USA Westküste

28. September 2016
nach Flinsi
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Route 66 – Die Mutter aller Straßen lebt

Ruta 66, Route 66.

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich bisher noch keinen Artikel über die wohl berühmteste Straße der Welt geschrieben habe: die Route 66! Ein Wahrzeichen für Freiheit, Ungebundenheit, aber auch Nostalgie! Und da ich auch ein wenig nostalgisch veranlagt bin und ich diese Straße, die einst durch acht US-Bundesstaaten von Chicago im Osten über exakt 3945 Kilometer führte und in Santa Monica (Kalifornien) endet, in Teilstücken auch gefahren bin, wird es nun endlich Zeit ein paar Sätze dazu zu schreiben.

Zur Historie

1926 wurde die Straße offiziell als „Route 66“ ins Leben gerufen. Die Route war zwischen den 1930er- und den 1960er-Jahren die wichtigste Ost-West-Verbindung der Vereinigten Staaten. Zudem verbesserte sie entscheidend die örtliche Infrastruktur und Wirtschaft, denn viele Menschen versuchten ihr Glück im Westen zu suchen. Von Chicago im Nordosten aus führte sie durch die US-Bundesstaaten Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico und Arizona, bevor sie schließlich in Kalifornien endete. Vor allem in den Siebziger Jahren entwickelte sich die Route 66 für Hippies aus aller Welt zu einer Legende, diese pilgerten mit Motorrädern, VW-Bussen und allen möglichen anderen Gefährten Kalifornien entgegen.

Am 27. Juni 1985 erfolgte schließlich das Ende, da die Route 66 als einfache, oft kurvenreiche und einspurige Landstraße als wichtige Transkontinentalverbindung dem wachsenden Verkehr immer weniger gerecht werden konnte und durch die neuen Highways/Interstates ersetzt wurde (der von Eisenhower unterzeichnete Interstate Highway Act).

Karte
Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=332871

Die Route 66 heute

Die ursprüngliche Strecke kann man heute somit leider nicht mehr abfahren. Immerhin begegnet man noch genügend Schildern, die einen auf diese historische Straße hinweisen, so auch z.B. das Schild am Santa Monica Pier, das einem das Ende signalisiert. 1987 wurde von Anwohnern in Seligman (Arizona) die erste „Route 66 Association“ gegründet, die sogleich Nachfolger in den anderen 7 Bundesstaaten fand. Gemeinsam erreichten sie, dass die Route 66 vom US-Kongress als „Historic Route 66“ anerkannt wurde.

Wer von Euch die Historic Route abfahren möchte, sollte zwei Wochen einkalkulieren. Von Chicago geht es zunächst 220 Meilen in Richtung Springfield (Illinois). Ein kurzer Zwischenstopp in Pontiac für die „Route 66 Hall of Fame“ ist durchaus eine Überlegung wert. Von Springfield geht es weiter nach St. Louis. Als nächstes Etappenziel bietet sich Springfield in Missouri aufgrund der vielen kleinen, pittoresken Lädchen an. Die nächsten Stationen sind dann Santa Fe, Albuquerque, Holbrook und Williams am Grand Canyon, bevor es via Las Vegas, vorbei an den vielen Casinos (Klicke hier), Los Angeles nach Santa Monica geht.

Und wo ist es am schönsten?

Doch, wo ist denn nun eigentlich der schönste Abschnitt? Für Ute vom Reiseblog Bravebird ist die Sache klar:

„Flagstaff – Ludlow. Auf dieser mehr als 500 km langen Strecke durch Arizona und Kalifornien befindet sich nicht nur einer der längsten Abschnitte der Route 66 (250 km von Ash Fork bis Needles), sondern hier kommt auch endlich das ersehnte Feeling dieser legendären Mutter aller Straßen auf! Die wichtigsten Orte in diesem Strecken-Abschnitt sind: Williams, Seligman, Hackberry, Kingman und Oatman.“

Wer sich noch einen umfangreichen Überblick über alle Sehenswürdigkeiten der Route 66 machen möchte, wird hier bei wikivoyage fündig. Lasst es mich wissen, wenn Ihr noch weitere Tipps oder Anregungen habt!

Abschließend noch eine passende und sehr stimmige Spotify-Playlist zur Mutter aller Straßen.

6. Juni 2016
nach Melanie
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Las Vegas Sehenswürdigkeiten sind zahlreich

Imposante Hotels, spektakuläre Casinos, unglaubliche Shows, in der glitzernden Metropole Las Vegas gibt es für Urlauber so einiges zu erleben.

Das Spielparadies im Bundesstaat Nevada, umgeben von der bekannten und beliebten Mojave Wüste, war früher eine einfache Siedlung von rund 1000 Menschen. Diese hatten in der wüstenartigen Landschaft nicht wirklich viel zu tun, verstanden sich aber als aufs Glücksspiel. So entstanden in den vierziger Jahren die ersten Casinos in Las Vegas.

Die Las Vegas Sehenswürdigkeiten ragen heute auf dem berühmten Strip, wie imposante Bauwerke in den Himmel. Das Angebot an Megacasinos ist unendlich. Auf den Einkaufsmeilen und den Freizeitparks lässt es sich vielen anderen Vergnügungen nachgehen. Einige bezeichnen die Stadt als den größten Spielplatz der Welt.

Damit liegen sie gar nicht so falsch. Die Unterhaltungsmetropole ist aber nicht nur für Glückspielritter geeignet. In der Stadt gibt es auch viele weitere Las Vegas Sehenswürdigkeiten sowie unzählige Angebote, die für Erholung und Genuss dienen. Wer Las Vegas schon einmal virtuell erleben will, sollte sich das Zeitraffervideo der Stadt ansehen, um die niemals schlafende Stadt mit seinen vielen Attraktionen kennenzulernen.

Ohne Auto kommt man in der Stadt gut zurecht

Las Vegas hat zwar keine U-Bahn, aber dafür ein Fortbewegungsmittel der besonderen Art. Es handelt sich um die Monorail. Das ist eine fahrerlose Schwebebahn, die fast alle Hotels am Strip miteinander verbindet und in den nächsten Jahren auch noch bis Downtown fahren soll. Bisher ist die Strecke der Monorail rund 6,4 km lang. Sie beginnt am MGM-Grand-Hotel und geht bis zum Sahara Hotel. Die Fahrt dauert rund 10 Minuten.

Das Kunstviertel 18b

Wer von dem niemals, ruhenden Strip und dem pulsierenden Leben ein bisschen Abstand braucht und sich für Kunst interessiert, sollte unbedingt einen Abstecher in das Kunstviertel 18b machen. Es handelt sich um 18 Blocks, die voll von jungen und hippen Leuten sind. Dort gibt es zahlreiche Ateliers und Studios sowie Möglichkeiten zum Wohnen und Arbeiten. Der Ort ist perfekt, um neue Ideen zu entwickeln oder um sich inspirieren zu lassen. In den vergangenen Jahren ist das 18b Viertel zum Insidertipp geworden. Besonders lohnenswert sind die Graffitis. Die 18b-Szene zieht nämlich die besten Graffitikünstler des Landes an. Zudem gibt es zahlreiche Straßenmärkte, Designershops und Ausstellungen. 18b ist definitiv eine der tollsten Las Vegas Sehenswürdigkeiten.

Das Wetter immer mit Sonnenschein

Da Las Vegas in der Wüste liegt, werden Besucher nur selten im Jahr von Regen überrascht. Statistiken zeigen, dass es an mehr als 320 Tagen puren Sonnenschein und blauen Himmel gibt. Die Destination ist damit das ganze Jahr für Urlauber attraktiv. Die Temperaturen sind im Sommer hoch, im Winter mild.

Umgebung von Las Vegas

Nicht nur die Las Vegas Sehenswürdigkeiten sind spektakulär. Um die Stadt herum befinden sich die Mojave Wüste und zahlreiche Nationalparks. Sie bieten die spektakulären Canyon Landschaften. Egal, ob als Tagesausflug oder mit dem Mietwagen, es lohnt sich, die Umgebung ausgiebig zu erkunden. Beliebtestes Ausflugsziel ist der Grand Canyon Nationalpark. Dort gibt es den berühmten Skywalk, eine schwebende gläserne Aussichtsplattform, die knapp 1200 Meter über der Schlucht hängt. Auch der Death Valley Nationalpark, der Kulisse vieler amerikanischer Filme war, sowie der Fire State Park oder der Bryce Canyon Nationalpark sind empfehlenswert. Wer noch mehr sehen will, sollte auch einen Abstecher zum Hoover-Staudamm machen und den Lake Mead besuchen.

Wichtige Elektronikmesse

Las Vegas ist ein wichtiger Austragungsort von Messen. Die größte und bekannteste Messe ist die CES, die Consumer Electronics Show. Auf dieser Fachmesse werden jedes Jahr die neusten technischen Errungenschaften der Unterhaltungs- und Elektrobranche vorgestellt. Sie findet jedes Jahr im Januar statt. Die CES 2016 in Las Vegas zum Beispiel hat knapp 200.000 Besucher und über 5.000 Aussteller angelockt. Zu sehen gab es unter anderem zusammenrollbare Bildschirme, neue Smartphones und zahlreiche Produkte der Virtual Reality.

Las Vegas Feeling im Internet erleben

Wer gerade keine Zeit oder kein Geld hat, um sich die Las Vegas Sehenswürdigkeiten anzusehen und dort nicht hinfliegen kann, hat die Möglichkeit, das einzigartige Feeling auch im Online Casino zu erleben. Zwar nur virtuell, aber auf jeden Fall nicht realitätsfern. Im Casino Club zum Beispiel gibt es ein Live Casino, dass aus einer echten Spielbank übertragen wird.

Per Webcam sind die Spieler mit dem Raum verbunden und können über den Chat mit den Dealern sprechen. Über verschiedene Kameras haben sie die Möglichkeit, den Spielverlauf von Roulette, Blackjack, Baccarat oder Poker mitzuverfolgen. Gespielt wird mit echtem Geld, allerdings sind die Mindesteinsätze im Online Casino viel geringer als in Las Vegas. Hinzukommt, dass der Hausvorteil der Bank im Internet niedriger ist. Das hat Vorteile für den die Spieler. Sie erhöhen dadurch ihre Gewinnchancen.

Die Online Casinos, wie der Casino Club, verfügen über Spieltipps, Spielanleitungen und Strategien. Spieler können die Games kostenlos testen. Viele Casinos bieten Spielgeldversion an, mit der Spieler das Glücksspiel erlernen können und kein Risiko eingehen müssen. Das ist die perfekte Vorbereitung für Las Vegas. Spieler, die sich mit Roulette oder Blackjack gut auskennen, und wissen, auf was sie setzen müssen, können in der Glücksspielmetropole schnell einen Casinogewinn einfahren.

Ansonsten bleiben immer noch die Spielautomaten. Wer sie zockt, muss keine Regeln verstehen. Es reicht, auf den Startknopf zu drücken. Symbole rollen dann über die Walzen und bleiben in einem Moment stehen. Sind mehrere, gleiche Symbole in einer Linie, hat der Spieler gewonnen. Der Einsatz der Slots ist dabei gering. Wenige Cent reichen zum Spielen aus.

28. Mai 2016
nach Flinsi
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Einmal ein NBA-Spiel live erleben

Unter den Sportbegeisterten unter Euch gibt es sicherlich einige, die im Zuge eines Westcoast-Trips ein Football-, Baseball- oder auch ein Basketball-Spiel live erleben möchten. Und da an der Westcoast auf engstem Raum mehrere Teams der jeweils besten Profiligen der Welt beheimatet sind, sollte man zumindest einmal ein solches Event mitnehmen, um diese besondere Atmosphäre, die faszinierende Show und natürlich den herausragenden Hochleistungssport aus nächster Nähe mitzubekommen. Hier möchte ich Euch nun im Speziellen einige wichtige Hinweise für NBA-Spiele zusammenstellen, die natürlich auch für die beiden anderen Sportarten gültig sind.

Pistons at Warriors

Wer möglichst viele Arenen innerhalb einer kurzen Zeit sehen will, hat zwei Möglichkeiten: Die erste Variante wäre ein Roadtrip mit dem eigenen Mietwagen bei maximaler Selbstbestimmung. Gerade im Westen – in der sogenannten Pacific und Northwest Divisions – sind einige NBA-Teams beheimatet, wie z.B. die Portland Trail Blazers, Sacramento Kings, die beiden Clubs aus L.A. (Lakers und Clippers) und das aktuell beste Team, die Golden State Warriors mit dem wahnsinnigen Stephen Curry.

Alternativ kann man z.B. via Teamsportreisen.de in einer Gruppe reisen und ein komplettes Paket (Lufthansa-Flug und Reiseorganisation) buchen und mehrere Arenen in einem Aufwasch abgrasen. Das Preis-/Leistungsverhältnis hierbei ist auch sehr gut. Die Nachteile sind, wie immer bei Pauschalreisen, dass man weniger Raum für individuelle Gestaltung hat und nur sehr kurz in der jeweiligen Stadt verharren kann.

Tickets! Ich brauche Tickets!

Doch wie kommt man an Tickets ran, wenn man auf eigene Faust unterwegs ist? Hier hilft einem Ticketmaster.com weiter, welches das offizielle Partnerunternehmen der NBA ist. Alternativ kann man auch auf die Websites des Heimteams gehen, von dort wird man aber nur auf den Bereich von Ticketmaster weitergeleitet.

Unbedingt unterlassen solltet Ihr die Karten vor dem Stadion von zwielichtigen Typen zu erwerben, die vor den Arenen warten und teilweise sehr aggressiv Leute ansprechen. Die Tickets sind meist überteuert und können sogar gefälscht sein. Ticketmaster.com bietet auch deshalb einen Zweitmarkt an. Hier können Fans ihre Tickets wieder verkaufen, die sie selber nicht nutzen können. Ein erworbenes Ticket kann dann entweder direkt zu Hause ausgedruckt werden (Print@home) oder man wählt die Option „Will-Call“ und kann das Ticket vor dem Spiel direkt an der Kasse abholen. Hierfür braucht man dann allerdings die Kreditkarte, mit der bezahlt wurde, sowie ein gültiges Ausweisdokument mit Lichtbild.

Eins dürfte allerdings klar sein, dass Tickets nicht gerade günstig sind! Für halbwegs gute Plätze muss man schon mit rund $50 rechnen. Speziell die L.A. Lakers leben von ihrem Namen und verlangen horrende Preise. In den Playoffs werden dann nochmals ganz andere Preise aufgerufen, die dann schnell in den dreistelligen oder gar vierstelligen Bereich hoch schnellen. Und je besser die Sicht, desto teurer die Karten: Gerade ganz oben sind die Plätze billig, aber mit einer sehr schlechten Sicht. Wenn Ihr also nicht allzu oft an der Westcoast seid, solltet Ihr Euch schon die etwas besseren Plätze gönnen. Es lohnt sich! Mit etwas Glück könnt Ihr Euch auch durch Sportwetten die Tickets finanzieren.

Insider-Tipps gefällig?

Abschließend noch ein paar Insider Tipps von meinem Bruderherz, einem absoluten Basketball- und NBA-Fan, der schon viele Spiele vor Ort live angeschaut hat:

  • Playoff-Atmosphäre auch während der regulären Saison gegen Topteams.
  • Besuch eines Teams, das in der Tabelle abgeschlagen ist, lohnt sich meistens nicht.
  • Plätze hinter dem Korb nicht zu empfehlen. Wenn oberer Rang, dann am besten auf der Geraden.
  • Plätze am Gang vermeiden, da sehr hoch frequentiert (Menschen holen sich Essen, müssen auf die Toilette, …). Ein ständiges Aufstehen ist vorprogrammiert.
  • Vor dem Spiel ist in den meisten Arenen ein Vortreten nahe an das Spielfeld möglich, um die Stars beim Aufwärmen zu bestaunen. Einlass meistens schon eine Stunde vor Spielbeginn.
  • Insider-Tipp Ticketmaster: Bei den Knicks-Tickets war nur ein Ausdrucken ein paar Tage vor Spielbeginn möglich. Daher gerne vor Reisebeginn beim Hotelanbieter nachfragen, ob ein PC kostenlos zur Verfügung steht, sowie ein Ausdrucken möglich ist. Außerdem muss man sich bei Ticketmaster einloggen und das PDF speichern. Wir haben damals an den PC an der Rezeption müssen, um an die Tickets zu kommen. Das Personal war allerdings sehr freundlich und hat uns Zugang gewährt.
  • Wir haben auch Tickets über andere Bieter gekauft: Stubhub oder Barry’s Tickets. Hier bieten Kartenbesitzer Ihren Platz an.
  • Die Anreise zu der jeweiligen Arena davor abchecken. In Detroit z.B. haben wir $60 für die einfache Fahrt bezahlt, aufgrund der Entfernung Hotel zur Arena.
  • Der frühe Vogel fängt den Wurm. Je früher man nach Tickets schaut, desto bessere Plätze kann man ergattern.
  • Westküste war ich bisher nur im Staples Center (L.A.). Ist eine der schönsten Arenen – viel Tradition, tolles Unterhaltungsprogramm. Wir waren aber auch davon beeinflusst, dass wir die damaligen besten Teams der NBA dort gesehen haben.
  • Zu erwähnen wäre auch, dass das Publikum/die Fans in den USA komplett anders sind, wie z.B. hier in Europa. Es gibt keine Auswärtsblocks. Fast ausschließlich Heimteamfans. Keine feindschaftliche Stimmung innerhalb des Publikums!
  • Dauer eines Basketballspiels mit allem drum und dran ca. 2 Stunden.

Na, seid Ihr auf den Geschmack gekommen? Weitere Tipps sind herzlich willkommen!