USA Westküste

Gekommen um zu bleiben? Arbeiten in den USA

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Ich bin mir sicher, dass viele von Euch nach einem grandiosen Westcoast-Roadtrip auch schon mit dem Gedanken gespielt haben, in die Staaten auszuwandern und somit auch eine neue Arbeitsstelle anzunehmen. Ich habe bisher noch nicht den endgültigen Mut aufbringen können diesen nicht ganz einfachen Schritt zu wagen und nach aktueller Lage werde ich diesen wohl auch nicht mehr machen. Dennoch versuche ich einmal die wichtigsten Fakten zum Thema Jobsuche für Euch zusammenzutragen.

Vorbedingungen

Wer in die USA auswandern möchte benötigt ein Arbeits- oder Einwanderungsvisum. Dieses erhält man allerdings erst, wenn man einen Arbeitgeber gefunden hat! Solltet Ihr Euren zukünftigen Arbeitgeber tatsächlich gefunden haben, so muss dieses Unternehmen mit Dir zusammen das Visum beantragen. Es gibt dann allerdings immer noch keine Garantie, dass die Einwanderungsbehörden tatsächlich ihr Einverständnis geben! Punkten und Erfolg haben kann jedoch derjenige, der besonders herausragende Qualifikationen, sehr gute Sprachkenntnisse und auch die Bereitschaft zum Arbeiten in einem ländlichen Gebiet mitbringt.

Zusätzlich gibt es aber noch die Möglichkeit eine sogenannte GreenCard zu erhalten. Leider ist diese aber sehr schwierig zu beantragen und muss sich somit mit der GreenCard-Lotterie (auch „Diversity Visa Lottery“) begnügen, um sich eine dieser begehrten Scheine zu sichern. Über americandream.de kann man an dieser Lotterie teilnehmen.

Zudem ist es gut zu wissen , dass eine Jobsuche als Tourist oder Geschäftsmann/-frau vor Ort illegal ist! Insofern bleibt lediglich die Möglichkeit sich von der Heimat aus für eine Festanstellung zu bewerben.

Für wen von Euch zusätzlich ein Work & Traveller-Programm in Frage kommt, also z.B. einen ganzen Sommer lang in den USA z.B. auf einer Ranch „Urlaub zu machen“ und gleichzeitig zu arbeiten, dem sei die sehr informative Site auslandsjob.de empfohlen. Hier finden sich auch spannende Auslandsjob-Programme!

Effiziente Jobsuche

Welche Möglichkeiten habt Ihr nun also, Euch von Deutschland aus nach einem regulären Job zu suchen? In erster Linie bietet natürlich das Internet eine große Bandbreite an Anlaufpunkten. Am besten ist es, eine Stelle über ein deutsches Unternehmen mit interantionaler Ausrichtung oder auch über eine Kooperationsfirma zu suchen. Hier kann ich Euch empfehlen, direkt auf die entsprechenden Firmenwebsites zu gehen oder die gängigen Jobportale wie z.B. Stepstone, Monster oder Cooljobs (für besonders ausgefallene Angebotene) aufzusuchen. Auch ein Blick in die Portale der amerikanischen Printmedien (New York Times, Washington Post) ist zwar mühsam, aber mitunter durchaus lohnenswert.

Abschließend sei erwähnt, dass diejenigen unter Euch punkten und erfolgreich sein werden, die besonders herausragende Qualifikationen, Auslandserfahrungen und natürlich sehr gute Sprachkenntnisse mitbringen.

Richtig bewerben

Weder das soziale System noch der Bewerbungsprozess in den Staaten ist mit dem in Deutschland zu vergleichen. Insbesondere sei hier die „Hire & Fire„-Mentalität erwähnt, die auf einen nicht vorhandenen Kündigungsschutz basiert oder die weitaus geringer Anzahl von Urlaubstagen. In vielen Fällen gewähren amerikanische Firmen im ersten Jahr sogar überhaupt keinen bezahlten Urlaub!

Was den Bewerbungsprozess angeht, so stehen in den USA die geforderten Qualifikationen am höchsten im Kurs. Diese werden auch gleich zu Anfang, meistens in einem Telefoninterview, intensiv abgeklopft. Wer sich hier bereits schlecht präsentiert hat kaum eine Chance in die nächste Runde zu gelangen. Bei Facebook läuft es aktuell so ab, dass Entwickler nach zwei Interviews (einem technischen, bei dem via Skype die Programmierkenntnisse live getestet werden, und einem fachlichen) eingeflogen werden und dann auf dem Campus über einen Tag hinweg bis zu vier Interviews durchlaufen müssen. Also ein echt heftiges Programm!

In die Bewerbungsunterlagen gehören in der Regel nur der (natürlich) in Englisch geschriebene Lebenslauf und das Anschreiben. Speziell im Anschreiben sollte man selbstbewusst seine Karriereambitionen hervor kehren und das ganze in eine Geschichte packen („Story telling“).

Falls von Euch jemand den großen Sprung gewagt hat, und vielleicht sogar auch noch an die Westcoast, würde ich mich riesig über einen Kommentar freuen.

 

Autor: Flinsi

Hallo, ich bin Thomas und habe mein Herz an meine wunderbare Freundin und die amerikanische Westküste verloren. Was mich so sehr an der US Westcoast fasziniert? Am meisten liebe ich die traumhaften Landschaften, die grandiosen Nationalparks und die faszinierenden, pulsierenden Metropolen. All das gepaart mit dem lockeren amerikanischen Lifestyle machen für mich die perfekte Rundreise aus.

Ein Kommentar

  1. Hallo Thomas,

    danke für den tollen und ausführlichen Beitrag! Die amerikanische Westküste ist wirklich wahnsinnig schön! Ich war bereits mehrmals im Urlaub dort und verliebe mich immer wieder neu. Vor allem San Francisco hat es mir angetan! :-)

    Ich stimme dir da voll und ganz zu. Ich denke auch, dass man im Normalfall die besten Chancen hat langfristig in den USA einen Job zu finden wenn man bei einem deutschen Unternehmen mit internationaler Ausrichtung arbeitet. Bei meinem Bruder lief das auch genauso ab. Er war mehrere Jahre bei einem großen deutschen Unternehmen und arbeitet jetzt schon seit zwei Jahren in den USA und ist super zufrieden. Er hat durch mehrere Auslandsaufenthalte sehr gute Englisch Kenntnisse und hat schon bei der Einstellung gesagt, dass er sehr großes Interesse daran hätte ins Ausland versetzt zu werden. Und nun hat es geklappt und die USA war auch sein absolutes Wunsch Land. Monster und Stepstone finde ich auch sehr gut was die Jobsuche angeht und das T5 Karriere Portal kann ich noch empfehlen (https://www.t5-karriereportal.de/ ). Die Green Card Lottery ist wohl auch eine Möglichkeit, aber wie eben beim normalen Lotto sind die Chancen da nicht so sonderlich hoch. Aber warum nicht einfach mal sein Glück versuchen wenn man einen geeigneten Job hat, um in den USA Fuß zu fassen? :-)

    Liebe Grüße!
    Sandra

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