Samstag, 7. August 2010
Soeben wurde publik, dass alle Reisenden, die ab 8.9.2010 in die Staaten ohne Visum einreisen, eine Einreisegebühr von $14 zu zahlen haben. Näheres findet sich hier.
Die USA wollen mit diesen Einnahmen eine Werbekampagne für Touristen finanzieren.
In meinen Augen ist das absolut kontraproduktiv und es stellt sich generell die Frage, warum eine der führenden Wirtschaftsmächte über eine solchen Weg Geld einsammelt. Schade, denn so wird das Image Amerikas als einreisefreundliches Land weiter beschädigt.
Mittwoch, 2. Juni 2010
Gregor Honsel erzählt in seinem wunderbar ärgerlich-amüsanter Blogbeitrag von seiner beinahe Ausweisung aus den USA, weil er versehentlich in seinem ESTA-Antrag anstatt einer 0 ein O in seine Passnummer eingetragen hatte.
Dummerweise sieht die 0 auf dem Reisepass wie ein O aus und das führt natürlich zu einer solchen Verwechslungsgefahr. Das ist natürlich schon ein grober Schnitzer, da man hier typographisch hätte entgegenwirken können. Fakt ist allerdings auch, dass ein O in der Passnummer NICHT vergeben wird. Nur, welcher Normalbürger soll diese Info schon parat haben?
Wirklich ein sehr ärgerlicher Faux-pas!
Montag, 4. Januar 2010
Nach dem missglückten Anschlag auf die Passagiermaschine von Detroit werden nun natürlich wieder reflexartig die üblichen Instrumente der Sicherheitsvorkehrungen aufgefahren. So werden nun Reisende aus bestimmten Ländern (u.a. Kuba, Iran, der Sudan und Syrien sowie Afghanistan, der Jemen, Libyen, Pakistan, Nigeria und Somalia) besonders intensiv gefilzt, was zur Folge hat, dass man sich auf jeden Fall gut drei Stunden vor Abflug am Flughafen einzufinden hat.
Zudem würde es mich nicht wundern, wenn die Nacktscanner noch in 2010 flächendeckend eingesetzt werden. Da spielt es auch gar keine große Rolle wie ausgereift oder schädlich diese Scanner in Wirklichkeit sind. Hier heiligt der Zweck die Mittel!
Tragisch ist es natürlich schon, dass der USA-Urlauber jetzt noch mehr durchstehen muss, bevor er in das "Land of the free" einreisen darf. Der ganze Terz mit dem Online-Einreiseformular, dem anstrengenden und teilweise unwürdigem Einreiseprocedere mit Daumenabdruck und Iris-Scan vor Ort bleibt einem schließlich sowieso nicht erspart. Ich überlege mir gerade schon, ob ich mir das dieses Jahr wirklich wieder antun soll. Die Hürde wird defintiv immer höher, trotz Obama.
Es bleibt zu hoffen, dass hier jetzt mit dem korrekten Maß gemessen wird und eine Balance zwischen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und übertriebenen, kontraproduktiven Bürokratismus und Datenschutz getroffen wird.
Sonntag, 11. Januar 2009
Ab sofort muss jeder USA-Tourist ein Online-Formular (das sogenannte ESTA-Formular) ausfüllen - und zwar vor Reiseantritt! Es ersetzt das grüne Formular, das Reisende bisher im Flieger oder auf dem Schiff ausfüllen mussten.
Der Antrag ist nur über das "Electronic System for Travel Authorization" (Esta) möglich. Das Formular findet sich auf der Website des US-Ministeriums für Heimatschutz. Dort ist auch eine deutsche Version abrufbar.
Der Deutsche ReiseVerband (DRV) empfiehlt, den Online-Antrag spätestens 72 Stunden vor der Abreise abzuschicken.
Nach US-Angaben erhalten die meisten Reisenden wenige Sekunden nach Absenden des Internet-Formulars die Antwort "Genehmigung erteilt". Außerdem sind eine mehrstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination als Antragsnummer und das Ablaufdatum der Genehmigung enthalten. Sinnvollerweise sollte man sich die Genehmigung gleich ausdrucken.
Nähere Informationen finden sich auf der Website der diplomatischen Vertretungen der USA.
Wie ich bereits schon früher in einem anderen Blog-Artikel erwähnt habe, ist dieses Einreiseformular noch eine weitere Hürde, die man als USA-Urlauber überwinden muss und keineswegs eine Verbesserung! Nicht nur, dass man sich erst mühsam durch das Formular hangeln und die teilweise doch sehr befremdlichen Fragen beantworten muss. Nein, viel schlimmer ist, dass man diese persönlichen Daten auch noch "mit den relevanten Datenbanken der Strafverfolgungsbehörden" abgeglichen und liegen dann in den Datenbanken des US-Ministeriums für Heimatschutz.
Alles sehr unschön und es bleibt nur die Hoffnung, dass unter Obama ein Paradigmenwechsel bei den Einreiseformalitäten eingeläutet wird.
Sonntag, 13. Juli 2008
 Da aktuell das Thema Einreise wieder in den Schlagzeilen ist, möchte ich auch kurz etwas dazu schreiben, da mir speziell bei meiner Ankunft in Atlanta wiederholt der teilweise sehr raue Umgangston, aber auch die ewige Wartezeit sehr missfallen hat.
Der generelle Unterschied zwischen den Einreiseformalitäten in Amerika und anderen Ländern ist nicht nur der lästige Iris- und Zeigefingerscan, sondern dieser total von Paranoia geprägte und verkrampfte Umgang mit den Ankömmlingen. Prinzipiell ist man verdächtig und ein potentieller Terrorist! Man wird im üblen Militärbefehlston herumkommandiert, man muss die Schuhe ausziehen und auf Socken oder barfuß durch den Body-Scanner trippeln und danach in aller Hektik wieder seine Kleidungstücke aufsammeln. Falls man dann zufällig noch seine Ticket anstatt in der Hand zu behalten mit in die Box zu all den anderen Gegenständen aufs Förderband gelegt hat, wird man im unwirrschen Ton zurechtgewiesen. All das nervt nicht nur ungemein, sondern schafft ein Klima der Angst.
Und anstatt hier nun das Rad zurückzudrehen, verschärfen dier Amerikaner nun auch noch die Einreisebestimmungen ab 1. Januar 2009. Dann müssen sich nämlich alle Reisenden drei Tage vor Abflug online via Formular anmelden.
Sicherlich werden mich auch zukünftig derlei Sicherheitschecks nicht davon abhalten, in die USA einzureisen. Aber die US-Regierung sollte in absehbarer Zeit hier einen Paradigmenwechsel hin zu einer offeneren und von mehr Vertrauen geprägten Empfangskultur einleiten. Schließlich erlebt man genau diese Einstellung, wenn man sich durch die Einreisebehörden einmal durchgekämpft hat.
Mittwoch, 4. Juni 2008
Soeben habe ich die News aufgeschnappt, dass die Einreise fuer Europaer nach Amerika ab dem kommenden Jahr online 3 Tage vor Reisebeginn online registrieren. Diese massnahme dient natuerlich wieder einmal dem Schutz vor Terrorismus. Doch nicht nur die Europaer werden davon betroffen sein, sondern prinzipiell alle Buerger aus den Statten, die bisher kein Visum fuer die USA benoetigt haben. Also auch Japaner, Australier...
Fuer mich hoert der Spass jetzt langsam, aber sicher auf. Ich musste mir schon vor zwei Wochen bei meiner Einreise so daemliche Fragen gefallen lassen, ob ich Drogen oder mehr als $10.000 einfuehre. Die EU hat uebrigens schon damit gedroht, Gegenmassnahmen fuer amerikanische Staatsbuerger einzufuehren.
Es gilt zu hoffen, dass sich mit Obama als Praesidenten diese Sicherheitspolitik entscheidend aendern wird. Ansonsten verliert dieses herrliche Urlaubsland entscheidend an Attraktivitaet.
Dienstag, 27. November 2007
 Tja, es musste ja so kommen: am Flughafen in Washington werden ab sofort bei der Einreise alle 10 Finger gescannt! Und bis Ende 2008 soll die neue Sicherheitsmaßnahme an allen US-Grenzübergängen eingeführt werden, wie das US-Heimatschutzministerium verkünden lies. Angeblich war das natürlich schon immer so geplant und wurde bis jetzt nur deshalb nicht durchgeführt, weil die Scanner dazu nicht wirklich in der Lage waren.
Für mich ist das ein weiterer Schritt in die falsche Richtung! Es ist doch schon heute so, dass viele aufgrund der zeitfressenden und teilweise auch menschenunwürdigen Sicherheitsbestimmungen keinen Bock haben, nach Amerika zu reisen. Ich komme mir mitunter auch schon wie ein Mensch 3. Klasse vor, wenn ich diesen VISA-Waiver ausfüllen, nervige Fragen beantworten und sowohl meine Iris als auch meine Finger scannen muss. Das nervt einfach tierisch!!! Es wird wirklich Zeit, dass hier endlich eine neue Politik gemacht wird!
Weitere Infos bei Spiegel Online
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