Monate: Juni 2009

Ab in den Container

In der letzten Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wurde im Feuilleton über die mittlerweile nicht mehr zu übersehenden Spuren der Finanzkrise in Kalifornien berichtet. Zwei Entwicklungen sind hier zu verzeichnen: es werden in den nächsten Monaten Containerstädte hochgezogen, um die Wohnungsnot wenigstens einigermaßen zu lindern und immer mehr US-Bürger fahren mit Bus und Bahn. Tja, jedes Schlechte hat auch wieder irgendwo etwas Gutes. Aber was ich hier lesen musste, war wirklich erschreckend, denn mittlerweile leben viele Kalifornier, die durch die Finanzkrise ihr Haus und teilweise auch ihren Job verloren haben, in Zeltstädten – zusammen mit Obdachlosen. Andere wiederum wohnen bei Freunden oder Verwandten oder gar in einem Chevy Silverado mit Ladefläche und King-Size-Kabine!?! Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zwangsversteigerungen um 45% gestiegen, 100.000 mehr Menschen haben ihr Haus verloren und vor den Städten wachsen neue, so genannte „Hoovervilles“ (Barackenlager). Die Wohnungsnot nimmt also schon dramatische Ausmaße an! Verschärfend hinzu kommt, dass der kalifornische Staat einmal mehr vor der Insolvenz steht. „Hast la Vista“-Gouverneur Schwarzenegger wurde bei der Ratifizierung seines, eigentlich vernünftigen Konjunkturprogramms, übelst von …