USA Westküste

Einreise

Reisepässe

Seit dem 1. Mai 2006 müssen Inhaber eines von Deutschland ausgestellten vorläufigen Reisepasses, die vorhaben, in oder über die Vereinigten Staaten zu reisen, entweder einen gültigen, maschinenlesbaren deutschen Reisepass für Reisen im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen oder ein US-Visum für Reisen in die Vereinigten Staaten beantragen. Im Rahmen des Visa Waiver Program (VWP) besteht keine Visumpflicht mehr, wenn Sie Staatsbürger eines der folgenden Länder sind und die unten aufgeführten Bedingungen auf Sie zutreffen: Andorra, Australien, Belgien, Brunei, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Japan, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, San Marino, Schweden, Schweiz, Slowenien, Singapur, Spanien. Staatsbürger von Argentinien und Uruguay dürfen nicht mehr ohne Visa in die USA einreisen.

Bedingungen

Sie können ohne ein Visum in die Vereinigten Staaten reisen oder das Land zur Durchreise nutzen, wenn Sie:

• Staatsangehöriger eines der am Programm beteiligten Länder sind und mit einem gültigen Reisepass einreisen. Bei deutschen Staatsbürgern muss der Reisepass mindestens für die Dauer des geplanten Aufenthaltes gültig sein. Bei Staatsbürgern bestimmter anderer Länder muss der Pass bei Ausreise aus den USA noch sechs Monate gültig sein. Maschinenlesbare Reisepässe Seit dem 26. Juni 2005 muss ein bordeaux-farbener maschinenlesbarer Reisepass (Europapass) vorgelegt werden. Familien, die unter dem Visa-Waiver-Programm in die USA einreisen, benötigen für jede einzelne Person, einschließlich Babys und Kleinkinder, einen eigenen Pass.

Vorläufige maschinenlesbare Reisepässe

Seit dem 1. Mai 2006 sind die von Deutschland ausgestellten vorläufigen Reisepässe für Reisen in die Vereinigten Staaten im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen (Visa Waiver Program – VWP) nicht mehr gültig. Inhaber eines von Deutschland ausgestellten vorläufigen Reisepasses, die vorhaben, in oder über die Vereinigten Staaten zu reisen, müssen entweder einen gültigen, maschinenlesbaren deutschen Reisepass für Reisen im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen oder ein US-Visum für Reisen in die Vereinigten Staaten beantragen.

Weiterführende Informationen rund um das Thema USA-Visum findet ihr auf den deutschen Sites visumusa.net und studying-in-us.org. Studenten, Azubis oder auch Absolventen, die in den USA studieren oder ein „Working-Holiday“ einlegen möchte, sei diese Site ans Herz gelegt.

Biometrische Reisepässe

Am Visa-Waiver-Programm (VWP) teilnehmende Länder müssen seit dem 26. Oktober 2005 in der Lage sein, Pässe mit digitalen Fotos auszustellen. Vor dem 26. Oktober 2005 von VWP-Ländern ausgestellte gültige Pässe, die kein digitales Foto enthalten, werden von Reisenden im Rahmen des Visa-Waiver-Programms weiterhin akzeptiert (trifft also auch auf Deutschland zu), vorausgesetzt, es handelt sich um maschinenlesbare Pässe.

Kinderpässe

Kinderpässe sind für Reisen im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen gültig. Bei Kinderausweisen ist es notwendig ein Visum zu beantragen.

ESTA-Formular

Seit Januar 2009 muss jeder USA-Tourist ein Online-Formular (das sogenannte ESTA-Formular) ausfüllen – und zwar vor Reiseantritt. Es ersetzt das grüne Formular, das Reisende bisher im Flieger oder auf dem Schiff ausfüllen mussten. Der Antrag ist nur über das „Electronic System for Travel Authorization“ (ESTA) möglich. Das Formular findet sich auf der Website des US-Ministeriums für Heimatschutz. Dort ist auch eine deutsche Version abrufbar. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) empfiehlt, den Online-Antrag spätestens 72 Stunden vor der Abreise abzuschicken. Nach US-Angaben erhalten die meisten Reisenden wenige Sekunden nach Absenden des Internet-Formulars die Antwort „Genehmigung erteilt“. Außerdem sind eine mehrstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination als Antragsnummer und das Ablaufdatum der Genehmigung enthalten. Sinnvollerweise sollte man sich die Genehmigung gleich ausdrucken. Nähere Informationen finde Ihr auf der Website der diplomatischen Vertretungen der USA, bei usa.de oder bei usa-tipps.

Folgend auch eine dedizierte Beschreibung der einzelnen Felder (Anmerkung: Dickes Dankeschön an www.estaformular.org!):

ESTA-Formular-Erklärung

ESTA-Formular-Erklärung (Copyright: www.estaformular.org)

Einreisegebühr von $14

Seit September 2010 müssen zudem alle Einreisenden in die Staaten ohne Visum, eine Gebühr von $14 bezahlen. Diese ist dann zwei Jahre lang gütig. Näheres findet sich hier bei SPIEGEL ONLINE schön zusammengefasst. Die Gebühr muss mit Kreditkarte (VISA oder MasterCard) beim Ausfüllen des ESTA-Formulars bezahlt werden. Die USA wollen mit diesen Einnahmen eine Werbekampagne für Touristen finanzieren.

Das grüne I-94W Formular

Das grüne I-94W Formular

Im Flugzeug erhalten Sie zusammen mit der Zollerklärung das grüne Formular I-94. Diese muss vollständig ausgefüllt werden und zusammen mit dem Reisepass dem Einreisebeamten vorgelegt werden. Bei nicht korrektem Ausfüllen kann man sich auf ellenlange Diskussionen mit dem finster-dreinblickenden Beamten einstellen, der im Ernstfall auch nicht davor Halt macht, Sie sofort wieder in das nächst beste Flugzeug Richtung Heimat zu setzen! Aktuell (11.6.2013) plant aber die US Customs and Border Protection (CBP) die Abschaffung der I-94 Card und stattdessen ein Online-Portal einzurichten, auf dem Inhaber eines Nichteinwanderungsvisums ihren Aufenthaltsstatus sowie die Aufenthaltsdauer abrufen und ausdrucken können.

Für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen benötigen USA-Urlauber aus Deutschland einen roten maschinenlesbaren Reisepass. Auch mitreisende Kinder müssen sich dann mit einem eigenen roten Pass ausweisen. Gültig muss der maschinenlesbare Pass mindestens für die Dauer des Aufenthaltes sein.

Nachdem Sie in die USA eingereist sind, können Sie innerhalb von 90 Tagen Reisen nach Kanada, Mexico und in die Karibik unternehmen, und auf jeglichem Wege in die USA zurückkehren. Die Landeinreise von Mexico und Kanada aus in die Vereinigten Staaten ist für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ohne Visum möglich. An den Grenzen müssen Sie genügend finanzielle Mittel nachweisen, um Ihren gesamten USA-Aufenthalt und die Rückreise bezahlen zu können. Bei der Einreise aus Kanada und Mexico wird an der Grenze eine Gebühr von sechs U.S. Dollar erhoben.

Weitere Informationen

Aktuelle Informationen gibt es bei der Botschaft der USA :

  • Telefon 0190-270-789 Bandansage 24 Std 0,62 EURO/je Minute
  • Faxabruf: 0190-92-110-113 24 Std 1,24 EURO je Minute
  • Internet :german.germany.usembassy.gov/

Zusätzliche Informationen bietet auch der Visa-Informationsdienst

  • Telefon 0900 1-850055 (EUR 1,86/Min). 7 – 20 Uhr, Montag – Freitag.

Zusammenfassend gilt die Faustregel: Zur visumfreien Einreise in die USA im Rahmen des Visa Waiver Programms berechtigen alle regulären (bordeauxroten) deutschen Reisepässe, die entweder vor dem 1.11.2005 ausgestellt und maschinenlesbar sind, als auch die seit 1.11.2005 ausgestellten biometrischen Reisepässe/ePässe, die einen Chip enthalten. Diese biometrischen Reisepässe kosten 59,- EUR und man muss mit ca. 3-5 Wochen Bearbeitungszeit rechnen.

Wer von den USA einen Abstecher nach Kanada oder Mexiko plant, muss kein eigenes Visum beantragen – es reicht eine Rückkehrabsicht und der im Pass eingeheftete Abschnitt „Departure record“, den man sich am besten bereits in Deutschland bei der Fluggesellschaft oder einer mexikanischen bzw. kanadischen Vertretung besorgt.

Die aktuellsten Sicherheits- und Einreiseinformationen finden Sie direkt auf der Website des Auswärtigen Amtes.

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Sicherheitsbestimmungen

Kontrollsystem mit Iris-Scan und Fingerabdrücken

Seit 2004 haben die USA im Kampf gegen Terroristen eine weitere Kontrollinstanz zur Erfassung aller Ausländer eingeführt. Wer einreist – egal ob als Geschäftsmann, als Student oder als Tourist – der muss am Flughafen einige Prozeduren über sich ergehen lassen. Mit dem System erhoffen sich die USA eine bessere Sicherung vor Terroristen. So werden die Daten mit einer Computerdatei abgeglichen, um Terroristen die Einreise zu erschweren. Zudem können Personen mit einem abgelaufenen Visum später leichter gefunden werden. So wird die Iris des Einreisenden als auch alle zehn Finger gescannt. Ebenso fertigen die Behörden Fingerabdrücke an und scannen die Reiseunterlagen ein.

FBI darf auf Passagierdaten zugreifen

Die USA haben seit Ende 2006 deutlich leichter Zugriff auf persönliche Daten von europäischen Reisenden bekommen – jede Anti-Terror-Behörde darf sie künftig einsehen. Alle amtlichen Terrorfahnder in den USA bekommen die Fluggastdaten von einer zentralen Stelle.

Den ersten Zugriff auf die Daten hat dabei das US-Ministerium für Heimatschutz, das nach den Anschlägen des 11. September 2001 geschaffen wurde. Aber auch die US-Bundespolizei FBI kann nun einfacher auf die Informationen zugreifen. Bisher hatte in der Regel nur der US-Zoll Zugriff auf bis zu 34 persönliche Daten wie E-Mail-Adressen, Kreditkarten- und Telefonnummern der Reisenden. Im Einzelfall konnte er die Informationen an andere Sicherheitsbehörden weitergeben. Nun wird der Zugriff für alle US-Behörden mit Anti-Terror-Aufgaben erleichtert.

Seit 19.04.2012 ist es den USA durch das von der EU beschlossene Fluggastdatenabkommmen zudem erlaubt persönliche Passagierdaten von Reisenden aus Europa an das für innere Sicherheit zuständige Department of Homeland Security (DHS) weiter zu leiten. Datenschützer kritisieren, dass es hierdurch den US-Behörden nun möglich ist, diese Daten mit anderen Datenquellen, wie z.B. auch sozialen Netzwerken, zu verknüpfen. Insgesamt werden diese Daten bis zu 15 Jahre gespeichert.

Hier die wichtigsten Daten:

  • Buchungscode
  • Buchungsdatum
  • Reisedaten
  • Name des Passagiers
  • Nummer des Reisepasses oder Personalausweises
  • Adresse
  • E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer
  • Alle Informationen zur Bezahlung des Tickets
  • Rechnungsadresse
  • Reiseweg (inklusive Umsteigen)
  • Eventuelle Buchungsänderungen

Gepäckregeln

Seit dem 6. November 2006 gelten starke Einschränkungen für die Mitnahme von Flüssigkeiten in Flugzeugen in ganz Europa. Was dürfen Passagiere jetzt noch im Handgepäck mitnehmen und wie muss es verpackt sein?

Die Flasche Mineralwasser und der Kaffeebecher von zu Hause bleiben am Flughafen. Pro Behältnis dürfen Passagiere dann nur noch 100 Milliliter einer Flüssigkeit in den Sicherheitsbereich mitnehmen. Das Gleiche gilt für Gels, Cremes, Zahnpasta und Sprays, zudem müssen die Behälter in einem wieder verschließbaren, durchsichtigen Plastikbeutel verstaut werden, der maximal einen Liter fassen darf.

Pro Passagier ist ein Plastikbeutel im Handgepäck erlaubt, Ausnahmen gelten für Medikamente sowie für Spezialnahrung für mitreisende Babys. Ebenfalls ausgenommen sind im Duty-Free-Bereich erworbene Getränke und Parfums. Aufpassen müssen Fluggäste jedoch bei Flüssigkeiten, die im Duty-Free-Bereich außereuropäischer Flughäfen gekauft werden – wer dann in Europa noch einmal umsteigt, muss die Flasche Scotch oder den edlen chilenischen Wein wegwerfen. Neu ist auch, dass man Jacken und Mäntel grundsätzlich auf das Röntgenband legen muss, um die Kontrollen zu beschleunigen. Betroffen sind Flüge von sämtlichen Flughäfen der EU sowie aus der Schweiz, Norwegen und Island.

Lose Lithium-Batterien dürfen auf Flügen in den USA nicht mehr aufgegeben werden.

Seit Januar 2008 sind die Flüge noch sicherer;-) Flugreisende dürfen nämlich seitdem Lithium-Batterien nicht mehr lose in ihrem aufzugebenden Gepäck verstauen. Erlaubt ist die Mitnahme weiterhin, wenn sich die Batterien innerhalb von elektronischen Geräten wie Computern, Handys oder Fotoapparaten befinden. Im Handgepäck dürfen Passagiere außerdem bis zu zwei wiederaufladbare Lithium-Batterien dabei haben, sofern sie in einem Plastikbeutel aufbewahrt werden. Anscheinend kann es bei der Mitnahme von lose aufbewahrten Lithium-Batterien unbeabsichtigt zu Kurzschlüssen kommen.

Fragen zu den neuen Handgepäckvorschriften

Welche Artikel gelten als Flüssigkeit?

Getränke, Haargel, Zahnpasta, Cremes, Deodorants, Sonnenlotion, Öle, Rasierschaum, aber auch Lippenstift, Feuchtigkeitstücher, Honig, Brotaufstriche und Suppen. Bei strittigen Artikeln kann der Passagier von der Bundespolizei aufgefordert werden, diese vor Ort zu entsorgen.

Wie müssen Flüssigkeiten verpackt sein?

Die einzelnen Behälter dürfen maximal 100 Milliliter einer Flüssigkeit enthalten und müssen in einem verschließbaren, durchsichtigen Plastikbeutel mit maximal einem Liter Volumen vorgelegt werden. Geeignet sind etwa wieder verschließbare Ein- Liter- Gefrierbeutel aus dem Supermarkt. Nicht akzeptiert werden Plastikbeutel, die mit Hilfsmitteln, zum Beispiel einem Gummiband, verschlossen sind.

Welche Ausnahmen gibt es?

Erlaubt sind:

  • Artikel, die im Duty- Free- Bereich erworben werden (Sonderregelungen siehe Duty- Free- Frage)
  • Babynahrung, -milch oder –saft als Reisenahrung für mitreisende Babys oder Kleinkinder
  • Flüssigkeiten oder Gels für Diabetiker (Insulin oder auch Säfte)
  • Persönlich verschriebene sowie nicht verschreibungspflichtige Medikamente. Auf Verlangen muss der Passagier glaubhaft machen können, dass die Medikamente während des Fluges benötigt werden, etwa mit einem ärztlichen Attest oder entsprechenden Ausweisen.

Wie sind die Regelungen für Duty- Free-Artikel?

Generell sind an europäischen Flughäfen erworbene Flüssigkeiten erlaubt. Für Umsteigefluggäste soll es hier bald innerhalb Europas manipulationssichere Taschen geben. Auch an Bord europäischer Flugzeuge erworbene Duty- Free- Artikel werden akzeptiert, sofern sie sich in einer gesicherten Tasche befinden. Problematisch dagegen sind Artikel von außereuropäischen Flughäfen, wenn der Passagier in Europa noch einmal umsteigen muss. Dann müssen Flüssigkeiten weggeworfen werden. Das Gleiche gilt, wenn Flüssigkeiten während eines Fluges mit einer Fluggesellschaft gekauft werden, die nicht in der EU ansässig ist.

Für welche Länder gelten Sonderregeln?

Bei Flügen von und in die USA muss bei der Mitnahme von Duty- Free- Artikel mit Restriktionen gerechnet werden. Wer plant, am Flughafen einzukaufen, sollte sich vorher dort über Bedingungen informieren.

Ein Kommentar

  1. Papierkram ist lästig, aber bei einer Amerika-Rundreise kommt jede Menge davon auf dich zu. Die ESTA-Anmeldung durchführen, den internationalen Führerschein beantragen, eine Auslandskrankenversicherung abschließen, das Kreditkartenlimit anpassen – So eine Rundreise durch die USA bringt ganz schön viele Formalitäten mit sich.

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