    Schaue hier gerne wieder vorbei :)

  6. Danke für diese tolle Zusammenfassung, das hilft mir sehr für meine Vorbereitung für meine 1. USA Reise :-)

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