USA Westküste

6. Dezember 2016
nach Fabio
Keine Kommentare

Die besten Touristen-Attraktionen in Las Vegas

Welcome to Las Vegas

Quelle: wikimedia.com

Las Vegas ist weit mehr als eine Stadt, vielmehr ein faszinierendes Phänomen! Dass die pulsierende Metropole sich ausgerechnet mitten in der Wüste von Nevada angesiedelt hat, wo es vorher kaum mehr gab als Sand, Steine und Hitze, gerät mit Blick auf die zahlreichen Attraktionen und Casino-Glitzerwelten beinahe zur Nebensache. Doch eben nur beinahe, denn tagsüber glüht die Hitze über dem Asphalt und auch nachts bleiben Shorts und T-Shirt nicht im Schrank.

Welcome to Fabulous Las Vegas!

Das berühmte Las Vegas Sign aus dem Jahr 1959 gilt als legendäres Fotomotiv für Touristen und Durchreisende. »Welcome to Fabulous Las Vegas« steht auf dem Schild zu lesen, dass sich in der Nähe des Hotels Mandalay Bay am südlichen Las Vegas Strip befindet. Ein Parkplatz direkt an der Sehenswürdigkeit bietet Gelegenheit, kurz anzuhalten und die Kamera zu zücken, um diesen erhebenden Augenblick für die Nachwelt festzuhalten: Meine Füße berühren goldenen Wüstenboden! Seit 2014 wird das Schild übrigens mit Solarstrom versorgt und wünscht uns nun ganz umweltfreundlich auf der Rückseite eine baldige Wiederkehr: »Drive Carefully – Come Back Soon«.

Dass Las Vegas eine Stadt der Rekorde ist, kann gar nicht bezweifelt werden. Ein prominentes Beispiel hierfür bietet der sogenannte »The High Roller«, das aktuell weltgrößte Riesenrad mit einer Gesamthöhe von grandiosen 167 Metern. Als »Highroller« bezeichnen Glückspielfans auch diejenigen Zocker, die besonders hohe Geldbeträge ins Spiel bringen. Einige von diesen Koryphäen haben es in die großen Casinos bis zum VIP-Status gebracht, sie erhalten eine großzügige Sonderbehandlung. Doch nun zurück zu dem Riesenrad: Eine Runde in luftiger Höhe dauert etwa 30 Minuten, 2.000 LED-Lichter lassen das gewaltige Karussell erstrahlen.

Quelle: Flickr

Adrenalin auf dem Stratosphere Tower

Auch der Stratosphere Tower hat sich seinen großen Namen wahrlich verdient, er ragt als höchster freistehender Aussichtsturm westlich des Mississippis 350 Meter in die Höhe. Mehr als 2.000 Hotelzimmer stehen im Inneren für Gäste bereit – und nebenbei handelt es sich bei dem Bauwerk um die nördlichste Großspielbank der Wüstenstadt. Ganz oben in der Aussichtsplattform befindet sich das Drehrestaurant mit dem absolut passenden Namen »Top of the World«; wer einen stabilen Magen besitzt, sollte dort auf jeden Fall einmal speisen gehen! Das Fahrgeschäft »Insanity – The Ride« befindet sich etwa auf derselben Höhe, das massive Kettenkarussell eignet sich ausschließlich für absolut Schwindelfreie. Adrenalinjunkies lassen sich zudem mit dem Big Shot 40 Meter am Turmmast entlang in die Höhe schießen, um danach zur Erde hinabzustürzen.

Casinospiele besser vorher kennenlernen und erproben

Doch kein Las-Vegas-Besuch ohne zumindest eine kleine Zockerrunde! Natürlich könnt ihr dafür gleich im Stratosphere-Tower Platz nehmen, wenn ihr schon einmal da seid. Eine Art Geheimtipp ist das Würfelspiel Craps, auch Seven Eleven genannt. Die Spieler treten gegen die Bank an, als Alternative wird vielerorts auch Card Craps angeboten. Richtig klassisch geht es natürlich beim Roulette und am Pokertisch zu, in den gewaltigen Casinosälen wirken diese Table Games richtig filmreif! Auch Blackjack wird allerorts angeboten, doch geht lieber gut vorbereitet in euer Spiel, lernt die Kartenspielregeln und übt vielleicht ein bisschen mit Freunden oder online, bevor ihr euch in das Getümmel stürzt. Für unvorbereitete Spieler erklären euch aber auch die Dealer noch mal kurz die Regeln oder erinnern euch bei den einzelnen Zügen, wenn ihr dran seid – gute Englischkenntnisse sind aber dann notwendig, denn die Croupiers kommen aus allen Teilen der USA und haben teilweise einen starken Akzent.

Wie schon am Beispiel des Stratosphere Towers deutlich erkannt, bieten die großen Spielbanken in Las Vegas ihren Gästen sehr viel mehr als spannendes Gaming. Jedes Casino besitzt sein ganz eigenes Flair, das Bellagio hat sich beispielsweise mit seiner faszinierenden 300 Meter langen Wasserorgel in Szene gesetzt. Die Fontänen werden von insgesamt 5.000 Scheinwerfern bestrahlt und bewegen sich zu den regelmäßigen Aufführungszeiten im Takt klassischer Musikstücke oder moderner Songs. Vor dem Hotel Mirage bricht als Kontrapunkt zu diesem farbenfrohen Wasserspiel allabendlich ein Vulkan aus!

Eine Stadt, die man nur vor Ort wirklich erfassen kann

So könnte ich weiter und weiter erzählen, aber: Schaut doch besser einmal selbst in Sin City des amerikanischen Westens herein! Denn dieses irrsinnige Las Vegas lässt sich nur direkt vor Ort wirklich richtig spüren und begreifen.


Quelle: Youtube

28. September 2016
nach Flinsi
Keine Kommentare

Route 66 – Die Mutter aller Straßen lebt

Ruta 66, Route 66.

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich bisher noch keinen Artikel über die wohl berühmteste Straße der Welt geschrieben habe: die Route 66! Ein Wahrzeichen für Freiheit, Ungebundenheit, aber auch Nostalgie! Und da ich auch ein wenig nostalgisch veranlagt bin und ich diese Straße, die einst durch acht US-Bundesstaaten von Chicago im Osten über exakt 3945 Kilometer führte und in Santa Monica (Kalifornien) endet, in Teilstücken auch gefahren bin, wird es nun endlich Zeit ein paar Sätze dazu zu schreiben.

Zur Historie

1926 wurde die Straße offiziell als „Route 66“ ins Leben gerufen. Die Route war zwischen den 1930er- und den 1960er-Jahren die wichtigste Ost-West-Verbindung der Vereinigten Staaten. Zudem verbesserte sie entscheidend die örtliche Infrastruktur und Wirtschaft, denn viele Menschen versuchten ihr Glück im Westen zu suchen. Von Chicago im Nordosten aus führte sie durch die US-Bundesstaaten Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico und Arizona, bevor sie schließlich in Kalifornien endete. Vor allem in den Siebziger Jahren entwickelte sich die Route 66 für Hippies aus aller Welt zu einer Legende, diese pilgerten mit Motorrädern, VW-Bussen und allen möglichen anderen Gefährten Kalifornien entgegen.

Am 27. Juni 1985 erfolgte schließlich das Ende, da die Route 66 als einfache, oft kurvenreiche und einspurige Landstraße als wichtige Transkontinentalverbindung dem wachsenden Verkehr immer weniger gerecht werden konnte und durch die neuen Highways/Interstates ersetzt wurde (der von Eisenhower unterzeichnete Interstate Highway Act).

Karte
Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=332871

Die Route 66 heute

Die ursprüngliche Strecke kann man heute somit leider nicht mehr abfahren. Immerhin begegnet man noch genügend Schildern, die einen auf diese historische Straße hinweisen, so auch z.B. das Schild am Santa Monica Pier, das einem das Ende signalisiert. 1987 wurde von Anwohnern in Seligman (Arizona) die erste „Route 66 Association“ gegründet, die sogleich Nachfolger in den anderen 7 Bundesstaaten fand. Gemeinsam erreichten sie, dass die Route 66 vom US-Kongress als „Historic Route 66“ anerkannt wurde.

Wer von Euch die Historic Route abfahren möchte, sollte zwei Wochen einkalkulieren. Von Chicago geht es zunächst 220 Meilen in Richtung Springfield (Illinois). Ein kurzer Zwischenstopp in Pontiac für die „Route 66 Hall of Fame“ ist durchaus eine Überlegung wert. Von Springfield geht es weiter nach St. Louis. Als nächstes Etappenziel bietet sich Springfield in Missouri aufgrund der vielen kleinen, pittoresken Lädchen an. Die nächsten Stationen sind dann Santa Fe, Albuquerque, Holbrook und Williams am Grand Canyon, bevor es via Las Vegas, vorbei an den vielen Casinos (Klicke hier), Los Angeles nach Santa Monica geht.

Und wo ist es am schönsten?

Doch, wo ist denn nun eigentlich der schönste Abschnitt? Für Ute vom Reiseblog Bravebird ist die Sache klar:

„Flagstaff – Ludlow. Auf dieser mehr als 500 km langen Strecke durch Arizona und Kalifornien befindet sich nicht nur einer der längsten Abschnitte der Route 66 (250 km von Ash Fork bis Needles), sondern hier kommt auch endlich das ersehnte Feeling dieser legendären Mutter aller Straßen auf! Die wichtigsten Orte in diesem Strecken-Abschnitt sind: Williams, Seligman, Hackberry, Kingman und Oatman.“

Wer sich noch einen umfangreichen Überblick über alle Sehenswürdigkeiten der Route 66 machen möchte, wird hier bei wikivoyage fündig. Lasst es mich wissen, wenn Ihr noch weitere Tipps oder Anregungen habt!

Abschließend noch eine passende und sehr stimmige Spotify-Playlist zur Mutter aller Straßen.